Mittwoch, 20. September 2017

Pfiffige Ideen mit Montessori-Tabletts + Verlosung

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.
 
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Wer sich mit Montessori schon etwas näher beschäftigt und nach passendem Umsetzung für Zuhause sucht, der wird auch immer wieder vielen verschieden und ansprechend angerichteten Tabletts begegnen. Diese sind klar strukturiert und offen zugänglich, in Regalen die für Kinder einfach zu erreichen sind.

Tabletts sind in vielen Aspekten sehr sinnvoll und haben sich in der Montessori-Pädagogik daher bewährt.
Besteht eine Lernanregung aus mehreren Teilen, so können diese gesammelt auf dem Tablett angeboten werden. Das Tablett hat eine Größe, die das Kind gut an den Tisch oder den Boden transportieren kann. Die meisten Arbeiten können dann auch im Tablett durchgeführt werden und dieses bietet dann auch eine Begrenzung, was gerade für kleine Kinder sehr sinnvoll ist. Es kann nicht wegkullern, alles bleibt zusammen und das Kind kann den Überblick behalten. 
Die Tabletts bieten in den Regalen Begrenzungen. Alle Lernanregung stehen so klar für sich und sind damit gut sichtbar. Es entsteht ein hoher Aufforderungscharakter dadurch.

Das Buch Pfiffige Ideen mit Montessori-Tabletts von Christel Org und Melanie Eggert nimmt sich den Tabletts an und bietet mehr als 35 Ideen, wie diese angerichtet und dargereicht werden können. 
Gleich zu Anfang möchte ich sagen, dass viele der Ideen nicht wirklich mit den Kriterien der Montessori-Materialien (klar, einfach und auf eine Lerneigenschaft beschränkt) zu tun haben. Es geht hier wohl eher um den Sinn des Tabletts und damit den Kindern Lernanregungen anzubieten.

Viele der Ideen haben wir sicherlich auch so oder ähnlich z.B. schon auf Pinterest gesehen. Durch die Fülle an Ideen und Möglichkeiten vergessen wir aber auch vieles wieder. Das Buch ist schnell zur Hand genommen und gibt uns Anreize, wenn wir gerade ideenlos sein sollten und nicht alles muss so angewandt werden. Auch eigene Abwandlungen sind möglich. 

Zwei der Ideen aus dem Buch möchte ich euch vorstellen. 

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.
Zuerst habe ich mit meiner Tochter das Tablett* mit dem "Wattestäbchenglas" ausprobiert. Allerdings habe ich hier keine Wattestäbchen verwendet. Wattestäbchen franseln gerne aus und sehen recht schnell unschön aus. Ich entschied mich daher für kleine Pompoms* und Holzstäbchen*. Ein passendes Schraubglas mit Loch* hatte ich ebenfalls hier und ruckzuck konnte ich so das Tablett anrichten. Binnen Minuten hatte ich somit eine neue Lernanregung für die Tochter erstellt, welche ihre Feinmotorik und die Augen-Hand-Koordination schult.

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.
Für den Sohn habe ich das "Farblabor" auf einem weiteren Tablett* angerichtet. Die Pipettengläser* füllte ich mit Wasserfarbe, denn Lebensmittelfarbe habe ich nicht Zuhause. Einen Eiswürfelbehälter* hatte ich ebenfalls hier und schon war auch dieses Tablett fertig zum Ausprobieren. Der Sohn hatte wirklich seinen Spaß und viel gelernt. Wie kann ich die Grundfarben mischen, welche neuen Farben entstehen,welche Mischverhältnisse ergeben welche Farbtöne und wie erhalte ich noch weitere Farben. Kann ich die neu gemischten Farben auch weiter mischen?

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.
Ich finde die Ideen in dem Buch anregend und es ist ein schnelles Nachschlagewerk, wenn ich selbst gerade ideenlos bin und gerade jetzt, bei der nun kommenden kälteren und oft regnerischen Jahreszeit sind schnelle Ideen immer gut.

Ich bedanke mich wirklich sehr herzlich beim Ökotopia Verlag, welcher mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und darüber hinaus erhielt ich zwei weitere Exemplare die ich unter meinen Lesern verlosen darf. Juhu! Die Verlosung wird für eines der Bücher auf meiner Facebook-Seite stattfinden und für das andere Buch auf meinem Instagram-Profil. Schaut dort vorbei. Viel Glück!


Montag, 11. September 2017

Die vorbereitete Umgebung - Die Bücherecke und meine Auswahlkriterien

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Am heutigen MontessoriMontag geht es bei den MontessoriEntdeckern um die LeseEcke im Kinderzimmer. Bei uns gibt es allerdings keine LeseEcke. Jedenfalls kein Bereich in dem sich eines unserer Kinder zum selbstständigen Lesen zurückziehen könnte. Diesen haben wir bei der Umgestaltung des Kinderzimmers aufgelöst und dadurch mehr Platz für unseren LegoTisch und die KreativEcke gewonnen.
Die LeseEcke wurde sowieso nicht genutzt, denn alleine Bilderbücher betrachten war nie ein Interesse meines Sohnes. Wir kuscheln uns gemeinsam auf die Couch und ich lese meinen Kindern dort viel vor oder eben Abends als Einschlafroutine im Bett.

Heute möchte ich dennoch etwas zu unserer kleinen Bücherecke sagen und auf was wir dabei geachtet haben.

Bücher von Anfang an

Bücher sind ein hohes Gut! Sie sind Wissensträger seit vielen, vielen Jahrhunderten und wenn auch das Internet immer häufiger genutzt wird, um dort Antworten zu finden, sind Bücher gerade für unsere Kinder immer noch sehr wichtig!
Bücher können wichtiges Zusatzmaterial bei vielen ihrer Interessen sein und hilft enorm in der Sprachentwicklung und der Wortschatzerweiterung. 
Schon ganz früh, können wir unseren kleinen Kindern Bücher mit hohen Kontrasten geben und dann die unterschiedlichsten Bilder- und Wimmelbücher betrachten, bevor unsere Kinder dann auch längeren Texten und Geschichten folgen können.  Ich weiß es noch wie gestern, wie mein Sohn gefühlt stundenlang immer und immer wieder die Bilderbücher anschauen wollte, auf die Bilder tippte und die Wörter dazu von mir wissen wollte. Später fragte ich ihn, wo den das Tier xy oder Gegenstand z auf der Seite zu finden ist. Es machte uns sehr viel Spaß und die Tochter liebt es ebenfalls.
Schon von Beginn an können wir den richtigen Umgang mit Büchern unseren Kindern vorleben und natürlich ist auch immer die Reife unserer Kinder entscheidend, wann wir welche Bücher anbieten können. Dicke Buchseiten sind am Anfang gut. Die Kinder können sie besser greifen und sie sind  robuster. Aber auch bei dicken Büchern gibt es so Einige die schon Klappen enthalten, die schnell herausgerissen werden können. Hier müssen wir unsere Kinder beobachten, ob sie schon verstehen, wie vorsichtig wir mit Klappen umgehen müssen. Meinem Sohn konnte ich deutlich früher solche Bücher anbieten, als nun meiner Tochter. Sie hätte wohl alles herausgerissen. Aber nachdem ich lieber etwas abgewartet habe, geht sie nun direkt sehr sorgfältig mit allen Klappen um und bis heute habe ich unter unseren Büchern noch keine Verluste zählen müssen.
Und auch wenn ein Buch kaputt gehen sollte, können wir es unseren Kindern erklären, dass wir dies nicht gut finden. Gemeinsam versuchen wir es vielleicht sogar wieder reparieren zu können, um zu zeigen, wie wichtig uns jedes Buch ist und der Wert dahinter.

Hoher Aufforderungscharakter

Gerade für kleine Kinder sind Dinge interessant, welche sie gut sehen und an die sie problemlos heran kommen. Bücher, die nur mit den Buchrücken dicht an dicht im Regal stehen, bieten keinen hohen Aufforderungscharakter und zunächst auch keine Wiedererkennungsmerkmale. 
Schon ganz zu Anfang meiner Internetsuche, bin ich bei vielen montessori-inspirierten Webseiten und Blogs auf Regale gestoßen, die die Möglichkeit bieten die Bücher so hinzustellen, dass man die Vorderseite sieht (z.B.IKEA Bücherleiste*). Selbst mich als Erwachsener spricht das unheimlich an. Dies kennen wir doch auch aus Buchhandlungen. Bücher die offen und ansprechend präsentiert werden, schaut man sich eher durch, als zig Bücher die in den Regalen stehen, von denen ich zunächst nur den Buchrücken sehe und Buchstaben über Buchstaben ineinanderverlaufen.
Unsere Kinder können hier sofort ihre Lieblingsbücher erkennen und danach greifen oder auch direkt ein neues Buch sichten und darin blättern. Wir nutzen die BücherEcke im Spielzimmer des Sohnes daher ausschließlich zur Präsentation neuer Bücher bzw. wenn wir gerade ein spezifisches Thema haben. Die Tochter hat noch ein eigenes kleines Regal im Wohnzimmer. 



Buchinhalte 

Wie Maria Montessori sind auch mir die realistischen Inhalte der Bücher sehr wichtig. Ich möche meinen Kindern zunächst die echte Welt in den Büchern zeigen. Dinge, die sie im Alltag und ihrer Umwelt wiedererkennen werden und ihnen dabei helfen noch besser zu verstehen. Tiere die sprechen und verkleidet sind, entsprechen nicht der Realität und erst als der Sohn mir deutlich sagen konnte, das ist doch nicht echt, wenn wir doch mal solch ein Märchenbuch in der Hand hatten, zogen auch hier wenige solcher Bücher ein. Wie z.B. der kleine Drache Kokosnuss*, denn der Sohn wirklich gerne vorgelesen bekommt.
Ich merke auch einfach, dass beide Kinder garnicht nach irgendwelchen erfundenen Geschichten fragen oder sie ihnen in den ersten Jahren wichtig sind. Wieso auch, sie kennen sie doch garnicht. Wir Erwachsene entscheiden, was unsere Kinder in den ersten Jahren kennenlernen, mit was sie Kontakt haben werden und alle realistischen Bücher, die wir hier haben, werden vom Sohn verschlungen und aufgesaugt. Unsere Kinder sind dazu bereit, sie wollen alles wissen, was auf unserer Erde vor sich geht, was wichtig für ihr Wachsen sein kann. Es ist in ihnen drin angelegt und ich selbst lerne mit meinen beiden Kindern so viel Neues dazu. Ich liebe es daher sehr vorzulesen. Auch wenn die Zeit mit zwei Kindern deutlich knapper bemessen ist, als es zuvor mit einem Kind war.

Wechselndes Angebot

Schon weiter oben habe ich erwähnt, dass wir in der BücherEcke ein wechselndes Angebot haben. Es gibt einfach zu viele wunderschöne Bücher, die gelesen werden wollen. Gerade durch die gute Sichtbarkeit werden neue Bücher direkt erkannt und fordern zum vorgelesen werden auf. Auch um gerade wichtige Themen aufzugreifen ist das wechselnde Angebot sinnig. Nahen wichtige Feste, we Weihnachten oder Ostern, kann dies thematisch in den Büchern aufgegriffen werden. Hat eine bestimmte Jahreszeit gerade begonnen, kann dies mit den passenden Büchern unterstrichen werden. Hat das Kind selbst von sich aus bestimmte Interessen, können diese dort aufgestellt werden oder direkt zu dem passenden Thementisch, wie wir es z.B. bei den Walen und Delfinen gemacht haben, die der Sohn so spannend findet.
Durch das wechselnde Angebot lernen unsere Kinder immer wieder Neues kennen und entwickeln dadurch vielleicht auch eigene Interessen, die sie dann vertiefen möchten. Es können sogar Hobbys dadurch entstehen. Findet meine Tochter in Büchern ein Pferd ist sie immer ganz aufgeregt, ich seh mich jetzt schon auf dem Reitplatz stehen... naja, etwas übertrieben, aber ich denke, ihr wisst was ich meine. Bücher können uns die Welt zeigen und die Welt passt eben nicht nur in ein Buch! Wenn ihr also Bibliotheken in eurer Nähe habt, nutzt sie! Auch durch die Rückgabefristen ergibt sich ein wechselndes Angebot, dass auf solchen Regalen gut ihren Platz findet.

Unsere aktuellen Bücher

Abschließend möchte ich noch unsere Bücher zeigen, welche der Sohn aktuell in seiner BückerEcke sichtbar stehen hat, da sie gerade vom Thema passen oder ganz neu bei uns sind.

Der Herbst ist da! Der derzeitige Wetterumschwung, die deutliche kühlere Luft zeigt es uns ganz eindeutig. Da braucht es keinen Kalender dazu! Sehr passend zu jeder Jahreszeit sind die Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berner*. Ich habe sie erst jetzt entdeckt und meine Tochter liebt diese Wimmelbücher, aber auch mein Sohn ist ganz angetan davon, denn diese Wimmelbücher erzählen über alle Jahreszeiten hinweg Geschichten von den Bewohnern des abgebildeten Ortes. Es werden Geschichten innerhalb des Buches bildlich dargestellt z.B. das der Papagei schon wieder verschwunden ist und auf jeder Doppelseite muss man ihn suchen oder man erlebt die Kennenlerngeschichte eines Paares und wie sich diese über die Jahreszeiten weiter entwickelt. Ich selbst blättere wirklich sehr gerne mit meinen Kindern darin und man entdeckt so viel Neues, immer wieder. Es gibt sogar ein Nacht-Buch* zu dieser Serie, was uns ebenfalls sehr gefällt.
Ein wunderschönes Buch, welches die Jahreszeiten darstellt, habe ich als Rezensionsexemplar von der Random Verlags Gruppe erhalten. Die vier Jahreszeiten* ist ein Musik-Bilderbuch, welches das weltberühmte Stück von Antonio Vivaldi in vielen kurzen Sequenzen anreißt. Es zeigt, wie verschiedene Instrumente  die Jahreszeiten und Wetterlagen wie Gewitter oder Schnee darstellen können. Ich finde es wirklich sehr gelungen. In dem Buch verfolgt man ein Mädchen auf dem Weg durch die Jahreszeiten und kann dabei das Stück von Vivaldi anhören. Ich finde die Umsetzung sehr gelungen, auch wenn ich mir gewünscht hätte das die einzelnen Hör-Sequenzen etwas länger dauern würden. Man erhält aber einen guten Eindruck und es macht Lust, sich das ganze Stück anzuhören.

Auch wenn viele Insekten bald nicht mehr zu sehen sind, im Sommer und durch den eigenen Garten, waren die vielen kleinen Tierchen sehr interessant für den Sohn. Und das Insektenbuch* ist wirklich sehr ansprechend aufgemacht. Mit Viele Klappen, Pop-up-Seiten, Kärtchen zum herausnehmen usw. Leider ist es nur noch gebraucht zu bekommen. 
Das Bienen-Buch* ist wirklich der Wahnsinn. Es ist großformatig und macht es zu einer imposanten Erscheinung. Darin ist soviel Wissen über Bienen enthalten, dass wir es garnicht auf einmal lesen können. Häppchenweise haben wir bisher immer wieder darin geblättert und gelesen und dies ist wieder eines der Bücher, aus dem auch ich selbst wieder viel Neues erfahre und es macht Spaß, zusammen mit dem Sohn dies zu entdecken.



Die Kinder aus aller Welt* gibt es endlich in einer Neuauflage! Lange war es nur noch gebraucht zu bekommen. Dabei ist es ein Schatz! Wie der Titel schon sagt, zeigt es Kinder aus alle Welt. Wie sie leben, mit ihren Familien, ihr Lieblingsessen, was sie werden wollen, Traditionen usw. Für Kinder ist es sehr spannend zu sehen, das nicht alle Kinder genauso leben, wie sie selbst.
Passend zu diesem Buch haben wir von "Was ist Was" das Ting-Buch Entdecke die Welt*. Neben den Menschen gibt es schließlich noch die Tiere,die Bauwerke, die unterschiedlichen kontinentalen Gegebenheiten. Das Buch kann man entweder gemeinsam lesen oder die Kinder können es sich vom Ting-Stift vorlesen lassen und auch kleine Aufgaben lösen.



Bei LesenmitKindern habe ich das wundervolle Buch Der Eisbär* entdeckt und musste es mir sofort bestellen, denn schon das Vorgängerbuch Der Blauwal hat mir und dem Sohn sehr gut gefallen. Ich wurde nicht enttäuscht! In diesem Buch wird anschaulich und mit wunderschönen Bildern alles über Eisbären erklärt. Wie gut sie riechen, dass die Haare hohl sind und wielange sie ohne Nahrung auskommen können und vieles mehr. Dieses Buch ist gerade erst erschienen und ist wirklich ein sehr passendes Buch für den kommenden Winter.
Neben dem Eisbären-Buch steht noch eines von vielen unserer Wieso?Weshalb?Warum-Bücher*. Eine wirklich gelungene Buchreihe und immer wieder finde ich neue Bücher auf Flohmärkten. Es lohnt sich nach ihnen Ausschau zu halten.

Wenn ihr noch weitere schöne Lese- und Bücherecken sehen wollt, schaut doch einfach auf der Facebook-Seite der MontessoriEntdecker vorbei. Und wenn ihr selbst eine schöne Leseecke besitzt, dann zeigt sie uns gerne. Und was mich auch sehr interessiert: Was sind eure Lieblingsbücher?


Freitag, 8. September 2017

Lernen mit Lego: Übung der Feinmotorik

Lernen mit lego bietet vielfältige Möglichkeiten. Kombinieren wir Legoplatten mit einer Pipette, erhalten wir eine tolle Übung für die Feinmotorik, die Fingermuskulatur und die Augen-Hand-Koordination.
Mit Lego zu bauen und damit Gebäude, Fahrzeuge und vieles mehr zu konstruieren ist schon für sich eine gute Übung der Feinmotorik und der Augen-Hand-Koordination. Doch es geht noch mehr!

Eine tolle Übung für die Feinmotorik und die Fingermuskulatur ist das Pipettieren. Neben dem Druck der aufgebracht werden muss, ist es zunächst sehr schwierig die Pipette genau dort zu positionieren, wo man sie haben möchte und dann ohne viel zu wackeln, die Flüssigkeit wieder hinaus zu lassen.

Lernen mit lego bietet vielfältige Möglichkeiten. Kombinieren wir Legoplatten mit einer Pipette, erhalten wir eine tolle Übung für die Feinmotorik, die Fingermuskulatur und die Augen-Hand-Koordination.

Lernen mit lego bietet vielfältige Möglichkeiten. Kombinieren wir Legoplatten mit einer Pipette, erhalten wir eine tolle Übung für die Feinmotorik, die Fingermuskulatur und die Augen-Hand-Koordination.
Die Lego Duplo Steine bzw. Platten haben tolle Löcher, die man für diese Übung sehr gut verwenden kann. Hier finden einige Tropfen Platz und durch die Oberflächenspannung des Wassers kann sogar über den Rand hinaus getropft werden und es bildet sich zunächst eine Kuppel. Wieviel Wasser kann langsam zugetropft werden, bevor die Kuppel nicht mehr hält und das Wasser herunterläuft? Ein sehr spannendes kleines physikalisches Experiment.

Ich hatte mir die Platten zurecht gelegt, um selbst erst einmal damit zu Üben. Der Sohn sah das und wollte natürlich wissen, was ich vorhabe, also durfte er ob seiner Neugier direkt selbst ran und es ausprobieren.

Lernen mit lego bietet vielfältige Möglichkeiten. Kombinieren wir Legoplatten mit einer Pipette, erhalten wir eine tolle Übung für die Feinmotorik, die Fingermuskulatur und die Augen-Hand-Koordination.

Lernen mit lego bietet vielfältige Möglichkeiten. Kombinieren wir Legoplatten mit einer Pipette, erhalten wir eine tolle Übung für die Feinmotorik, die Fingermuskulatur und die Augen-Hand-Koordination.
Kinder, für welche diese Übung schon zu einfach ist, die können eine Lego Platte nehmen und diese herum drehen. In diese klitzekleinen Vertiefungen passt genau ein Tröpfchen! Schaffen sie das? Mein Sohn war plötzlich sehr konzentriert, ich merkte ihm an, diese kleinen Vertiefungen forderten ihn sehr.

Diese Übung der Feinmotorik ist wirklich sehr simple und für die Kinder doch so interessant und beansprucht sie völligst. Dem Sohn hat sie wirklich sehr viel Spaß gemacht.

Vielleicht wird sie euren Kindern auch gefallen? Die letzten Tage wurden mir einige Bilder von unserem nachgebauten Lego-Murmel-Labyrinth auf meine Facebook-Seite zugeschickt. Ich habe mich wirklich sehr gefreut! Und würde mich auch noch über viele weitere Bilder freuen, die zeigen wie euch meine neue Serie "Lernen mit Lego" gefällt!

Lernen mit lego bietet vielfältige Möglichkeiten. Kombinieren wir Legoplatten mit einer Pipette, erhalten wir eine tolle Übung für die Feinmotorik, die Fingermuskulatur und die Augen-Hand-Koordination.

Mittwoch, 6. September 2017

6 Kinderbuch-Tipps - Alles über Vögel!

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Der Herbst wird im September eingeläutet. Und damit machen sich nun auch die Zugvögel nach und nach bereit für ihre jährliche Winterreise Richtung Süden. Dies ist wirklich sehr interessant und spannend. Wieso reisen manche Vögel in den Süden und manche nicht? In wie weit müssen die hier verbleibenden Vögel angepasst sein an den Winter oder wie bereiten sich die Zugvögel denn genau vor?

Viele wundervolle Lesebücher haben sich bei uns schon angesammelt, darunter auch einige Bücher über Vogel und davon möchte ich euch heute 6 Stück vorstellen, die mir sehr gut gefallen. Der Sohn mit seinen 4,5 Jahren ist sehr, sehr vorlesefreudig und könnte stundenlang vorgelesen bekommen. Daher sind für ihn auch viel Text und viele Informationen spannend. Jedes Kind ist hier unterschiedlich und vielleicht sind manche der Bücher auch daher zunächst eher als Nachschlagewerk geeignet.



Dieses Buch handelt, wie der Titel schon sagt, über die Mauersegler und ihre jährliche weite Reise Richtung Afrika. Sie beginnt mit dem Schlüpfen und dem Aufwachsen. Und dem Weg Richtung Süden. Das Buch ist wunderschön bebildert und enthält nicht zuviel Text, so dass dieses auch mit 3 Jahren vorgelesen werden kann. Nach dem Ende der Geschichte, erfährt man noch mehr über Mauersegler. Wie können wir Nistmöglichkeiten anbieten und erhält noch weitere Informationen über den Zug der Tiere. Ein schönes Buch, um gezielt über eine Vogelart mehr zu erfahren.




Dieses, wie immer, wundervoll illustrierte Buch von Thomas Müller, ist leider nur noch gebraucht erhältlich. Ich hatte es in den Kleinanzeigen zufällig entdeckt und bin sehr glücklich über diesen Fund. Hier erfahren nicht nur Kinder eine Menge über Vögel, sondern auch wir Erwachsene. Wer waren die Vorfahren, wie ist der Körperbau, warum können Vögel fliegen oder auch nicht. Wir erfahren wie der Lebensraum und das Essverhalten mit der Gestalt der einzelnen Vögel zusammenhängt. Welche Nestbauweisen es gibt. 


Wie die Entwicklung des Eis abläuft und warum sie so unterschiedlich aussehen. Wir erfahren alles über den Vogelzug und die Flugrouten. Warum viele Vogelarten in Gefahr sind und was wir tun können. Zudem ist eine CD enthalten, welche die Vogelstimmen von 66 heimischer Vogelarten enthält. Diese finde ich wirklich wundervoll und hat auch etwas beruhigendes sie einfach malso im Hintergrund laufen zu lassen. Die Texte sind einfach und klar geschrieben und sehr gut verständlich. Ich finde es sehr schön, gemeinsam mit meinem Sohn Stück für Stück dieses Buch zu lesen und die Vogelstimmen zu hören.





Dieses Buch ist stellvertretend für eine ganze Vogelbuch-Reihe von Thomas Müller. In jedem dieser Bücher wird ein ganzes Jahr mit der jeweiligen Vogelart beschrieben. Von der Nestsuche, über das Werbe- und Brutverhalten, über die Futtersuche und dem Verlauf der Jahreszeit. Ebenso, wie bei dem Buch mit den Mauerseglern, finde ich es auch hier schön, dass der Fokus auf eine Vogelart gelegt wird und der wenige Text und die ansprechenden Illustrationen lassen auch diese Bücher wieder auch für jüngere Kinder interessant werden. Neben den Spatzen hat Thomas Müller auch schon die Schwalben*, die Störche*, die Buntspechte* und den Eulen* herausgebracht.


Dieses Buch habe ich vor 2,5 Jahren in einer Buchhandlung entdeckt und finde es damals wie auch heute sehr ansprechend gezeichnet und durch die Interaktion mit einer App sehr spannend. Ich habe es damals sehr ausführlich beschrieben und verlinke daher einfach diesen Artikel zum weiterlesen.



Auch dieses Buch habe ich zufällig in den Kleinanzeigen entdeckt, als ich nach gebrauchten Vögelbüchern suchte. Eigentlich ist es erst ab 9 Jahren ausgezeichnet, aber dort ist wirklich so viel wissenswertes enthalten, dass gerade bei den vielen Warum-Fragen unserer Kinder zum Vogelzug sicherlich keine Frage unbeantwortet bleiben wird. 

Habt ihr etwa gewusst, dass einige Vogelarten es schaffen ihre Organe deutlich zu vergrößern bzw. zur Reisezeit wieder zu verkleinern um nicht zuviel zusätzliches Gewicht beim Fliegen zu besitzen? Auch hier werden wir Eltern wieder einiges Neues mit unseren Kindern gemeinsam lernen und ich muss sagen, dass macht mir immer noch am meisten Spaß, wenn meine Kinder und ich zusammen die Welt entdecken.



Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Random Verlagsgruppe als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und ich war sehr neugierig darauf, wie man denn ein ganzes Buch nur über das Ei schreiben kann. Es geht darin wirklich nur um das Ei. Um die Eierform, die Vielzahl der verschiedenen Eier und die Eierfarben, über die Tarnung, größte Eier und kleinste Eier und wo die Eier den aufbewahrt werden. 


Welche Nestarten bzw. formen gibt es und auch wenn der Großteil dieses Buch über die Vogeleier handelt, sind es natürlich nicht nur die Vögel, welcher Eier legen. So werden also auch Insekteneier, Reptilieneier, Amphibieneier, Fischeier und auch Säugetiereier kurz angeschnitten und auch das Ei in der Kunst, Religion und Mythologie wird erwähnt. Die Texte sind kurz gehalten und trotzdem informativ. Die Zeichnungen sind anders, als man es von Kinderbüchern kennt. Sie sind künstlerisch gehalten und nicht zu farbintensiv. Ich finde, alleine dadurch, hebt es sich sehr ab und mag dieses Buch über das Ei sehr gerne.

Das waren nun meine Buchtipps über Vögel für euch. Ich hoffe, sie gefallen euch und wenn ihr noch einen Vogelbuch-Tip habt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir diesen nennt. Ihr wisst, wie sind absolute Buchliebhaber und können niemals zu viele besitzen.

*Es handelt sich hierbei um Affiliate-Links


Montag, 4. September 2017

Die vorbereitete Umgebung - der Kinder-Kleiderschrank

Der montessori-inspirierte Kleiderschrank ermöglicht es unseren Kindern sich selbstständig die Kleidung herausholen und anziehen zu können. Der Kleiderschrank unterstützt unsere Kinder in ihrer Selbstständigkeit
Im Kinderzimmer steht nicht nur das Bett, sondern auch der Kleiderschrank findet dort meist seinen Platz. Und auch der Kleiderschrank kann so eingerichtet werden, dass sich die Kinder daraus selbstständig bedienen und anziehen können.

Als ich von einer vorbereiteten Umgebung nach Maria Montessori noch nichts wusste und ich mit meinem Sohn schwanger war, suchte ich mir den Kleiderschrank nach einem einzigen wichtigen Kriterium aus. Er sollte Platz bieten und dies möglichst durchdacht! Mich störten die oft sehr überteuerten Kinderzimmer-Möbelsets und die winzigen Kleiderschränke, in welche eigentlich nicht viel hinein passte.

Ich entschied mich damals für einen Kleiderschrank der PAX-Serie von IKEA. Diese Kleiderschränke sind groß und bieten eine Vielfalt an Einrichtungszubehör, so dass man die Schränke auf seine Wünsche sehr passend gestalten kann. Damals waren es meine Wünsche! Erst als ich mich in die Lehren von Maria Montessori einlas und dabei auf die vorbereitete Umgebung stieß, stellte ich fest, dass der Kleiderschrank nicht wirklich kindgeeignet eingerichtet war. Mein Sohn hatte nicht die Möglichkeit an seine Kleidung selbstständig zu gelangen. Die Stange war viel zu hoch, die einzelnen Schubladen auch. Sie waren auf mich, als Erwachsene, ausgerichtet worden, damit ich leicht an die Babykleidung heran kam und mich nicht bücken musste. Aber nun war mein Sohn kein Baby mehr. Er konnte stehen und laufen und wir bauten den Schrank um. 

Der montessori-inspirierte Kleiderschrank ermöglicht es unseren Kindern sich selbstständig die Kleidung herausholen und anziehen zu können. Der Kleiderschrank unterstützt unsere Kinder in ihrer Selbstständigkeit
Im Schrank befindet sich nun immer die jahreszeitlich passende Kleidung und sie ist so einsortiert, dass sie leicht gefunden und gegriffen werden kann. Die Kleidungsstücke sind nicht übereinandener gestalpet, sondern hintereinaner sortiert, so dass sie direkt sichtbar sind. Damit verhindern wir natürlich auch, dass es das T-Shirt ganz unten aus dem Stapel sein muss und die übrigen Shirts dann vielleicht unordentlich im Schrank zurückbleiben.

Der montessori-inspirierte Kleiderschrank ermöglicht es unseren Kindern sich selbstständig die Kleidung herausholen und anziehen zu können. Der Kleiderschrank unterstützt unsere Kinder in ihrer Selbstständigkeit
Der Kleiderschrank des Sohnes ist recht einfach gehalten. Einzelne Sortierboxen erleichtern die Zuordnung und bildet für jedes Kleidungsstück eine Begrenzung. Aus anderen montessori-inspirierten Blogs oder auch durch das Stöbern auf Pinterest, kennt ihr vielleicht das Bebildern der Schubladen mit dem jeweiligen Inhalt oder mit einem Hinweis auf wetterpassende Kleidung. Bei Regen ist eine Matschhose sinnvoll usw.

Da der Sohn viel lieber nachfragt, was die sinnvolle Kleidung ist und wir dies dann zusammen herausfinden bzw. sich auch immer noch sehr gerne beim Anziehen hilft, fiel diese Bebilderung für uns weg. Mittlerweile kennt er den Schrankinhalt genau, er weiß, wo welche Kleidung zu finden ist und kann sie sich gezielt herausholen, wenn er dies möchte. Völlig selbstständig! Und trotzdem ist das Anziehn-helfen wichtig für ihn. Es bedeutet Zuneigung, ungeteilte Aufmerksamkeit und füllt seinen Liebestank. Ich habe darüber auch einmal geschrieben, denn auch ich musste das erst erkennen. Wieso wollte mein Kind in diesem Punkt überhaupt nicht selbstständig sein? Für mich ist entscheidend, dass ich ihm diese Möglichkeit schon von klein auf angeboten habe und das ich sehe, dass er in Situationen, in denen ich ihm wirklich nicht sofort helfen kann, auch alleine tätig wird und das Auswählen der Kleidung und auch das Anziehen schafft. Nicht jedes Kind ist in jedem Bereich seines Lebens bereit die ihm angebotenen Möglichkeiten der vorbereiteten Umgebung und der damit verbundenen Möglichkeit zur Selbstständigkeit direkt anzunehmen. Vielleicht ist einfach etwas anderes gerade wichtiger, dies sollten wir immer im Hinterkopf behalten und nicht frustriert sein, wenn etwas nicht so funktioniert, wie wir uns das erhofften. Die Möglichkeiten anzubieten, das ist wichtig.

Für seine kleine Kinder ist ein anfangs vollgepackter Kleiderschrank total überfordernd, auch wenn er gut strukturiert und bebildert ist. Hier ist es vielleicht sinnvoll zunächst ein Körbchen mit der Kleidung des Tages zu richten, welche sich das Kind aus dem Schrank zu seinem Ankleidebereich tragen kann. Später können wir dann zwei Tages-Outfits zur Wahl anbieten usw. 

Denn, die vorbereitete Umgebung verändert sich! Sie wird nicht einmal von uns eingerichtet und verbleibt dann für immer so. Sie wächst mit unseren Kindern mit und wird immer genau auf die jeweiligen Bedürfnisse unserer Kinder abgestimmt. Wir können genau beobachten und dann daraus die vorbereitete Umgebung für unsere Kinder gestalten. So auch im Kleiderschrank unserer Kinder. 

Die vorbereitete Umgebung kann immer auch helfen, dass sich unsere Kinder ernstgenommen fühlen. Viele von uns kennen doch die Streitigkeiten um das Anziehen, wenn unsere Kinder gewisse Kleidungsvorlieben haben, die vielleicht wetterbedingt nicht geeignet sind. Eine Möglchkeit ist, die Kleidung mit unseren Kindern am Vortag herauszulegen bzw. eine Auswahl treffen. Wir können ein Tabelle erstellen, in welcher wir abhängig von der Temperatur aufzeigen, welche Kleidung sinnvoll ist und diese dann in den Kleiderschrank hängen und wir können unsere Kinder aber auch die Möglichkeit des Lernens aus Erfahrung geben und sie im T-Shirt hinauslassen, wenn sie keine Weste darüber ziehen wollen. Denn unsere Kinder können auch wirklich einfach ein anderen Stoffwechsel haben als wir selbst. Ich persönlich friere immer sehr schnell. Beide Kinder haben aber den guten Stoffwechsel des Papas geerbet und sind wandelnde kleine Heizöfchen, sie schwitzen sehr schnell und tragen daher deutlich weniger als ich. Ich kann nicht von mir ausgehen, bei der Kleiderauswahl meiner Kinder und wenn ich doch mal nicht sicher bin, nehme ich die Westen einfach mit. So lernen auch meine Kinder, bei unstetigem Wetter lieber etwas mehr mitzunehmen, als am Ende zu frieren oder zu schwitzen. 

Der Kleiderschrank und die dadurch entstandene vorbereitete Umgebung hilft also auch der Entwicklung des Körpergefühls. Was benötige ich bei welchem Wetter? Was kann ich übereinander ziehen, wenn es nötig ist? Worin fühle ich mich dann wohl? Mit der Zeit wird sich daraus auch ein Kleidergeschmack entwickeln, denn wir bei Einkäufen beachten.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich nun soviel über einen Kinder-Kleiderschrank schreiben kann und doch habe ich es getan, denn wir können dabei soviel beachten und umsetzen für unsere Kinder, um sie in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen, um sie zu sehen und ernstzunehmen. Das stärkt unsere Kinder ungemein. Natürlich stärkt jegliches Gesehenwerden und auf Bedürfnisse-achten unsere Kinder, aber nicht in jedem Bereich ist dies so einfach für uns umsetzbar. Also warum nicht einfach mal mit dem Kleiderschrank beginnen?

Dies war ein Beitrag zur MontessoriEntdecker - Reihe über die vorbereitete Umgebung. Wenn ihr mehr Beiträge zu montessori-inspirierten Kinder-Kleiderschränken sehen möchtet, dann schaut doch auf der Facebook-Seite der MontessoriEntdecker vorbei!
Und falls ihr euch wundert, dass ich heute nur den Schrank meines Sohnes gezeigt habe, den der Tochter werde ich mit Erklärung baldmöglichst nachreichen. 

Habt ihr euch auch schon Gedanken zu den Kleiderschränken eurer Kinder gemacht? Wie klappt das bei euch Zuhause?

Wenn dich noch weitere Artikel zur vorbereiteten Umgebung interessieren, dann kannst du hier weiterlesen:

Das montessori-inspirierte Kinderbett
Die montessori-inspirierte Kindergarderobe
Der montessori-inspirierte Garten und dazu passende Kinderbücher
Ein montessori-inspiriertes Badezimmer

Der montessori-inspirierte Kleiderschrank ermöglicht es unseren Kindern sich selbstständig die Kleidung herausholen und anziehen zu können. Der Kleiderschrank unterstützt unsere Kinder in ihrer Selbstständigkeit

Mittwoch, 30. August 2017

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth spricht viele Lernbereiche an.Räumliches Denken, vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.
Lernen mit Lego! Diese kleinen Plastikbausteinchen sind so vielfältig und grandios, dass man den vollen Umfang dessen, was man mit ihnen alles tun kann, garnicht erfassen kann. Mit Lego kann man bauen und Weltern erschaffen, die sich dann bespielen lassen. Aber darüber hinaus lässt die Fantasie noch viel mehr Möglichkeiten zu und unsere Kinder können mit und durch Lego unheimlich viel lernen.

Letzte Woche habe ich euch meinen ersten Lego-Hack vorgestellt: die numerischen Stangen! Dort befinden wir uns in der Mathemathik und dem ersten Zahlenverständnis von 1 -10. Heute möchte ich euch eine Lego-Idee zeigen, die viele verschiedene Lernbereiche anspricht: Räumliches und vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.

Es geht um das Murmel-Labyrinth! Als ich es dem Sohn vorgeschlagen hatte, war er direkt Feuer und Flamme. Sowas wollte er bauen! Das erste Labyrinth planten wir noch gemeinsam. Außen herum bauten wir zunächst eine Begrenzung. Ich wollte keine Ein-und Ausgänge, die vom Spielfluß ablenken, wenn die Kugeln herausrollen und dann vielleicht wegrollen. Dann gehts los mit dem Weg, wie soll die Kugel rollen. Lange Gerade? Viele Winkel und Kurven? Wie nutze ich jede Ecke aus?

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth spricht viele Lernbereiche an.Räumliches Denken, vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.
Wir haben grüne Grundplatten (Affiliate-Link) verwendet und die schmalen Legosteine, um nicht zuviel Fläche zu verschwenden. Als wir fertig waren, legte der Sohn direkt los und war sofort im Fluß. Kommt die Kugel am Ende an, kann der Weg einfach wieder zurückgerollt werden. Ganz konzentriert bewegte er die Platte nach vorne und hinten, nach links und nach rechts. Ich schaute begeistert zu.

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth spricht viele Lernbereiche an.Räumliches Denken, vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.
Als er damit fertig war, wollte er sofort noch ein weiteres Labyrinth bauen und nun bitte mit Tunnel! Er holte sich ganz viele Platten und brachte sie dann über den Wegen an. Ganz schön kompliziert, dachte ich mir! 
Der Sohn merkte also gleich, das wird nun doch komplizierte und grinste mich an. Zum Glück waren die Tunnel nicht ganz zu und er linste immer wieder kurz hinein, um abschätzen zu können, wo die Kugel denn ungefähr langrollen müsste. Dieses Labyrinth forderte ihn deutlich mehr und er merkte auch an, dass er nun das er nun doch nicht alle Wege überdecken wollte.... wer weiß, wann das vielleicht doch irgendwann noch kommen wird?

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth spricht viele Lernbereiche an.Räumliches Denken, vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth spricht viele Lernbereiche an.Räumliches Denken, vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.
Diese entstandenen Labyrinthe können aber auch noch anders verwendet werden. Nehmen wir einen kleinen Pompom und einen Trinkhalm, kann daraus ein Pustespiel gemacht werden. Nur durch das Auspusten der Luft durch den Trinkhalm, darf der Pompom durch das Labyrinth bewegt werden und somit auch eine wunderbare Übung für die Lippen- und Mundmuskulatur. Pustespiele werden gerne in der Logopädie eingesetzt, die aber oft nicht so angenommen werden, wenn sie nicht den Interessen der Kinder entsprechen. Ich spreche mit dem Sohn aus Erfahrung! Mit dem Lego-Labyrinth hat er gepustet und gepustet und fand es richtig spaßig.

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth spricht viele Lernbereiche an.Räumliches Denken, vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.
Diese Lego-Labyrinthe können in den unterschiedlichsten Formen aufgebaut werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und dadurch läd diese Spielidee immer wieder zu neuen Gestaltungsweisen ein. Gerade akute Langeweile kann damit schnell überbrückt werden und kleine Schnelligkeitsspielchen kann man damit sicher auch machen. Bei wem findet die Kugel am schnellsten den Weg? Ich werde noch einige Videos in Aktion auf Facebook hochladen und sie euch hier im Beitrag ebenfalls verlinken.

Gefällt euch diese Spielidee? Habt ihr auch so große Legofans Zuhause?

Lernen mit Lego: Das Murmel-Labyrinth spricht viele Lernbereiche an.Räumliches Denken, vorausschauendes Denken, Konzentration, Ausdauer, Augen-Hand-Koordination und die Feinmotorik.



Montag, 28. August 2017

Die vorbereitete Umgebung - unser montessori-inspiriertes Kinderbett

Die vorbereitete Umgebung beinhaltet ein Kinderbett, in welches die Kinder selbstständig ein- und aussteigen können. Montessori hat hierfür das Floorbed, welches sich direkt mit einem Lattenrost und Matratze auf dem Boden befindet erfunden. Eine Abwandlung hiervon ist das Hausbett.

Wenn wir die Kinderzimmer unserer Kinder einrichten, ist eines der wichtigsten Möbelstücke das Kinderbett. Darin sollen unsere Kinder gerne und geborgen schlafen und wunderschöne Träume haben. 

Am heutigen MontessoriMontag der MontessoriEntdecker geht es um die vorbereitete Umgebung in unseren Kinderzimmern. Und genauer noch um das Kinderbett.

Viele von uns nehmen zu Anfang der Elternschaft an, dass unsere Kinder direkt oder recht zügig in ihren Zimmern schlafen werden und kaufen daher ein Gitterbett. Oft ist aber das Familienbett, dass was unsere Kinder wollen und gerade das Gitterbett baut eine unnötige oder sogar schlafstörende Grenze auf. Auch ich hatte beim Sohn, nachdem er recht früh aus dem Familienbett auszog, zu Anfang das Gitterbett, was mich aber immer mehr störte. Durch das Einlesen in die Arbeiten von Maria Montessori stieß ich auf den Begriff des FloorBeds, worüber ich schon schrieb.

Seit diesem Zeitpunkt hat mein Sohn ein nach Montessori inspiriertes Kinderbett. Es hat keine Standfüße, es steht direkt auf dem Boden und gerade dies ist für die kleinsten Kinder eine enorme Steigerung der Selbstständigkeit. Denn nun können sie selbst entscheiden, ob sie im Bett liegen bleiben wollen oder nicht und keine Gitter oder zu hohe Betten hindern sie daran.

Die vorbereitete Umgebung beinhaltet ein Kinderbett, in welches die Kinder selbstständig ein- und aussteigen können. Montessori hat hierfür das Floorbed, welches sich direkt mit einem Lattenrost und Matratze auf dem Boden befindet erfunden. Eine Abwandlung hiervon ist das Hausbett.
Auch wenn der Sohn nun groß genug ist, eines der üblichen Kinderbetten zu nutzen, haben wir unser weiterhin für ein Floorbed entschieden. Der Sohn ist ein nächtlicher Wühler und bewegt sich viel während des Schlafens. Ich wollte hier kein Risiko eingehen und wir bauten ein Hausbett für den Sohn, worüber er sich sehr gefreut hat. In dieses ist ein Lattenrost eingelassen, was für die nötige Belüftung der Matratze sorgt. Ich muss aber auch dazu sagen, als wir die Matratze ganz zu Anfang direkt auf dem Boden liegen hatte und hin und wieder zum Lüften hochstellten, hatten wir auch damit nie Probleme. Ich denke bei kleinen Matzratzen und noch recht kleinen Kindern, ist die Gefahr des Schimmelns recht gering. Aber auch nur ein Lattenrost mit Matratze erfüllt den Zwecks des Floorbeds vollkommend.

Neben dem Hausbett steht ein kleiner Nachttisch, auf dem ein Lichtlein steht, welches mit dem Tasten auf den Standfuß, An oder Aus geht und sogar in 3 Stufen dimmbar ist. Ich suchte lange nach einem Lichtlein ohne Schalter, damit der Sohn nicht lange im Dunkeln suchen muss. Im Baumarkt wurde ich dann fündig. Ein ähnliches Nachtlicht könnt ihr hier kaufen (Affiliate-Link)

Als kleines Zierlicht bzw. stimmungsvolles Leselicht haben wir noch eine Lichterkette mit passenden Farben gekauft. (Eigentlich wollten wir das Zimmer schon längst grüner gestalten... wie immer kommt das Leben dazwischen...kennt ihr, oder?)
Ich hatte die Original Cotton Balls damals extra im Ausland bestellt, da ich hier keine Lichterketten mit Schalter (finde ich für noch kleinere Kinder besonders wichtig!) fand, die ich individuell zusammen stellen konnte. Nun haben sie auch eine deutsche Online-Shop-Seite. Sind die Lichterketten nicht zauberhaft schön? Auch solche Überlegungen zu Schaltern oder nicht, sind wichtige Punkte in der vorbereiteten Umgebung, damit die Kinder sich leicht und schnell zurecht finden.

Wenn der Sohn es irgendwann möchte, können wir auch noch Füße unter das Hausbett bauen, was uns dann sogar noch zusätzliche Staufläche liefern würde. Noch wechselt der Sohn gerne in der Nacht seinen Schlafplatz. Von seinem Hausbett kommt er rüber zu uns gelaufen, wenn er es braucht, wenn er es möchte und nichts hindert ihn daran. Das war ihm dadurch schon sehr früh möglich und bringt uns allen ein entspannten Nachtschlaf.
Denn auch dies zählt zu einer vorbereiteten Umgebung, auch diese wichtigen Bedürfnisse nach Nähe beim Schlaf sind sehr wichtig! Und helfen den Kindern irgendwann auch vertrauensvoll alleine in ihren Zimmern zu schlafen, wenn sie bereit dazu sind.

Das montessori-inspirierte Kinderbett steht auch für unsere Tochter schon bereit und wir freuen uns sehr ihr durch diese vorbereitete Umgebung schon früh Selbstständigkeit für ihren Schlaf und Schlafplatz zu ermöglichen.

Wer von euch noch weitere montessori-inspirierte Kinderbetten sehen möchte, der sollte unbedingt auf der MontessoriEntdecker-Facebookseite vorbeischauen und kann dort gerne auch seine Schlafplätze der Kinder zeigen und Teil einer wundervollen Sammlung werden. Unsere Hausbetten sind übrigens selbstgebaut. Seid ihr an einer Anleitung interessiert?
Wenn ihr nicht so begabt im Selbstbauen, aber dafür im Selbstkaufen seid, dann habe ich hier ein sehr schönes Hausbett gefunden, welches es auch in verschiedenen Größen gibt. (Affiliate-Link)

Die vorbereitete Umgebung beinhaltet ein Kinderbett, in welches die Kinder selbstständig ein- und aussteigen können. Montessori hat hierfür das Floorbed, welches sich direkt mit einem Lattenrost und Matratze auf dem Boden befindet erfunden. Eine Abwandlung hiervon ist das Hausbett.

Sonntag, 27. August 2017

Wie schön, dass Kinder noch NEIN sagen!

Dies ist ein Artikel, denn ich im Dezember begonnen habe und dann in den Entwürfen vergessen wurde. Gestern entdeckte ich ihn zufällig und dieses Thema ist so wichtig, so entscheidend für unsere Kinder, für ihre Zukunft als Erwachsene, dass ich diesen Artikel nun endlich fertigstellen wollte. Daher beginne ich nun mit einer Rückblende, zu einem Ereignis aus der letzjährigen Adventszeit, durch welches der Artikel eigentlich entstanden ist:

Letzten Freitag war vom Kindergarten ein Adventsgottestdienst organisiert worden. Alle Kinder wurden darin eingebunden, wenn sie dies wollten. Mein Sohn half im Dekorationsteam, alle Kinder konnten beim Einstudieren der Lieder dabei sein und es gab auch ein Krippenspiel. Irgendwann erfuhr ich von meinem Sohn, er wird den Engel spielen. Wow, dachte ich mir. Da traut er sich aber was. Eigentlich hält er sich bei neuen Dingen immer gerne zurück und dann auch noch gleich beim Krippenspiel.
Er war sehr begeistert, probte fleissig und es gab sogar ein Kostüm, welches er anzog. Wer hier fleissig mitliest, weiß das mein Sohn bisher niemals Kostüme anziehen wollte. Zur Faschingszeit wollte er nur ein Schild umhängen auf dem Stand "Großer Bruder", mehr nicht. Also jetzt sogar ein Kostüm.
Am Freitag war es also soweit und ich wurde gefühlt minütlich gefragt, wann es nun endlich soweit ist und wir in die Kirche gehen. Endlich in der Kirche angekommen, stürmte er sofort nach Vorne zu den anderen Kindern und Erzieherinnen und ließ sich sein Kostüm anziehen. Aber ab da begann wohl die Anspannung und ihm wurde bewusst, jetzt sitzen da ganz viele Menschen in den Kirchenbänken... die saßen da bei den Proben nie. Er wurde ziemlich ruhig. Und wir mussten uns auch noch verabschieden und uns ebenso in eine der Kirchenbänke setzen. Das fand der Sohn nicht so toll, blieb aber vorne bei den anderen Kindern. Er konnte uns in der Bank nicht sehen, wir waren verdeckt.
Als nun sein Auftritt als Engel kam, sucht er uns sofort als er auf die Bühne kam und ich merkte ihm an, das geht nicht mehr lange gut. Ich stand sofort auf, umrundete mit Tochter auf dem Arm alle Kirchenbänke und eilte nach vorne, damit er mich ganz genau sehen konnte. Seine Erzieherin war gerade dabei ihm gut zuzureden, wie toll er alles macht und dann war sein Auftritt auch schon vorbei und es gab kein Halten mehr für ihn. Er lief weinend auf mich zu und war ganz fertig. Das war alles zuviel für ihn gewesen. Eigentlich hätte er als Engel am Ende des Stückes noch einen weiteren Auftritt gehabt, aber das wollte er nicht mehr und auch die Lieder wollter er nicht mehr mitsingen. Es ging nicht mehr. Er blieb lieber bei mir und der Schwester in der Bank und verfolgte alles von dort aus.

Danach wurde zu Glühwein, Punsch und Würstchen im Kirchhof geladen und ich kam mit einer der Mütter ins Gespräch, deren Tochter sich ebenfalls sehr gefreut hatte auf den Gottestdienst und eine Fürbitte vortragen sollte. Aber dort angekommen, wollte sie ebenfalls nicht mehr. Sie war zu aufgeregt, die vielen Menschen einfach zu angsteinflößend. Die Mutter sagte dann etwas ganz Tolles zu mir:

"Ist es nicht schön, dass unsere Kinder noch Nein sagen können? Wir haben das als Erwachsene ja schon verlernt und sagen viel zu oft Ja, obwohl wir uns eigentlich nicht wohlfühlen damit."

Wie recht sie hat! Natürlich gibt es Dinge, die sind nötig, ob wir wollen oder nicht. Wichtige Arzt-Termine, vor denen wir vielleicht Angst haben oder Behördengänge. Auch das gibt es manchmal schon bei unseren Kindern, z.B. die hier verpflichtendenden U-Untersuchung!  Auf diese haben meine Kinder verständlicherweise keine Lust. Menschen, die sie nur wenige Male im Jahr sehen, meistens wenn sie krank sind, wollen sie nun abtasten, abhören und ab einem bestimmten Alter auch, noch viele weitere Tests, um die Kinder im Grunde zu bewerten... und nur, weil es das Land Hessen so möchte. Nicht weil, es wirklich eine gesundheitlich wichtige Relevanz hätte. Und weil es eben verpflichtend ist und die Untersuchungen gemacht werden müssen, zählt das NEIN! des Kindes nicht!

Ich finde das alles nicht sehr schön und versuche das NEIN! meiner Kinder im Alltag zu akzeptieren. Das ist nicht immer möglich, ich weiß es! Wenn der Sohn aus dem Kindergarten abgeholt werden muss und meine Tochter will eigentlich noch garnicht aus dem Haus oder wenn die Kinder hundemüde sind und überdreht und ich sie versuche Richtung Bett zu bekommen oder wenn sie keine Zähne putzen möchten. Hier können wir als Eltern unsere Kinder aufbauen! Sie in ihrem NEIN! bestärken, sie wahrnehmen und respektieren in ihrer Entscheidung. Sie darin bestärken, ein NEIN! zählt und hat Gewicht und hat somit auch wirklich eine Bedeutung! 
Wenn wir ein NEIN! leider nicht akzeptieren können, dann dürfen wir nicht einfach darüber hinweg gehen, dann müssen wir uns zu unseren Kindern setzen und mit ihnen reden. In dem Umfang, den es ihre Reife zu lässt. Natürlich wird es nicht einfach sein einem komplett übermüdeten Kind zu erklären, dass es jetzt vielleicht wirklich, wirklich sinnvoll wäre gemeinsam ins Bett zu gehen oder das Zähneputzen sehr wichtig ist. Oft finden wir auch nicht sofort Lösungen, manche entwickeln sich über die Zeit. Manchmal müssen wir abwarten und begleiten oder auch mal das Zähneputzen ausfallen lassen und am nächsten Tag von vorne beginnen. Neuer Tag, neues Glück! So heisst es doch und oft bringt ein neuer Tag, raus aus dieser Situation auch neue Möglichkeiten.
Mit unseren Kindern in Kontakt treten und reden, mit ihnen in Beziehung gehen und gemeinsame Möglichkeiten zu finden und auch unser eigenes NEIN! erklären, ist wichtig für unsere Kinder. Sie lernen einen sozialen Umgang untereinander. Und oft löst es vermeintlich festgefahrene Situationen. Natürlich nicht immer, denn unsere Kinder sind noch sehr oft durch ihre Gefühle eingenommen und können da auch nicht so schnell raus. Wir Erwachsene, wir Eltern sind es, die dies zunächst aushalten müssen. 

Und immer müssen wir dann daran denken: "Wie schön, dass Kinder noch NEIN sagen!" Lassen wir unseren Kindern das NEIN!, lassen wir ihnen dieses wichtige Wort. Wir dürfen es nicht verwässern und nicht kleinreden! Es ist so wichtig! Gerade wir, die oft nicht mehr NEIN! sagen können, denen das NEIN! so oft genommen wurde, gerade wir müssen umdenken. Gemeinsam mit unseren Kindern das NEIN! wieder entdecken, um unsere Bedürfnisse und die unserer Kinder zu achten und vorzuleben, was wichtig ist. Wir sind nicht verpflichtet zu allem JA! zu sagen, wir können und dürfen NEIN! sagen.


Freitag, 25. August 2017

Lernen mit Lego: die numerischen Stangen


Durch die Begeisterung meines Sohnes angesteckt und der Vielfalt an Möglichkeiten die Lego bietet, habe ich mich zu einer Blogreihe inspirieren lassen: Lernen mit Lego!
Diese möchte ich nun nach und nach mit Ideen und Inspirationen füllen. Lego haben viele von uns für die Kinder Zuhause und daraus lässt sich so Vieles bauen und gestalten, was über das eigentliche Spiel hinaus geht.

Heute möchte ich mit den numerischen Stangen beginnen. Dieses sehr ansprechende und wie immer gut durchdachte Montessori-Material, befasst sich mit dem Zahlenraum von 1 bis 10 und der Einführung von Addition und Substraktion. Durch den Farbwechsel von Rot und Blau, werden die Mengen sichtbar.

Durch die bei Lego ebenfalls vorhandenen roten und blauen Steine, bietet es sich somit an, daraus eine Interpretation der numerischen Stangen zu bauen.

Wie auch bei den original numerischen Stangen beginne ich mit einem roten Legostein. Dieser stellt die Zahl 1 dar. Nun beginne ich wieder mit einem roten Stein und setze darauf einen Blauen. Das ergibt die Zahl 2. Diese Reihenfolge, immer abwechselnd rot und blau, behalte ich bei, bis ich 10 aufeinander aufbauende kleine Stangen vor mir liegen habe.

Nun kann das Zählen und in die richtige Reihenfolge bringen auf dem Tisch selbst vorgenommen werden oder man kann dafür auch Legoplatten nutzen und die Stangen in der richtigen Reihenfolge darauf stecken. Zur Festigung der Mengen biete ich dann darum mir die unterschiedlichsten Stangen zu bringen. Bring mir bitte die 4 usw.
Zusätzlich biete ich kleine Zahlenkärtchen an, die ich sowieso Zuhause habe und diese können nun zu der richtigen Stange gelegt werden.

Wie die genaue Vorstellung der numerischen Stangen sein sollte, könnt ihr z.B. bei Meine Erfahrungen mit Montessori nachlesen.

Wenn das Zählen klappt können nun weitere Übungen angeboten werden. Mein Sohn macht die Augen zu und ich vertausche wieder die Reihenfolge und er erblicken, was ich da nun vertauscht habe und wieder in die richtige Reihenfolge bringen.

Welche Zahl erhalte ich, wenn ich die 3er-Stange auf die 4er-Stange stecke? Erste Additionen können vorgenommen werden. Oder wenn ich die 8er-Stange in der Mitte teile? Wie erhalte ich immer die Zahl 10? Welche Stangen muss ich dafür zusammen stecken?

Die Adaption der numerischen Stangen auf vorhandene Legosteine ist sehr naheliegend und macht es für kleine legoverrückte Kinder auch sehr interessant und ansprechend. Das Bauen einer Aufbewahrungsbox für die Zahlenkärtchen vervollständigt die Darbietung und hat dann, aufgestellt im Regal, einen hohen Aufforderungscharakter. 

Hat euch mein Einstieg in die Blogserie "Lernen mit Lego" gefallen? Seid ihr an weiteren Ideen interessiert?