Mittwoch, 30. Juli 2014

Auffädeln

Ich war sehr neugierig ob das Herzkind schon Auffädeln kann, weil er das Stecken doch so wunderbar beherrscht. Ich überlegte mir, was denn als erste Übung am einfachsten sein könnte und suchte nach großen schönen Holzperlen, die gut in der kleinen Hand liegen. Fündig geworden bin ich bei Grimm´s Holzspielzeug. Ich liebe die tollen leuchtenden Farben und das es ein deutsches Unternehmen mit Qualität ist. Ich kaufte also die Perlen und als sie dann da waren, legte ich sie zusammen mit einigen Pfeifenreiniger in ein Tablett.

Das Herzkind schaute sich die Perlen interessiert an und ließ sich von mir zeigen, wie das denn mit dem Auffädeln so funktioniert. Das Prinzip hat er natürlich schnell verstanden. Das knifflige daran, ist hier das Umgreifen. Das Kind muss die Perle auf den Pfeifenreiniger aufstecken und durchziehen, bis der Pfeinreinige am anderen Ende wieder erscheint. Dann müsste das eine Händchen umgreifen, damit die Perle nun weitergeschoben werden kann. Auch wenn es uns so einfach erscheint, für unsere kleinen Zwerge ist das ein ganz großer Entwicklungsschritt.






Dienstag, 29. Juli 2014

Farben und Stoffe sortieren

Anna hat in ihrem Blog eine ganz tolle Kategorie, in welcher sie verschiedenste Gegenstände aus dem beliebten Möbelschweden vorstellt und wie man diese im Montessori-Alltag einbinden kann. Seit ich die diverse Blogs besuche und sehe, wieviele Alltagsgegenstände für tolle Lernanregungen genutzt werden können, gehe ich mit einem ganz anderen Blick durch die Geschäfte. Der Möbelschwede steht da da natürlich ganz hoch im Kurs.

Und dort bin ich auf die Stoffproben aufmerksam geworden! Eine ganze Wand voll! Also wenn ihr ein neues Sofa benötigt und euch bei der Stoffwahl noch unsicher seid, dann bedient euch... Zuhause gibt es dann verschiedene Möglichkeiten... natürlich zunächst sich für eine Sofafarbe und Stoff entscheiden und danach... können Farb- und Sortierspiele daraus gestaltet werden.

Es gibt die Möglichkeit verschieden farbige Stoffproben päarchenweise zu sortieren oder Stoffproben identischer Farbe mit unterschiedliche Beschaffenheit (Webart, Leder usw.) ebenfalls paarweise zu sortieren.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Das Herzkind zeigt auch weiterhin kein Interesse an Farben, aber zeigen wollte ich es euch trotzdem. Vielleicht sind gerade eure Kinder in der passenden sensiblen Phase.




Montag, 28. Juli 2014

19 Monate Lebensglück

Gestern war es wieder so weit, schon wieder ist ein Monat rum, schon wieder ist das Herzkind einen Monat älter geworden.
19 Monate ist er nun alt und steckt nun voll in der Autonomiephase. Er hat das NEIN oder besser das NAI für sich entdeckt und kann dies wunderbar, zusammen mit dramatischem Kopfschütteln untermalt, hervorbringen, wenn er etwas nicht möchte. Da man ihn dabei nicht kränken möchte, müssen wir schon aufpassen nicht zu grinsen oder zu lachen, denn es ist einfach zu süß. Ebenso kann er nun eine Schmoll-Schnute ziehen, die einfach ebenfalls nur zuckersüß ist. Grimmig drein schauen kann er dabei natürlich auch. Ich muss das unbedingt noch mit der Kamera einfangen und für die Ewigkeit festhalten. Ich möchte vergleichen können in vielen Jahren ob diese Schmoll-Schnute Bestand hat.

Diese Autonomiephase kann den Eltern einiges abverlangen. Es gilt hier mehr den je auf sinnvolle und wirklich nur nötige Grenzen zu achten, um somit unnötige Konflikte zu vermeiden. Denn daran reiben wir uns nur gegenseitig auf und es macht den Alltag schwer.

Fast der komplette letzte Monat verlief herrlich ruhig, eine regelrechte "Ruhe vor dem Sturm". Das war mir gleich klar, so ruhig kann das nicht dauerhaft sein. Die letzten beiden oberen Eckzähne bahnten sich ihren Weg nach draußen und danach war alles traumhaft. Die Nächte absolut entspannend. Kind um 20 Uhr im Bett, wenn es sich Nachts überhaupt meldete, dann reichten einige Worte der Beruhigung, "dass wir alle noch schlafen" und der Zwerg schlief weiter. Die Tage verbrachten wir auch mit allem was uns Spaß machte und wir waren beide sehr ausgeglichen. 

Der Wortschatz erweiterte sich: Mama, Papa, Nanane, Da, Brumm-Brumm, Wuff-Wuff, Niau (Katze), Tsche-Tsche-Tsche (Zug), Mimi (für Minibagger), NAI, Aua, Boah, 

Das Wort Aua ist derzeit wohl das häufigstverwendete Wort am Tag. Aua ist wirklich alles. Natürlich wenn sich der Keks weh tut, aber auch wenn er sich dreckig macht, wenn etwas runterfällt und auch wenn sich andere weh tun. Das Verständnis das auch andere Menschen Aua haben können entwickelt sich also. 

Sein Gleichgewichtssinn hat einen deutlichen Sprung gemacht. Das Wackelbrett läuft er mittlerweile problemlos, als wäre es nie ein Problem gewesen. Seit einigen Tagen dreht er sich plötzlich im Kreis und hat Spaß dabei. Gezeigt bekommen hat er das von niemandem. Im rückwärts Laufen übt er sich schon seit Wochen und kann das auch immer besser und über längere Strecken... das Nach-hinten-schauen müssen wir allerdings noch üben...

Pusten kann er nun auch. Da haben wir auch ziemlich lange geübt. Gerade bei heißem Essen wird ihm das nun eine Hilfe sein. 

Und dann war es vorbei... seit Mitte letzter Woche merkte ich plötzlich, die Nächte wurden wieder unruhiger und dann fing es auch tagsüber an. Ein nöliges Herzkind, dass nichts mit sich anzufangen weiß. Alles ist doof, alles ist langweilig, nichts ist ok. Superanstrengend! Er hat keine wirklichen Wutanfälle, wie man sie von anderen Kindern in dem Alter kennt. Auf den Bodenwerfen, steif machen, lautes Schreien gibt es hier nicht. Ich muss mir immer wieder anhören, das Herzkind wäre eben ein zartes und ruhiges Kind, daher wäre er da eben so "einfach". Vielleicht ist das so. Vielleicht ist es aber auch, weil ich ihm seine Freiheiten gebe sich zu entfalten und es nur wenige Grenzen gibt.

Wenn er morgens nach dem Aufstehen direkt den Weg nach unten ansteuert, ich aber noch zu den Meerschweinchen hoch will, dann soll er runter gehen und ich gehe hoch. Alles andere würde nur zu großem Gemecker führen. Wenige Minuten später folgt er mir meist sowieso und das auch freudestrahlend, da er sich selbst dafür entschieden hat. Oder er wartet unten auf mich und spielt schon etwas. Damit habe ich schon den ersten möglichen "Krach" des Tages vermieden, weil er garnicht nötig war!

Trotzdem ist es deswegen für mich in solchen Phasen nicht leichter. Ein Kind, dass sich an solchen Tagen selbst nicht leiden kann, zu beschäftigen, ist nicht einfach. Und immer wieder stelle ich fest, man kann garnicht soviel Gelasenheit tanken, in Phasen der Entspannung. Ruckzuck fühle ich mich wieder genervt, vor allem Nachts. Mein Kryptonit!
Dass Herzkind kommt Abends nicht zur Ruhe, wird nicht müde. Ins Bett bekommen wir in meist erst gegen 22 Uhr. Nachts wird er mehrmals wach und morgens war er nun auch schön öfters zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr wach... der Mittagsschlaf rückt also vor (diesen macht er nun seit knapp 2 Wochen auch wieder) und damit müsste er Abends eigentlich hundemüde sein, aber nein... und dazwischen pure Unzufriedenheit... schnauf... da helfen nur noch Atemübungen...

Man würde den kleinen Zwergen ja gerne helfen und ihnen ihre Unzufriedenheit abnehmen. Natürlich geht es nicht, zum Einen weiß ich oft garnicht, weswegen er nun so unzufrieden ist. Er kann es mir ja noch nicht wirklich sagen, und zum Anderen müssen alle Kinder diese Phasen in ihrem Leben durchmachen, daraus lernen und daran wachsen. 

Ich bin an deiner Seite mein kleines Herzkind und wir werden auch diese gemeine Phase gemeinsam meistern.


Mittwoch, 23. Juli 2014

Montessori ist oft so weit weg...

Ich muss euch heute von einem Erlebnis gestern erzählen. Ein Erlebnis, welches mich so traurig macht und zeigt, dass für viele Maria Montessori einfach nur eine Frau in der Vergangenheit ist. Wenn sie sie denn überhaupt kennen. Und die damit verbundene Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Kinder ebenfalls...

Das Herzkind und ich sind gestern zum Möbelschweden gefahren, ein Land der unbegrenzten Montessori- und Stoffwindelmöglichkeiten... dazu aber ein anderes Mal mehr! Nachdem wir uns durch alle Bereiche durchgearbeitet und bezahlt haben, strebten wir noch etwas zu Essen an. Wir machten es uns damit gemütlich und knabberten die leckeren Tomaten-Mozzarella-Taschen. Ich brach sie dem Herzkind in Stücke, da sie Innen immer so verdammt heiß sind. Ich legte die Stücke auf eine Serviette und reichte sie ihm. Er bediente sich selbstständig, beobachtete dabei interessiert die Umgebung und die Leute und trank zwischendurch auch aus seiner Wasserflasche. Kein Streß, alles absolut relaxt.

Dann hörte ich hinter einer der Säulen plötzlich ein Aufweinen, gefolgt von einem "Wenn du so weiter machst, bleibst du eben einfach hier! Ich hab hier keine Lust mehr drauf!" Mutter und Oma kamen zum Vorschein und ein Stück dahinter ein trauriges kleines Mädchen. Was müssen solche Sätze für Ängste auslösen? Alleine gelassen werden, obwohl die Kleinen wissen, wie abhängig sie von uns Erwachsenen noch sind. Nachdem ich diese Szene weiter beobachtete erkannte ich auch das eigentliche Problem. Die beiden Erwachsenen haben etwas zum Essen gekauft, die Kleine mochte dies natürlich essen, allerdings selbst essen und nicht nur aus der Hand der Oma. Als sie dies immer wieder andeutete, selbst essen zu wollen, wurde nur von Mutter und Oma im scharfen Ton entgegnet sie soll abbeißen, sie würde sich sonst nur schmutzig machen...
Das kleine Mädchen trottete unglücklich hinter seiner Familie her. Unglücklich nicht alleine essen zu dürfen, unglücklich nicht über sich selbst entscheiden zu dürfen, unglücklich darüber, dass es für nicht fähig erklärt wird zu essen, weil es sich schmutzig machen könnte...

Ich schaute mein Kind an, welches so völlig entspannt seine Tomaten-Mozzarella-Taschen knabberte und sein einziges Problem war, dass ich kein weiteres Leitungswasser eingepackt hatte (Trinkflasche war schon leer) und ihm das von mir gegebene Mineralwasser in der Nase bitzelte.

Natürlich, ich mag es auch nicht, wenn die Klamotten vom Herzkind dreckig sind. Also gerade diese hartnäckigen Flecken, die man zig mal Einweichen muss und bearbeiten darf, bis sie mal wieder draußen sind. Aber ihm deswegen die Selbstständigkeit verweigern? Wie soll er dann überhaupt lernen immer besser und sicherer zu essen? Warum nimmt man nicht einfach Ersatzkleidung mit oder große Lätzchen, die man dem Kind umlegt beim Essen? Tja, hier wäre man wieder selbst in der Verantwortung die Umgebung für das Kind vorzubereiten... bevor man sich aber solche Arbeit macht, lässt man lieber ein kleines unglückliches Kind zurück.... das sich dann auch noch selbst verantwortlich fühlt an dieser Situation, weil es kann ja nicht essen, es würde sich sonst dreckig machen...

Wieso machen es sich Eltern so schwer? Wieso tun sie zwar so, als wollen sie selbstständige Kinder, aber fördern es doch nicht? Wo ist Maria, wenn man sie braucht? Sie hat das alles schon in ihrer Zeit so wunderbar erklärt und auf den Punkt gebracht:

Wir dienen den Kindern. Eine servile Handlung ihnen gegenüber ist nicht weniger fatal als eine Handlung, die danach strebt, ihre nützlichen, spontanen Bewegungen zu ersticken.
Wir halten die Kinder für leblose Puppen, wir waschen und füttern sie, wie sie es mit Puppen tun. Wir denken nie daran, dass ein Kind, das etwas nicht tut, dies auch nicht tun kann, es aber später tun muss, und von Natur aus über alle Mittel verfügt, es zu lernen: Unsere Pflicht ihm gegenüber besteht schließlich darin, ihm behilflich zu sein, sich eine nützliche Handlungsweise zu eigen zu machen. Die Mutter, die das Kind füttert, ohne die geringste Mühe daran zu wenden, ihm beizubringen, wie man einen Löffel hält und den Mund sucht, oder, während sie selbst isst, es nicht mindestens auffordert, zuzuschauen, wie sie es macht, ist keine gute Mutter. Sie beleidigt die Menschenwürde ihres Kindes, behandelt es wie eine Puppe, während es doch ein von der Natur ihrer Fürsorge anvertrauter Mensch ist. Wer sollte wohl nicht verstehen, dass es einer sehr langwierigen, schwierigen und geduldigeren Arbeit bedarf, ein Kind zu lehren, wie man isst, sich wäscht, sich anzieht, als es zu füttern, zu waschen und anzuziehen?
Die erstgenannte Aufgabe ist die des Erziehers, die zweite, die niedrige und leichte, ist die des Knechtes.

- Maria Montessori -

Nachdem das Herzkind übrigens völlig "unfallfrei" seine Tomaten-Mozzarella-Tasche verdrückt hat (Übung macht eben den Meister!), gab es noch ein lecker Eis hinter her, welches er voller Glückseligkeit knusperte.... ich bekam auch ab und zu etwas davon ab ;)




Dienstag, 22. Juli 2014

Das Buch für alle werdenden Eltern

Immer wieder wird in Bloggerkreisen das Thema aufgegriffen, braucht es wirklich Erziehungsratgeber? Und welche denn überhaupt, bei dem unüberschaubaren Angebot? Reicht nicht die eigene Intuition als Eltern, um alles richtig zu machen?

Die eigene Intuition reicht in meinen Augen leider nur bedingt aus. Es gibt ein Bauchgefühl, welches wohl schon seit Urzeiten in einem steckt, dass uns eigentlich genau sagen würde, was wir mit einem schreienden Baby tun sollten, wie wichtig die Nähe ist, wie dringend uns das Baby braucht. Dieses Bauchgefühl wird aber oft durch unsere eigene erfahrene Erziehung in der Kindheit überdeckt und bildet dann unser "Bauchgefühl". Je nach erfahrener Erziehung mag das weiterhin gut sein, leider stammen wir aber aber von Generationen der "Schwarzen Pädagogik" ab und "Schreien lassen", "Grenzen aufzeigen" und vieles mehr gehörte dort zu alltäglichen Erziehung. Wie oft hören wir diese "Erziehungs-Tipps" denn heute noch? Mehr als genug! Zu oft noch!

Durch diese vielen tollen Tipps werden wir als Jungeltern verunsichert, durch unser eigene Erziehung, die tief in uns steckt ebenfalls. Viele von uns wissen garnicht mehr, was die natürliche und bedürfnisorientierte Erziehung unserer Kinder ist. Wie einfach alles wäre, wenn wir uns an diese halten würden. Ich weiß jedenfalls, ich hätte mir einiges an Streß sparen können!

Daher möchte ich euch heute das Buch "In Liebe wachsen" vorstellen. Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ein wundervolles Buch. Der Autor greift wirklich so ziemlich alle Themen auf, die viele Eltern doch versunsichern. 

Warum die Kleinen nicht alleine schlafen wollen, warum sie sich nicht nach der Uhr stillen lassen möchten. Warum schläft es nicht durch? Wird mein Kind wirklich zum Tyrann, wenn ich ihm keine "Grenzen aufzeige"? Warum weinen lassen keine Lösung ist und Bestrafungen im Allgemeinen und Konkreten auch nicht. Wie sieht es in anderen Ländern mit dem Familienbett, dem Stillen usw. aus, warum ist es dort normal oder geht es relaxter zu? 

Dr.Carlos Gonzales gibt hier keine Patentrezepte, wie wir unsere Kinder erziehen sollten, sondern zeigt in Hinblick der Ethik, dass eben nicht alles ok ist, was wir mit unseren Kindern tun, auch wenn es vielleicht wirkt:

Nein, im Umgang mit Erwachsenen ist nicht alles okay. Es gibt Dinge, die man prinzipiell tut oder lässt, unabhängig davon, ob sie "funktionieren" oder "nicht funktionieren".
In diesem Buch trete ich dafür ein, dass es auch im Umgang mit Kindern Prinzipien gibt. Wir könnten mit gewissen Methoden vielleicht erreichen, dass unsere Kinder "besser essen", mehr schlafen, ohne Widerstand gehorchen oder leiser sind..., aber wir dürfen sie keinesfalls einsetzen. Und dies nicht notwendigerweise deshalb, weil diese Methoden unnütz oder schädlich wären, und auch nicht, weil sie ein "psychologisches Trauma" auslösen. Einige Methoden, die ich in diesem Buch kritisiere, sind effektiv, und es kann sogar sein, dass einige unschädlich sind.
Aber es gibt eben Dinge, die macht man einfach nicht.

"Dinge, die macht man einfach nicht"... Ein Satz, den man im Umgang von Erwachsenen mit Erwachsenen so oft hört. Den Kinder später auch öfters hören werden... "das macht man einfach nicht"... aber bis unsere Kinder als Erwachsene angesehen werden, als diese geachtet werden, scheint man ihre Bedürfnisse recht wenig zu beachten und es werden Dinge mit ihnen getan, da würde jeder Erwachsene laut aufschreien, protestieren und sich dagegen wehren! Aber mit unseren Kindern können wir es ja machen, sie sind klein, sie sind wehrlos....

Wie wir unsere Kinder zu erziehen haben, scheint jeden etwas anzugehen... alle haben Ratschläge für uns. Die Bücherregale in den Buchhandlungen quellen zu diesem Thema über! Nicht nur die allgemeinen Ratgeber. Nein, zu jedem Bereich, sei es Schlafen, Essen, Stillen usw. gibt es nochmal zig weitere verfasste Ratgeber. Die Auswahl ist grenzenlos und verwirrt uns als Eltern nur noch mehr. 

Wir wollen nur das Beste für unsere Kinder. Aber auf die natürlichsten Bedürfnisse unserer Kinder gehen wir oft nicht mal ansatzsweise ein, da wir geblendet sind von sovielen Ratgebern und gutgemeinten Ratschlägen. Wir hören mehr auf das was Andere sagen, als auf unsere eigenen Kinder.

Der Autor zeigt uns auf was möglich ist. Ein entspanntes Miteinander mit unseren Kindern, keinen Streß mehr, weil wir unsere Kinder nicht dazu bekommen, im eigenen Bett zu schlafen oder sie nicht das Gemüse essen möchten. Keinen Streit um Nichts. Keinen Streß um Dinge, die eigentlich den natürlichen Bedürfnissen unserer Kinder entsprechen.

Ich möchte dem Buch damit nicht weiter vorweg greifen. Es liest sich wirklich sehr gut, sehr flüssig und an so mancher Stelle ist der Autor schwer ironisch, um die Leser auf diese Art, auf den Fehler im System hinzuweisen.

Das Buch kann z.B. bei der La Leche Liga direkt bestellt werden oder wer sowieso noch ein paar Stoffwindeln shoppen möchte, dem empfehle ich Natürlich-Familie. Dort habe ich mein Buch auch gekauft.

Abschließend möchte ich noch die letzten Zeilen von Carlos Gonzales aus dem Buch zitieren. Ein Appell an uns alle:

Wir waren Kinder, und jetzt sind wir Eltern. Es sind so viele Jahre vergangen, aber so wenig Zeit, dass wir uns manchmal über den Rollentausch wundern. Plötzlich sehen wir unsere eigene Kindheit und unsere eigenen Eltern in einem anderen Licht. Wir sehen unsere Kinder an und fragen uns: Welcher Tag, welcher Satz, welches Abenteuer wird für sie zu einer bleibenden Erinnerung? Welche Schmerzen werden in ihrer Seele stecken bleiben und welche Freunden werden sie wie einen Schatz bewahren?
Die glücklichsten Tage Ihres Kindes stehen bevor. Es liegt nur an Ihnen.




Montag, 21. Juli 2014

Unsere erste Knete

Bisher habe ich mich an Knete nicht rangetraut. Der gekauften Knete traute ich bisher nicht so recht, was ist, wenn der Zwerg sie doch aufessen will? Und an die Knet-Rezepte traute ich mich ebenfalls nicht... naja... es muss eben für Alles ein erstes Mal geben und als in dem Buch "Kleinkinder fördern mit Maria Montessori" das Thema Knete als Lernanregung aufgezeigt wurde, sogar mit Rezept, hab ich mich also dich gewagt... 

Ich sag mal so: Es hätte schlimmer werden können, aber toll war die Knete nun auch nicht. Ich spare es mir daher das Rezept hier niederzuschreiben. Und verweise darauf, dass es für Kinder toll ist mit Knete zu spielen, sie zu formen, Gebilde zu erschaffen, sie wieder zu zerstören und von vorne zu beginnen. Die Fingerfertigkeit wird ebenfalls damit trainiert.

Das Herzkind fand nur eines toll, die Knete mit dem Kindermesser zu massakrieren... ich habe auch noch eine ganz tolle Farbe angemischt und es sah aus wie feines Mett... ich als Vegetarierin... egal! Das Herzkind hatte seinen Spaß, war hochkonzentriert und beschäftigt. Nur das zählt! :)

Und wer jetzt einfache und richtig gute Knetrezepte hat, darf sie gerne posten. Das Thema Knete ist hier noch ausbaufähig! ;)



Eine kleine Brandblase am kleinen Finger... die Zweite, die er nun hat... beim gemeinsamen Kochen, ist der Zwerg an die Pfanne gekommen...


Freitag, 18. Juli 2014

Auto-Waschtag

Bei solch einem unglaublich heißem Wetter kann man eigentlich nichts anderes machen, als was für die Kleinen zur Verfügung zu stellen. Wasser, Quell des Lebens. Es übt einfach eine magische Anziehungskraft auf alle Lebewesen aus, egal ob jung oder alt. Und gerade unsere Kleinen, welche sich sowieso nicht in allem Bereichen erfahren müssen können von Wasser nicht genug bekommen.

Die Möglichkeit weitere Lernanregungen einzubauen. Gestern die kleine Küchen-Schrubb-Bürste. Es muss ja nicht immer Gemüse oder dreckige Hände sein, die man damit reinigt.... auch die Spielzeug-Autos brauchen mal wieder eine Wäsche und das Herzkind war mit Volleifer dabei! Eine wundervolle Übung der Hand-Augen-Koordination und Vorbereitung auf die Übungen des täglichen Lebens. Nachdem alle Autos geschrubbt waren, kann man die Bürste natürlich auch an sich selbst ausprobieren... interessantes Gefühl ;)

P.S.: Wir haben eine große Kiste von Freunden geschenkt bekommen, deren Tochter (ja, auch Mädchen mögen Autos) aus dem Alter herausgewachsen ist. Die letzten Monate standen sie versteckt im Keller. Nachdem BRUMM-BRUMM nun immer begehrter wurde, holte ich die Kiste hervor... endlose Beschäftigung für den Zwerg. Autos aus der Kiste, wieder rein, überall im Erdgeschoß verteilen, wieder einsammeln usw. Er liebt seine Autos!

P.P.S.: Kinder die kein Interesse an Autos haben, wollen vielleicht ihre Schleich-Tiere waschen oder auch die Puppe, was ebenfalls eine tolle Übung ist und sie sich zugleich auch mit dem eigenen Körper beschäftigen und dies auf die Pflege der eigenen Person übertragen können.






Donnerstag, 17. Juli 2014

Wie machst du das, wenn...

Jeden Montag in der Krabbelguppe: Wir sind ein bunter Haufen Mamis mit ihren kleinen Kindern, welche noch zu klein sind für den Kindergarten. Im Schnitt vom Krabbelalter bis ca. 2,5 Jahren. Die Krabbelgruppe befindet sich im Kindergarten, dort dürfen wir uns frei bewegen und nun im Sommer sind wir natürlich auch viel draußen.

Die Zwerge toben sich aus, spielen in der Sandgrube, toben über die Wiese und dürfen erste Freundschaften knüpfen und soziale Interaktionen üben. Nicht nur für die Kleinen sind Krabbelgruppen toll, sondern ebenso für uns als Mamis. Wir können uns austauschen über alle alltäglichen Dinge und natürlich taucht nicht selten die Frage auf "Wie macht du denn das?"

Diesmal ging es um das Trotzen, Toben und "Nein-Ignorieren" und auch wieder viel mir ein Satz auf, den ich so bzw. so ähnlich doch schon recht oft gehört habe: "Ich habe nichts an Deko und Co weg geräumt!" Oft verbunden mit: "Er/sie muss lernen, dass diese Dinge Tabu sind."

Ich denke darüber etwas anders und finde mit solchen Statements machen wir es uns als Eltern und auch den Kindern nur unnötig schwer im Leben. Versetzen wir uns mal in die Lage unserer Kinder. Sie kommen in eine fremde Welt, sie müssen alles erlernen, für sie ist alles neu und sie sehen was wir tun, was wir benutzen, was wir in Händen halten und wollen dies natürlich auch. Sie wollen es, weil es ihrem tiefsten Naturell entspricht. Sie wollen wachsen und lernen. Und was tun wir? Wir schimpfen, wir schauen böse, erheben vielleicht unsere Stimme und nehmen ihnen die Dinge wieder weg! Immer wieder und wieder!
Schrecklich, oder?  Würden wir uns das bieten lassen? Nein, wir möchten gleichwürdig behandelt werden! Aber wieso gestatten wir das nicht unseren Kindern?

"Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen" sagt Maria Montessori. Und wie behandeln wir Gäste? Unsere Kinder werden nur eine kurze Zeit in ihrem Leben vollkommend von uns abhängig sein und unserer Hilfe benötigen. Danach möchten und werden sie von uns unabhängig werden. Wir müssen ihnen den Weg dafür bereiten und somit die Umgebung vorbereiten.

Wir können nicht davon ausgehen, nur weil wir "zuerst da waren", dass wir auch ein Vorrecht haben. Unsere Dinge standen schon vor dem Kind da, also hat es diese auch so zu belassen. Welch egoistisches Verhalten! Es hat nichts mit Erziehung zu tun, zu meinen "das Kind hat zu lernen, dass es diese Dinge nicht anfassen darf". Lernt das Kind nicht viel eher etwas anderes? Wird es sich fragen, ob es überhaupt gewünscht ist, wenn es nichts von dem, was ihn wirklich interessiert anfassen darf? Wenn es ständig nur NEIN hört? Würden wir irgendwann noch auf ein NEIN hören? Sollte NEIN nicht eine Ausnahme darstellen, um dem Kind die Wichtigkeit dieses Wortes aufzuzeigen? Jeder kennt doch die Geschichte, über den Hirtenjungen: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht!" Ähnlich verhält es sich mit dem NEIN. Wieso noch darauf achten, wenn es belanglos ist?

Dieses Denken ist veraltet und liegt eigentlich Generationen zurück. Schon Maria Montessori erkannte dieses Problem:

Das erste Mal streckt diese kleine Hand sich nach einem Ding aus, und diese Bewegung stellt die Kraft des kindlichen Ichs dar, in die Welt einzudringen. Der Erwachsene, statt dies zu bewundern und zu achten, fürchtet sich vor diesen Händchen, die nach den das Kind umgebenden, wertlosen und unwichtigen Dingen greifen, und alsbald wird er zum Verteidiger der Gegenstände wider das Kind. Er beeilt sich, dem Kind einzuschärfen: "Rühr das nicht an!" so wie er ihm befiehlt, sich nicht zu bewegen und nicht zu sprechen.
Die Abwehrhaltung im Unterbewusstsein des Erwachsenen führt ihn dahin, bei anderen Menschen Hilfe zu suchen, als handle es sich darum, einen heimlichen Kampf gegen eine Macht zu führen, die sein Behagen und seinen Besitz bedroht.
Das Kind, das seiner Umwelt die Elemente entnehmen sucht, die es zu seinem geistigen Aufbau braucht, muss diese Elemente in seinen Besitz bringen können. Wenn das Kind sich also in einer konstruktiven Art benehmen soll und seine Hände zu einer Arbeit gebraucht, so muss es rungs um sich Gegenstände finden, die es zu solcher Arbeit anregen. Aber in der häuslichen Umgebung nimmt auf dieses sein Bedürfnis niemand Rücksicht. Die Dinge, die das Kind umgeben, gehören den Erwachsenen und sind für deren Gebrauch bestimmt, für das Kind sind sie verboten, "tau". So versucht der Erwachsene, ein für die kindliche Entwicklung lebenswichtiges Problem durch Verbote zu lösen. Gelingt es dem Kinde dann, einen Gegenstand, der ihm in die Hände fällt, auch wirklich zu ergreifen, so benimmt es sich fast so wie ein verhungerter Hund, der einen Knochen findet und in einem Winkel benagt, in dem Bemühen, sich mit einem Ding zu nähren, das ihm nicht ausreichend nähren kann und voll Angst, man könnte es ihm wieder entreißen.

Lässt all dies nicht erkennen, dass der angebliche Trotz und die Reaktionen der Eltern hausgemacht sind? Sie entstünden nicht, würde man auf das Kind und seine wichtigsten Bedürfnisse eingehen. Wir Eltern dürfen ihnen nicht verwehren, was sie so dringend benötigen um zu lernen! 

Natürlich gibt es Haushaltsgegenstände, welche wirklich noch nichts für ganz kleine Kinderhände sind oder auch Deko, die man sehr schätzt und an denen man hängt. Hier muss man Kompromisse eingehen. Deko wegräumen oder hochstellen, so werden Diskussionen komplett vermieden und wenn das Kind groß genug ist, um wirklich zu verstehen, warum Mama nicht möchte, dass es da dran geht, dann kann die Deko gerne wieder trapiert werden. Und auch wenn mal etwas kaputt gehen sollte, auch wenn es das tollste Erinnerungsstück war... ist uns nicht auch schon oft genug etwas kaputt gegangen? Waren wir nicht selbst deswegen zu Tode betrübt und/ oder beschämt? Brauchten wir dann noch Rüge von Anderen oder haben wir nicht schon selbst verstanden, was da gerade passiert ist?
Gefährliche Haushaltsgegenstände oder Mittel sind bei mir aus dem Sichtfeld des Herzkindes verbannt. Öffne ich die Spülmaschine hole ich als Erstes die wirklich sehr scharfen Messer heraus, normale Messer, Gläser usw. räume ich zusammen mit dem Herzkind aus und wir erweitern seine Möglichkeiten Stück für Stück.

Das Herzkind ist zufrieden, wenn er mithelfen kann, wenn er das tun darf, was auch wir tun und wenn er dabei ist. Ich habe meinen Haushalt so umgestellt, dass ich ihm im Grunde nichts verwehren muss und Machtkampf-Situationen garnicht erst entstehen können. So ist dann auch das möglich, was Maria Montessori erwartet:

Es ist ungemein wichtig, dass es dem Kind überlassen bleibt, spontan die Handlungen zu wählen und auszuführen. Die konstruktive Bewegung nimmt ihren Ausgang von Handlungen, die das Kind in seiner Umgebung beobachtet hat.

Nur durch eine vorbereitete Umgebung, welche Maria Montessori immer wieder erwähnt, kann ein Kind lernen und wachsen. Betrachten wir unsere Wohnungen mit Kinderaugen, betrachten wir Situationen, in denen das Kind und wir als Eltern anderer Meinung sind. Gibt es nicht Dinge, die wir ändern können?



Mittwoch, 16. Juli 2014

Blueberry Capri

Wohl eine der meistverwendeten Stoffwindel Überhosen sind die Capri von Blueberry. Wenn man sich im Stoffwindel-Dschungel durchfragt, erhält man auf Nachfrage nach guten Überhosen zig mal Capri als Antwort.

Auch ich hatte mich daher dafür entschieden, dass die Capri´s als erste Überhosen bei mir einziehen sollen. Ich kaufte mir also das Testpakekt von Stoffywelt.de, worüber ich hier schon kurz berichtet habe. Nun möchte ich euch die Capris auch mal näher vorstellen. Neben den zwei neuen Capris aus dem Testpaket, konnte ich auch eine kaum gebrauchte Capri aus den Kleinanzeigen ergattern. Man muss da wirklich flink sein und auch etwas Glück haben, denn so schnell wie die gebrauchten Überhosen eingestellt werden, sind sie meist auch schon wieder reserviert und verkauft. Ein Punkt der schon für sich spricht und zeigt, wie gerne diese Überhosen verwendet werden.

Hat man eine Capri in der Hand, kann man auch schon die Qualität erfühlen. Sie sind sehr gut verarbeitet, haben einen guten Gummizug, die Laschen sind schön groß und haben tolle doppelte Beinbündchen. Es gibt zwei Versionen, mit Klett oder mit Druckknöpfen, welche auch in dem Testpaket in beiden Versionen enthalten sind, um für sich zu ermitteln, ob einem Klett oder Druck besser gefällt. Bei der Klettversion ist der Gegenklett praktischerweise oberflächlich angebracht, so dass dieser ganz schnell und einfach vor dem Waschgang  gegen geklettet werden kann. 

Was einem ebenfalls sofort auffällt sind die wunderschönen strahlenden Farben und tollen Muster der Capris. Man kann sich kaum entscheiden, welche einem besser gefallen, was eindeutig zu einer Suchtfalle werden kann... Zum Glück gibt es auch ein paar reine Mädchenversionen, die ich mir für den Zwerg nun nicht kaufen würden. Generell scheint es diese Musterversionen schon recht lange zu geben und die stoffsüchtigen Mamis rufen schon laut nach Neuen, um ihre Regale auffüllen zu können. 

Die Capris fallen recht groß aus, so dass es auch eine Neugebornen-Version gibt. Ansonsten sind es One-Size. Dies bedeutet man kann sie laut Herstellerangaben von 5 - 16 kg verwenden und entsprechend mit den Druckknöpfen auf die aktuelle Größe des Kindes anpassen. Die Druckknöpfe sind wirklich sehr stabil und fest und halten wunderbar. Anfänglichst kamen sie mir sogar fast zu stabil vor und ich hatte Angst die komplette Überhose auseinander zunehmen, wenn ich noch etwas mehr daran ziehe. Sie ist deutlich breiter aufgebaut im Schritt als z.B. eine Grovia Shell oder Milovia Überhose und baut daher, meiner Meinung, ein etwas größeres Windelpaket auf. Dafür kann natürlich auch ordentlich mit Saugmaterial gestopft werden, was gerade bei meinem kleinen Vielpinkler von Vorteil ist.

Die doppelten Beinbündchen halten was sie versprechen und es ist noch kein einziges Mal Stuhl an ihnen vorbei gekommen. Ebenso verhindert auch der Geummizug im Rücken eine Stuhlexplosion in diese Richtung... davon könnte ich Geschichten bei den Wegwerfwindeln erzählen....

Unterschied Klett zu Druckknöpfen: Ich weiß nicht, ob es dies wirklich so ist oder ich einfach die richtige Technik noch nicht raus habe. Ich finde das die Druckknopfversion wesentlich besser sitzt, als die Version mit Klett.... was ich allerdings auch schon öfters von anderen Müttern gelesen habe. Die Druckknöpfe schließen am Bauch wunderbar ab undd sitzen somit perfekt (siehe hier) Bei der Klettversion ist von Windel zu Bauch immer eine Lücke, was eventuelle eine Schwachstelle bilden könnte. Uns ist die Capri am Bauch bisher aber noch nie ausgelaufen, weder bei Druck noch bei Klett, denn die Lasche ist natürlich ebenfalls aus dem PUL-Stoff und liegt über der Saugeinlage. Wahrscheinlich ist daher die abstehende Klettversion eher ein Schöhnheitsfehler als ein Manko. Wer dieses Problem nicht kennt, kann mir gerne seine Anzieh-Technik verraten, dann kann ich dies hier ergänzen.

Hat das Saugmaterial seine Grenzen erreicht, beginnen hier zunächst die Beinbündchen feucht zu werden und (dort ist wie eigentlich bei allen Überhosen dann auch die Schwachstelle) die Feuchtigkeit beginnt in die Kleidung zu wandern und die Überhose "läuft aus". Hier muss ganz klar auf das Saugmaterial und die Tragedauer geachtet werden. Aber, wie schon geschrieben, dies gilt für alle Überhosen und Stoffwindeln. 

Capri Überhosen sind somit defintiv einen Kauf wert (oder auch meherere *hust*), sie sind verlässliche und schicke Überhose, stabil und haben zusätzlich auch einen hohen Wiederverkaufswert, was sicherlich auch in so manche Kaufentscheidung mit einfliesst.




Klett-Version

Druckknopf-Version
Capri Überhose mit Cosies-Baumwoll-Prefold bestückt - diese wird gedrittelt in die Überhose eingelegt


Hier kann man die doppelten Beinbündchen und den guten Abschluß erkennen


Etwas unscharf, aber trotzdem gut sichtbar der beschriebene Abstand bei der Klett-Version. Hier kann kann man die Lasche erkennen und somit die Lücke zwischen Windel und Bauch.

Dienstag, 15. Juli 2014

Steckturm - DIY reloaded

Immer wieder durchforste ich meinen Materialschrank und schaue nach, was ich mal wieder verwenden könnte. Heute habe ich den selbstgebastelten Steckturm wieder entdeckt und im Keller ein paar Gardinenringe.... deutlich kleiner als die Letzten! Das ist natürlich wieder eine Herausforderung, da bewegen sich die kleinen Fingerchen und ruckzuck sind die Ringe aufgesteckt... und wieder herunter und wieder von vorne...

Kinder lieben Fingerübungen, sie wollen ihre Hand-Augen-Koordination immer weiter verfeinern und im Haushalt finden sich wirklich viele Ideen um Steckspiele zu ermöglichen. Schaut euch um :)

Was sind eure Ideen? Was habt ihr schon zu Steckspielen umgewandelt?








Dienstag, 1. Juli 2014

Upcycling eines Meerschweinchenkäfigs

Die meisten im Handel erhältlichen Meerschweinchenkäfige sind in der Regel nicht geeignet für die Meerschweinchenhaltung... entweder sie sind zu klein oder die Plastikwanne so hoch, dass die Tiere nichts sehen können. 
Als Pflegestelle habe ich früher viele dieser Käfige bei Abgabe der Tiere mit dazu bekommen. Die angeblich "soooooo" großen Käfige entpuppten sich als Winzbehausungen und ich trauerte jedesmal um die vergangene Lebenszeit der Tiere in diesen winzingen Dingern. Früher habe ich die Käfige daher gesammelt und zum Sperrmüll gebracht. Natürlich vorher entsprechend zerstört, damit niemand die Käfige aus dem Sperrmüll fischt und meint da kann man Tiere rein setzen...

Jetzt mit Kind entwickelt man für viele Dinge, die man früher entsorgt hätte, ganz neue Sichtweisen. Man überlegt genau, kann ich das nicht noch für irgendetwas brauchen. Und so kam mir da eine Idee! Ich hatte hier noch einen Käfig stehen, der beim Transport leider Schaden genommen hat und somit an zwei Ecken undicht war. Als Meerschweinchenkäfig nicht mehr geeignet und ohnehin zu klein... aber man könnte doch...?

Genau, eine Sandkiste daraus machen! Das Herzkind liebt die kleinen Sandmuscheln, welcher er bei beiden Großeltern vorfindet und kann sich damit wunderbar verweilen. Da unser Garten leider immer noch brach liegt und es sicherlich auch noch eine Weile so sein wird... musste auch etwas her... extra etwas gekauft, hätte ich aber nicht. Der alte Käfig bot sich daher förmlich dafür an. Das Gitteroberteil wird Abends wieder drauf gesetzt, so dass auch keine Katze aus der Nachbarschaft ihre Notdurft darin verichten kann. Perfekt!

Nicht nur als Sandkasten, sondern auch für weitere Sensorikwannen mit Reis, Linsen, Walnüßen usw. können ausgediente Käfigschalen verwendet werden. Eine wundervolle Idee und defintiv eine geeignetere Verwendung anstatt eines Meerschweinchenkäfigs, der viel zu klein ist....





Und nach dem Spielen wird gekehrt! Vorbildlich... an der Technik müssen wir noch üben... ich kehre dann nach ;)

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