Samstag, 28. Mai 2016

Kleine Frosch-Lern-Welt für Zuhause

Der Frühling ist eine wundervolle Zeit. Alles erwacht wieder zum Leben. Aus kleinen Knospen wachsen zarte Blättchen, Blüten und später dann auch Früchte. Überall summt und surrt es und die Vögel fangen schon wieder früh Morgens an zu zwitschen und sind den ganzen Tag beschäftigt damit. Ich liebe diese Hintergrundgeräusche.
Und nicht nur die Flora, auch die Fauna ist wieder schwer beschäftigt mit der Erschaffung neuen Lebens und fasziniert immer wieder aufs Neue. Gerade die Tierarten, welche nicht einfach nur fertige Babys zur Welt bringen, sondern welche viele Verwandlungen durchmachen sind für Kinder sehr anziehend. Was geschieht da, wieso und warum. So viele Fragen, die beantwortet werden wollen. Kindliche Neugier ist grenzenlos und will Antworten. Viele Antworten und/ oder Möglichkeiten sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen.


Da bei meinen Eltern im Garten ein großer Teich mit Flachwasserzone vorhanden ist, ist das Schauspiel der Froschlaichung und das Heranwachsen von Kaulquappe zu kleinen Fröschleins jedes Jahr aufs neue zu Bestaunen.

Dieses Jahr habe ich mir dazu neben den üblichen Sachbüchern eine kleine Lernwelt ausgedacht und diese gestaltet. Aus Naturmaterialien, dem Lebenszyklus und vielen Informationen zu Fröschen und auch Kröten habe ich dem Sohn einen "Infotisch" erstellt.

Toll findet er die kleine Froschwelt, mit welcher er spielen kann und damit auch den Zyklus und Ablauf selbst darstellen kann. Auch einen der Fressfeinde, den Storch, haben wir in dieses Szenario eingebunden.


Die tollen Lernkarten vom Naturverlag Wawra kommen wieder zum Einsatz und aus dem Internet habe ich mir noch schöne Legekarten ausgedruckt, welche die Reihenfolge der Verwandlung vom Laich zum Frosch darstellen und nachgelegt werden können.

Neben dem wichtigen Bestaunen der Tiere und der Verwandlung draußen in der Natur, kann der Sohn nun auch Zuhause mit Hilfe von Büchern, Legekarten und dem Nachspielen seinen Fragen auf den Grund gehen und vieles zu den Fröschen und ihrer Verwandlungsfähigkeit erfahren.

Hier sollte sich nun noch ein Amazon-Fenster öffnen, in dem ich euch meine Einkäufe verlinkt habe:


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Freitag, 27. Mai 2016

BABYWELT Frankfurt: Interessantes, Nützliches und wo sind die Stoffwindeln?

Letztes Wochenende fand zum ersten mal die sehr bekannte BABYWELT Messe in Frankfurt statt. Ich erhielt als Bloggerin einen Pressezugang und damit freien Eintritt, um mir zusammen mit meinem Mann einen Eindruck von der Messe zu machen und im Anschluß auf meinem Blog darüber zu berichten.

Wir sind amSonntag schon früh aufgestanden, um direkt zum Beginn um 10 Uhr dort sein zu können. Die Anfahrt war um diese Uhrzeit noch problemlos möglich und auch das Parkhaus war noch angenehm leer. Leider kostet die Parkgebühr 9 Euro, was ein sehr stolzer Preis ist, für welchen allerdings die Messeveranstalter nichts können. 

Diese Messe selbst fand in einer der kleineren Hallen auf dem Frankfurter Messegelände statt und etwas von der Halle war zusätzlich auch noch abgeteilt. Es gab wirklich viel zu sehen, viele bekannte und namenhafte Hersteller und Shops waren vertreten, aber auch kleine Dawanda-Shops mit viel süßer und bunter Kinderkleidung und Lederpuschen waren vertreten.

Es gab vieles was ich schon kannte, aber auch ein paar wenige Dinge, die mir bisher völlig unbekannt waren. Oder kennt ihr z.B. das Mammut Zahnungsgel, welches völlig ohne Zucker, Betäubungsmittel und Alkohol auskommt? Ich fragte die Vorführdamen noch, ob das denn neu auf dem Markt wäre, aber das gibt es schon einige Jahre. Ich werde, es auf alle Fälle testen, wenn bei der Tochter die Zähnchen einschießen und ich sie vielleicht damit unterstützen kann. Ich bin sehr gespannt darauf, ob und wie es wirkt. 

Sport mit Baby war viel vertreten, sei es Kanga oder unterwegs mit dem Buggy. Mutti soll schließlich wieder fit werden. Leider ist es oft nur in den größeren Städten der Umgebung anzutreffen und die lange Anfahrt mit Baby ist da eher nicht möglich.

Reboarder sind mittlerweile überall anzutreffen, es waren einige Autositze-Hersteller vertreten und auch Geschäfte, wie Amanel, von welchem wir und auch die Großeltern unsere Reboarder gekauft haben. Nach einem netten Gespräch, hat uns der Geschäftsinhaber Rabatte versprochen, wenn wir für die Tochter auch wieder Reboarder bei ihm kaufen werden. *hihi*

Dann suchten wir die Stoffwindeln! Ich wusste, dass diese auch auf der Messe angeboten werden und wir waren schon einmal komplett durch die Messe gelaufen und fanden sie nicht! 
Nachdem ich noch einmal über die komplette Messe lief und nun genau darauf achtete, wo sie zu finden sein sollten, dann sah ich sie auch endlich. Bei den Kindersitzprofis war auch Isabel Baby- und Kinderladen Mamelinu aus Michelstadt. Ganz hinten in der Ecke, in den kleinen Regalen lagen die Stoffwindeln. Schade! Ich würde mir für die kommende Messe wünschen, dass Stoffwindeln weiter in den Vordergrund rücken. Denn wer nicht expliziet wie ich danach sucht, dem sind diese auf der Messe sicherlich nicht aufgefallen.
Und so ist es doch mit vielen. Messen sind da wirklich sehr praktisch, man kann tolle neue Produkte sehen, die man bisher noch nicht kannte. Und durch die Messerabatte dann auch noch deutlich Geld beim Kauf sparen.

Auf der Messe gab es dann auch noch eine Still-Lounge, welche sehr bequem eingerichtet war mit Sofas und Sesseln, auch Stillkissen und Getränke wurden angeboten. Zutritt hatten nur Frauen und Kinder, damit konnten sich diese zurück ziehen, wenn die Kinder bei dem Trubel unruhig wurden. Ebenso gab es einen abgetrennten Wickelbereich, wo wohl auch Windeln zur Verfügung gestellt wurden. Für Breikinder gab es auch eine Essensecke mit kostenlosen Babybrei-Gläschen. Es wurde wirklich an vieles gedacht. Ein Staubsauger-Hersteller stellte sein extraleises Modell vor und zeigte wieder, was sich da eigentlich alles auf so einer Babymesse vorstellen kann, was man im ersten Moment garnicht erwarten würde. Aber klar, mit Baby und Kind fällt doch deutlich mehr Schmutz in der Wohnung an, das kenne ich...

Mit den bisherigen Ausstellern würde ich die Messe speziell für Schwangere sehr empfehlen, welche sich nicht schon komplett mit allem ausgestattet haben und noch vieles kaufen müssen. Mit den Messerabatten lohnt sich dann auch der Eintritt. Wer Folgesitze für das Auto kaufen möchte oder Buggys für das Kleinkind, der wird sicherlich ebenfalls fündig werden. 
Spielzeug für Babys und Kleinkinder suchte man leider vergeblich, das fehlte mir auf der Messe und würde wohl auch Anreiz für weitere Besucher mit Kleinkindern bieten. Ebenso sollte man als Eltern an die eigene Verpflegung denken, um nicht völlig überzogene Messepreise für Fast Food bezahlen zu müssen.

Unser persönliches Highlight war der Traumschwinger Stand. Wunderschöne Liege- und Hängesessel in verschiedenen Größen luden förmlich zum entspannen und Seelebaumeln lassen ein. Schon die Babys können sich darin in den Schlaf schaukeln lassen und die größte Variante geht bis 150 kg, so dass man sogar mit seinen Kindern darin liegen kann. Wir haben uns fest vorgenommen, sobald wir im Garten weiter kommen und die Terasse frei wird, solch einen großen Traumschwinger aufzuhängen. Was freuen wir uns schon darauf!

Für unentschlossene und Erstlings-Eltern kann ich die Messe wirklich sehr empfehlen und hoffe darauf, dass diese in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und mit vielen weiteren tollen Austellern und noch mehr Angebot vergrößert wird. Mir hat es dort sehr gefallen und bin schon sehr gespannt auf die BABYWELT MESSE 2017 in Frankfurt. Vielen Dank, dass ich euch besuchen durfte!


Montag, 16. Mai 2016

Ich trage dich in die Welt!

Du kamst auf die Welt und seit dem lebst du auf und an mir! 

Du zeigst mir von der ersten Sekunde an, wie sehr du mich brauchst. Meine Nähe, meinen Duft! Die Geborgenheit, die ich dir schenken kann. Die Geborgenheit die du bereits seit 9 Monaten kanntest. In meinem Bauch. Mein Herzschlag beruhigt dich. Meine Wärme, wärmt dich. Meine Bewegung, wiegt dich in den Schlaf und gibt dir die Sicherheit das alles gut ist.

Ganz dicht an mir, entdeckst du die Welt. Ich trage dich in die Welt und zeige dir dabei alles. An mir, schaust du dir alles genau an und kannst dich auch wegdrehen, wenn es dir zuviel werden sollte. Zu mir kannst du dich drehen und an mir versinken, neue Kraft für weitere Entdeckungen und Errungenschaften tanken.

Ganz dicht an mir, siehst du die Natur. Wie Bäume sich bewegen, du hörst Vögel zwitschern und lässt dich von der Sonne kitzeln. Du schaust deinem Bruder beim Spielen zu, ganz genau! Du saugst die Bewegungen in dich auf und lernst beim Zuschauen.

Du bist ein kleines Tragebaby! Durch und Durch! Und immer wenn dir etwas zuviel wird, wenn du Ruhe benötigst, wenn du Schlafen willst, dann willst du mich! Nur mich! Deine Mama! Die du von Beginn an kennst. 

Ich bin entspannt. Ich bin entspannt dabei, dir diese Bedürfnisse nach Sicherheit, Geborgenheit und Vertrautheit zu geben. Es ist einfacher für mich geworden, dir dies zu geben, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob dies richtig ist, ob ich dich damit verwöhnen würde. Dein Bruder hat es vorgelebt. Er hat die Hürden genommen und mir gezeigt, was kleine Babys wollen. Und du bist nun die kleine Steigerung. Das Premium-Paket sozusagen, mit allem was unsere Evolution an Sicherheitsnetzen für kleine Babys mitgegeben hat.

Ich bin entspannt, weil ich weiß, dass diese Zeit auch ein Ende haben wird. Diese Zeit der tiefsten Nähe, der uneingeschränkten Begleitung. Diese Zeit wird irgendwann abgelöst von deinem Drang alles alleine entdecken und tun zu wollen. Irgendwann wirst du dich lösen können. So wie du jetzt schon damit beginnst. Zunächst winzig klein, kurze Momente ohne mich. Diese Momente werden immer mehr und immer länger werden. Du wirst in dieser Zeit immer wieder zu mir kommen, bei mir und am mir Kraft tanken. Sicherheit und Vertrauen für deine weiteren Entdeckungen. Ich weiß all das, weil es mir dein Bruder schon gezeigt hast. Du profitierst enorm von ihm. Ich hoffe, du wirst ihm irgendwann so dankbar sein, wie ich es bin. 

Natürlich wünsche ich mir, auch mal wieder für mich sein zu dürfen. Dinge auch alleine tun zu können, ohne dich als meine ständige Begleitung. Manches geht im Moment nicht oder nur eingeschränkt. Manches musste ich auch einfach lernen mit dir zusammen zu tun. Es geht so vieles, auch mit einem kleinen Tragebaby zusammen. Manchmal ist mir die Nähe zuviel. Ich würde dich dann gerne auch mal abgeben können. Aber du weisst wo dein Platz ist, wo du dich am sichersten und geborgensten fühlst. Und dann denke ich wieder daran: Ja, es ist nicht für immer. Es ist nur diese eine kurze Zeit in deinem Leben, die du mich so sehr, so nahe brauchst. Und dann kann ich wieder entspannen.

Solange, wie du mich brauchst, werde ich dich tragen. Ich trage dich in die Welt!

Weitere Texte zu Themen die mich sehr bewegen, findet ihr hier:

Dienstag, 10. Mai 2016

Schlaf gut, Baby! Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten!

Mit diesem Buch "Schlaf gut, Baby! " haben Herbert Renz-Polster und Nora Imlau ein Buch geschrieben, welches wirklich unglaublich wichtig und nötig ist. Es ist eines dieser Bücher von denen man sagen würde, es sollte zur "grundlegenden Leselektüre in der Schwangerschaft" gehören, um wirklich zu wissen, was Babys brauchen und wie zukünftig unsere Nächte werden können und das dies vollkommend normal sein wird!

Auch für mich, wäre dieses Buch vor der Geburt meines Sohnes hilfreich gewesen! Es hätte alles soviel leichter gemacht und mir und meinem Sohn viele Tränen erspart!

Nirgendwo begegnen sich Eltern und Kind direkter, persönlicher und auch ungeschützter als beim Schlafen - und das in einer für beide wohl einmaligen Umbruchphase. Auf dieser Rüttelstrecke werden Beziehungen geknüpft, gestärkt und auf die Probe gestellt.

Die beiden Autoren erklären genau den kindlichen Schlaf, wie er schon seit jeher ist und das sich bei unseren Babys in den vielen Jahrtausenden unserer Evolution nichts geändert hat. Sie brauchen unsere Hilfe beim Einschlafen, beim Schlafen, beim Weiterschlafen. Manche etwas mehr, manche etwas weniger. Die Kinder die unsere Hilfe etwas weniger brauchen, sind nicht die Regel. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Ob ein Kind nun von Beginn an ein "Gutschläfer" ist, ist auch kein Verdienst von uns Eltern und rühmen müssen wir uns daher auch nicht. Es gibt natürlich einige Tipps und Ratschläge, die für ein eventuell besseres Ein- und Durchschlafen hilfreich sein können. Aber die Autoren geben auch ganz klar an, es sind keine der üblichen Methoden, die von sich behaupten, dass die Kinder das Schlafen lernen. Nein, die Tipps, welche die Autoren in ihrem Buch aufführen, sind lediglich Erfahrungen, die helfen können, es aber nicht müssen. Denn so individuell wie unsere Kinder sind, so individuell sind auch ihre Schlafbedürfnisse. Als Eltern gilt es nun, diese genauen Bedürfnisse zu erkennen, anzunehmen und zu erfüllen.

Wir glauben, dass Kinder mit angeborenen Grundbedürfnissen auf die Welt kommen, die seit vielen tausend Jahren das Überleben unserer Art sichern und die sich durch moderne Erziehungstricks nicht einfach ausschalten lassen. Zu diesen Bedürfnissen gehört auch das nach Nähe und Zuwendung am Abend und in der Nacht. Liebevolles Elternsein bedeutet für uns, nicht an diesem angeborenen Grundbedürfnis unserer Kinder herumzuschrauben, als sei an ihnen irgendetwas kaputt. Sondern nach Wegen zu suchen, unsere eigenen Bedürfnisse mit denen unserer Kinder in Einklang zu bringen. Am Tag und in der Nacht.

Wir werden es gewiss nicht immer so machen können, wie die Kinder es sich wünschen. Kompromisse gehören dazu. In einer nicht perfekten Welt sind Enttäuschungen unvermeidlich - auf beiden Seiten. Darauf sind wir und auch die Kinder eingestellt. 
Aber die Kompromisse dürfen nicht zulasten der kindlichen Entwicklung gehen. In allem, was wir als Eltern tun, gilt es, das "Entwicklungskapital" der Kinder zu schützen, ihr Urvertrauen, ihr Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit und Heimat. 

Wir Eltern müssen von Anfang an wissen, dass wir unser Schlafverhalten mit Kindern so nicht mehr beibehalten können. Wir müssen es nun um ein oder mehrere kleine Menschlein, mit teilweise völlig anderem Schlafverhalten und Schlafbedürfnissen herumbauen und für uns alle gemeinsam eine möglich entspannte und schlaffördernde Lösung finden. Die beiden Autoren geben dabei auch völlig undogmatische Lösungen und helfen uns Lesern dabei alles etwas lockerer zu sehen und uns dabei auch einfach die Bedürfnisse unserer Kinder zu nutze zu machen.
Wieso sollen wir unsere kleinen Babys nicht während des abendlichen Fernsehprogramms in den Schlaf stillen? Sie schlafen beim Stillen ein und wir müssen nicht nervös und gelangweilt dabei im Bett liegen, wenn wir doch selbst noch garnicht schlafen wollen? Oder wieso müssen die Kinder im Bett einschlafen? Ist es doch aus evolutionärer Sicht da am Sichersten wo alle sind? Also kann es gerne auch neben uns auf der Couch einschlafen. Wieso kein Familienbett, wenn es für alle passt? Oder wieso feste Schlafenszeiten? Der immer währende Kampf jeden Abend? Wieso sollten wir uns das antun? Gehen wir jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett? Sind wir immer zu selben Uhrzeit müde?

Wann ein Kind leicht einschläft, bestimmt seine eigene innere Uhr. Feste Schlafenszeiten, die sich nicht an den angeborenen Bedürfnissen des Kindes orientieren, bedeuten deshalb nur Stress und lassen die Schlafenszeit zum Machtkampf werden. 
Lassen Eltern zu, dass ihr Kind ihnen selbst zeigt, wann es müde ist, entspannt sich die Situation. Und wenn Mütter und Väter den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus ihres Kindes erst kennen, können sie auch ganz behutsam darauf einwirken, dass er sich etwas nach vorne oder nach hinten verschiebt.

Ich mag dieses Buch wirklich sehr, es spiegelt unseren so hart erarbeiteten und eigenen Weg der Schlafbegleitung wieder. Ich habe mir noch alles aus vielen Artikeln im Internet zusammenlesen müssen und auch mein Sohn hat mir immer wieder seine Bedürfnisse aufzeigen müssen, bis ich verstand. Manches taten wir auch intuitiv, weil es einfach passte und wir uns damit wohlfühlten. Aber oft auch mit einem schlechten Gewissen, da wir dachten wir würden unser Kind verwöhnen, so wie es oft zu hören oder zu lesen ist. Hier holen uns die Autoren ebenfalls ab und beruhigen uns. Kinder kann man durch die Erfüllung wichtiger Bedürfnisse nicht verwöhnen! Wir starken ihr Urvertrauen! Und eines habe ich in meiner 3,5jährigen Elternzeit auch gelernt: Das Schlafverhalten ist in einem ständigen Wandel. Was heute noch passt, kann morgen schon wieder ganz anders laufen! Darauf müssen wir uns einstellen lernen und flexibel bleiben!

Bitte liebe werdende Eltern und auch liebe Eltern, die mit der derzeitigen Schlafsituation nicht zufrieden seid, kauft euch dieses wundervolle Buch "Schlaf gut, Baby!". Es kann wirklich zu ruhigeren und erholsameren Nächten führen! Nicht weil wir unsere Kinder verändern, sondern weil wir Eltern ein besseres Verständnis für unsere Kinder bekommen werden!

Die Natur zwingt dem Kind ein bestimmtes Schlafverhalten auf. Es ist bekannt, es ist beschrieben: Babys und kleine KInder wachen nachts auf und brauchen den Trost ihrer Eltern. Das ist normal. Damit müssen wir leben.
Es ist nicht Aufgabe des Kindes, dass es seine elementaren Bedürfnisse an die Wünsche seiner Erwachsenen anpasst. Die Eltern sorgen für ihre Kinder, nicht umgekehrt. Die Verantwortung liegt bei uns. Kein Programm der Welt kann sie uns abnehmen. 

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Sonntag, 8. Mai 2016

Zum Muttertag: Mein Dorf ist meine Mama!

Es gibt ein sehr weit verbreitetes altes afrikanisches Sprichwort! "Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf!" Den vollen Umfang dieses Sprichwortes wird man selbst erst erkennen, wenn man eigene Kinder hat! Vorher klingt es wie so eine verstaubte Redensart, die eben die alten Leute sagen... ähnlich dem Spruch "An den Kindern sieht man, wie alt man schon ist" Was habe ich als Kind bei diesem Spruch die Augen gerollt... nun weiß ich was er bedeutet!

Dieses Dorf im eigentlichen Sinne, gibt leider nicht mehr so häufig. Wir wollen als junge Menschen mittlerweile so unabhängig sein, dass es für uns normal ist ein Stück von unserer Familie entfernt zu wohnen. Viele Berufswünsche machen einen Umzug nötig und natürlich auch die Liebe. Durch die große weltweite Vernetzung die in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, können wir nun überall unsere Herzensmenschen finden. Zu Zeiten unserer Großeltern verliebte man sich in den Nachbarsjungen oder eventuell noch jemandem aus dem Nachbardorf. Die dörfliche und familiäre Vernetzung war also immer und zu jederzeit gegeben. Nun nicht mehr!

Wir leben mittlerweile also völlig unnatürlich, wie auch Herbert Renz-Polster und Nora Imlau in ihrem aktuellen Buch festgestellt haben:

Mit unserer modernen Lebenswirklichkeit hat dieses evolutionäre Erbe (unserer Kinder) nur noch wenig zu tun. Nur wenige junge Eltern haben in ihrem Alltag Menschen um sich, die sich für die Versorgung der Kinder und die Entlastung ihrer Eltern verantwortlich fühlen.
Menscheneltern waren noch nie dafür gemacht, alles alleine zu stemmen. Sie brauchen immer andere, um zu arbeiten, aber auch um sich auszuruhen. Denn die Mutter, die ihr Baby versorgt, und die Mutter, die arbeitet, waren in der Geschichte unserer Art immer ein und dieselbe Person. 

Uns fehlen also die vielen Tanten, Cousinen, größere Kinder und weitere Verwandte, die uns bei der Versorgung unserer Kinder helfen können. Viele Mütter leben heute ab Geburt ihrer Kinder völlig isoliert, weil ein soziales Netz einfach fehlt. Die Elternzeit wird damit oft eher zum Tal der Langeweile, als zu einer wundervollen Zeit voller Wunder mit dem neuen Erdenkind. Der Online-Clan bzw. das Online-Dorf, den Susanne von Geborgen Wachsen sehr treffend definiert hat, schafft hier etwas Abhilfe und Vernetzung der Mütter. Aber im wirklichen Alltag, wenn weitere helfende Hände benötigt werden, da kann auch dieser nicht helfen! 

So wurde ich Mutter und mir wurde die Bedeutung dieses kleinen afrikanischen Sprichwortes mit voller Breitseite bewusst! Ist man alleine, ist man zu 100% vollverantwortlich für ein kleines Baby und dieses ist oft auch noch das erste Baby, welches man überhaupt in Händen hält.
Wir erleben eine völlig neue Welt, die uns bei vielen durchwachten Nächten und weinendem Baby schnell an unsere Grenzen führen kann. Stützende Hände sind hier so wichtig!

Zum Glück bin ich nie alleine! Ich habe ein kleines Dorf um mich herum, Verwandschaft die immer hilft oder versucht zu helfen, wenn ich nach Hilfe frage. Leider wohnen sie nicht alle sofort "griffbereit". Und ich hab meine Mama!

Erst wenn man selbst Mama wird, erschließen sich so einige Dinge, die die eigene Mutter in der Kindheit getan hat, von denen man damals den Sinn nicht verstand. Man weiß nun auch, wie "hart" es sein kann Eltern und Mutter zu sein und wie man sich als Mutter in vielen Situationen fühlt. Auch meine Mama hat zwei Kinder und ich lerne nun selbst die Zerissenheit als Mutter kennen, wenn man beiden Kindern gerecht werden möchte. Wie es ist mit den eigenen Kindern mitzuleiden und wie es ist, wenn die eigenen Kinder die Beweggründe der Eltern nicht verstehen und sauer und wütend auf einen sind.

"Wenn du mal selbst Mutter bist, wirst du mich verstehen!"

Ja, auch diesen Satz werden viele von uns als Kinder gehört und die Augen gerollt haben. Als Kind kann man diesen Satz einfach nicht verstehen, es geht nicht! Wir haben all diese Erfahrungen noch nicht gemacht, wir können uns in diesem Umfang nicht in unsere Mütter hineinversetzen. Wir verstehen es wirklich erst, wenn wir selbst zu Müttern werden. 

Und nun ist meine Mama eine Oma. Oma von zwei wundervollen kleinen Menschlein, die sie unendlich liebt und gerade beim Sohn sieht man, wie sehr er auch seine Oma liebt. Ich habe eine wundervolle Mama, die ich jederzeit um Hilfe bitten und auf die ich mich immer verlassen kann. Sie lebt vor! Sie lebte mir als Kind vor, wie man in der Gesellschaft lebt! Sie lebte mir vor, wie man als Mutter sein kann! Und nun lebt sie mir vor, wie man eine Oma ist. 
Vorleben ist ein wichtiges Gut! Es weisst unseren Kindern den Weg und auch wir Erwachsene brauchen weiterhin Vorbilder. 
Ich will irgendwann auch mal solch eine tolle Oma sein, wie es meine Mama nun ist. Ich will für meine Kinder da sein, wenn sie eigene Kinder bekommen und sie unterstützen, wo immer ich es kann. Da auch ich nun auch weiß, wie anstrengend auch mal alles sein kann, wie wichtig Unterstützung und wundervolle aufbauende Worte und offene Ohren sind und sein können. 

Meine Mama macht das toll! Sie ist gleichzeitig eine wundervolle Oma für meine Kinder und weiterhin für mich eine wichtige Stütze in meinem Alltag mit Kindern. Danke Mama, dass du immer da bist! Jetzt verstehe ich dich! 

P.S.: Liebe Schwiegermama, auch du darfst dich bei diesen Sätzen angesprochen fühlen. Denn auch du bist eine ganz wundervolle Mama und Oma! Ich weiß, wenn du näher wohnen würdest, könnte auch ich mich täglich auf deine Stütze verlassen. Auch dir wünsche ich einen wundervollen Muttertag!

Diesen Bilderrahmen mit dem wunderschönen Satz, schenkten wir letztes Jahr meiner Mutter. Nun hat sie zwei Enkel ♥

Montag, 2. Mai 2016

Die Zahlen und das erste Zählen

Inspiriert durch den Spindelkasten nach Montessori, habe ich ein ähnliches Material erstellt, um den Zahlenraum 0 - 0 begreifbar zu machen. Zusätzlich habe ich kostenlose Kontrollkarten entworfen. Zahlen - Mengen - Zählen

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Irgendwann wird sie interessant für unsere Kinder. Die Welt der Zahlen und des Zählens. Sie wollen die Treppen zählen, die sie täglich hoch und runter steigen. Sie wollen von uns wissen, wie die Zahl heisst, die sie auf Schildern in der Stadt entdecken oder einem Buch vorfinden.
Sie wollen Aufgaben von uns erhalten, bei denen sie kleine Mengen abzählen müssen. Zwei Stück Zucker in die Kaffeetasse geben oder die Anzahl an Teller pro Familienmitglied für das Abendessen auf den Tisch stellen. 
Gerade das Lernen von Zahlen und das Abzählen lässt sich ganz wunderbar in den täglichen Ablauf einbauen ohne das wir groß darüber nachdenken müssen. Denn Zahlen und das Zählen gehören einfach zu unserem Alltag.

Unseren Kindern macht es aber auch neben den alltäglichen Dingen Freude, wenn sie Materialien haben, bei denen sie sich gezielt mit einem bestimmten Thema beschäftigen können, welches sie gerade sehr interessiert. Das können eben auch die Zahlen sein. Mathilda von "Emil und Mathilda" hat da schon eine ganze Anzahl an wunderschönen Ideen rund um das Thema Zahlen zusammen gefasst.

Mein Sohn legt sehr gerne Mengen nach und ich habe mir daher überlegt, was ich ihm hier bereit legen könnte, um sein Interesse zu unterstützen.

Von Maria Montessori gibt es den Spindelkasten, denn ich mir dafür als Inspiration heraussuchte und abwandelte, mit den Materialien die ich Zuhause hatte. Ich nahm ein langes Brett und 10 gleiche Teelichtgläser, die ich darauf befestigte. Davor klebte ich die Zahlen von 0 bis 9 und legte in einem weiteren Schälchen exakt die Menge an gleichfarbiger Muggelsteine (45 Stück), die zum Auffüllen benötigt werden. Nicht mehr! Dies kann sonst zur Verwirrung führen. Wieso bleiben da Steine übrig? Wo müssen die Steine noch hin? Es dient somit auch zur Überprüfung, ob die Mengen richtig zugeordnet wurden.

Neben der exakten Anzahl an Muggelsteinen, habe ich zur weiteren Überprüfung und zum Nachlegen für den Sohn, passende Kärtchen gebastelt. Hier sind die Muggelsteine als Punkte definiert und die Steine können darauf abgelegt werden. Wenn er möchte, kann er so ganz alleine und ohne mich arbeiten und nachprüfen, ob er überall die richtigen Mengen zugeordnet hat. 

Als ich ihm das Zählbrett zum ersten Mal gezeigt habe, habe ich ihm vorgeführt, wie es funktioniert. Ich habe mir die Schale mit den Muggelsteinen genommen und die Kärtchen. Zunächst habe ich die Kärtchen passend zugeordnet und die Zahlen dabei laut benannt. Nachdem ich diese abgelegt habe, habe ich die Muggelsteine auf die Kärtchen gelegt und dabei laut abgezählt. War ein  Kärtchen belegt, habe ich die Steine (dabei wieder abzählen) und das Kärtchen in das passende Glas einsortiert. 

Das Zählbrett hat eine Besonderheit, die ich ebenfalls vom Spindelkasten übernommen habe. Die 0. Die Zahl 0 hat die Besonderheit, dass darin kein Muggelstein gelegt wird. Die Zahl 0 steht für einen Wert, der besagt, da ist nichts. Hier es neben der Verdeutlichung durch das Kärtchen, auf dem auch kein Punkt abgebildet ist, auch wichtig in das Glas hineinzugreifen und ebenfalls anzuzeigen, darin ist nichts und auch das Kind hineinfassen zu lassen. Somit wird die Zahl 0 be"greif"bar! 

Inspiriert durch den Spindelkasten nach Montessori, habe ich ein ähnliches Material erstellt, um den Zahlenraum 0 - 0 begreifbar zu machen. Zusätzlich habe ich kostenlose Kontrollkarten entworfen. Zahlen - Mengen - Zählen

Inspiriert durch den Spindelkasten nach Montessori, habe ich ein ähnliches Material erstellt, um den Zahlenraum 0 - 0 begreifbar zu machen. Zusätzlich habe ich kostenlose Kontrollkarten entworfen. Zahlen - Mengen - Zählen

Inspiriert durch den Spindelkasten nach Montessori, habe ich ein ähnliches Material erstellt, um den Zahlenraum 0 - 0 begreifbar zu machen. Zusätzlich habe ich kostenlose Kontrollkarten entworfen. Zahlen - Mengen - Zählen


Da das Material so wunderbar selbsterklärend ist, arbeitet der Sohn gerne alleine damit und ordnet zu. Ich sehe das meist daran, dass die Kärtchen wieder in den Gläsern sind oder/und die Muggelsteine ebenfalls. Am Anfang habe ich einen kleinen Fehler gemacht und die 7 ohne einen Strich gezeichnet. Was mittlerweile die übliche Schreibweise ist. Leider ist für die Kinder die 7 und die 1 damit schwer zu unterscheiden. Auch Mathilda von "Emil und Mathilda" hat das festgestellt. So habe ich ebenfalls den Strich ergänzt und der Sohn hat sich direkt gefreut, dass der Unterschied der beiden Zahlen für ihn nun deutlich zu erkennen ist.
Inspiriert durch den Spindelkasten nach Montessori, habe ich ein ähnliches Material erstellt, um den Zahlenraum 0 - 0 begreifbar zu machen. Zusätzlich habe ich kostenlose Kontrollkarten entworfen. Zahlen - Mengen - Zählen

Für euch habe ich nun die Zahlkärtchen in der neuen Version und mit einem Strich an der 7 ergänzt und zum freien Download zur Verfügung gestellt, wenn ihr an diesem Material ebenfalls Interesse für eure Kinder habt. Ich wünsche euch viel Spaß damit.


Weitere montessori-inspirierte Ideen findet ihr auf meinem Pinterest-Profil oder hier: