Mittwoch, 31. Dezember 2014

Die selbstgebaute Spielküche

Heute möchte ich euch die wundervolle Spielküche vorstellen, welche mein Mann für unser Herzkind gezaubert hat.
Lange habe ich gebibbert und gezittert, ob sie zum Weihnachtsfest fertig werden würde. Mit einigen Einschränkungen hat es auch geklappt. Einige Dinge müssen/wollen wir, wie es zeitlich dann passt, noch nachrüsten.

Ich habe mir sehr lange Gedanken gemacht, ob es eine gekaufte oder eine selbstgebaute Spielküche werden soll. Generell hätte ich nämlich nichts gegen eine hübsche Gekaufte einzuwenden gehabt, wenn sie gewisse Kriterien erfüllt hätte. Wichtig war mir, dass sie 1. aus Holz ist. Einem wundervollen natürlichem Material mit angenehmen Farben. Sie sollte 2. viel Platz und Stauraum bieten. Ich habe es als Kind in der eigenen Spielküche schon nicht leiden können, dass ich das Geschirr, Besteck usw. in den Backofen stellen musste... da fehlte mir die Logik! Und als 3. Punkt war mir auch die Arbeitshöhe sehr wichtig. Eine Kinderküche soll lang bespielbar sein und viele Küchen, die es zu kaufen gibt, haben gerade mal Arbeitshöhen von 40-45 cm... die Kinder sind dann recht schnell aus der Küche herausgewachsen, müssen sich ständig nach unten bücken beim Hantieren. Das finde ich nicht sehr schön.

Schlußendlich sind wir also doch beim Selbstbauen verblieben, nachdem ich das Internet rauf und runter abgegrast habe und nichts fand, was alle meine Wünsche erfüllte. Ich skizzierte also, was ich mir vorstellte. Die Skizze wurde einige Male überarbeitet und umgestaltet. Mein Mann behielt zum Glück den Überblick und konnte aus meiner Skizze herausnehmen, was er brauchte. Ich habe extra für euch ein Bild der Skizze gemacht, damit ihr sehen könnt, mit welch widrigen Umständen mein Mann arbeiten muss ;)

Die Küche wurde aus Fichtenholz gearbeitet und ist 98 cm lang, insgesamt 116 cm hoch und hat eine derzeitige Arbeitshöhe von 56 cm. Diese kann durch Erhöhung der Füße jederzeit angepasst werden, wenn es nötig werden sollte. Die Regaltüren sind aus echtem Glas, welches wir selbst aus einem unserer Regalsystem übrig hatten. Dieses wollte ich auch ursprünglich für den Kühlschrank und den Herd verwenden. Hier passten die Maße allerdings nicht, das Sicherheitsglas ließ sich nicht zuschneiden, also griffen wir doch auf Plexiglas zurück. Im Herd und Kühlschrank würden wir gerne noch Licht einbauen, dazu kamen wir bisher nicht. Ebenso sollte unter den Körbchen eigentlich eine geschlossene Schublade entstehen, nun ist sie offen. Vielleicht ändert sich das noch.
Um Arbeitsfläche zu gewinnen, haben wir an den Herdplatten gespart und uns auf zwei Stück beschränkt, welche auch eigentlich vollkommend ausreichend sind.

Wer nach dem verwendeten Geschirr fragen möchte: Hier habe ich lange gesucht und bin durch die Kleinanzeigen auf das leider nicht mehr produzierte IKEA Set gestoßen. Dies wird immer wieder mal angeboten, einfach auf die Suche gehen. Ich finde es wunderbar schlicht und es lenkt nicht ab.

Holzobst, Gemüse und auch Stoffvarianten sind in kleiner Zahl vorhanden, zusätzlich gibt es selbstgebackene Salzteigwaren und in verschiedenen Behälter mit unterschiedlichen Schließmechanismen Material zum Schütten und Rühren. Bohnen, Kichererbsen, Nudeln, Walnüsse, Kastanien... die Auswahl lässt sich beliebig erweitern und wird sehr gerne bespielt. Da es eben echt ist und man wirklich rühren und schütten kann und nicht nur so tut als ob.

Mein Mann ist sehr stolz auf sein Werk und ich bin auch sehr begeistert, was er gezaubert hat. Das Herzkind ist ebenfalls sehr angetan, von seiner wundervollen Küche und verbringt viel Zeit mit dieser. Ich hoffe, sie wird im lange, lange gefallen und begleiten. Sie ist mit viel Liebe und für die Ewigkeit gemacht ♥












Dienstag, 30. Dezember 2014

Ein kleiner Junge!

Ich träumte von einem Mädchen und bekam einen kleinen Jungen geschenkt! Ich dachte an Püppchen, Spitze und Pastellfarben. Nun spiele ich mit Autos, halte nach Bagger Ausschau und denke bei jedem vorbeifahrenden Traktor an einen Jungen.

An meinen Jungen! Meinen Sohn! Mein kleines Herzkind!

Am 27.12. kam er Zuhause auf die Welt. In unserem Schlafzimmer. In unserem Bett. Geborgen, mit viel Ruhe und viel Liebe.

Das ist nun 2 Jahre her! Zwei unglaublich aufregende, anstregende und erfüllende Jahre. Ich habe viel gelernt von diesem kleinen Menschlein. Ja, ich lerne natürlich immer noch! Wir sind zu einer Einheit verschmolzen, haben alles zusammen gemacht und uns unsere Freiheiten nach und nach zurück geholt oder neu erobert. 

Du bist ein kleiner Junge geworden, mit viel Neugier, viel Charme, viel Lausbub-Lachen und deinem eigenen Kopf. Den ich genau so haben wollte. Jeden Schritt zu deiner eigenen Selbstständigkeit bejubel ich (innerlich), ich helfe dir wo es nötig ist und lasse dich erfahren, wo und wann immer es geht.

Du bist meine Prüfung zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit. Du bist mein Schlafmangel und mein Glücksmoment. Du bist mein Nervzwerg und mein ganzes Glück.

Du bist neben deinem Papa der wichtigste Mensch in meinem Leben.

Ohne dich wäre alles weniger bunt, weniger strahlend und weniger interessant. Du verleihst jedem Tag, jedem Spaziergang und jedem Ausflug die Prise Erfrischung die fehlte. Jetzt sehe ich Vergessenes und Wunderbares. Alltägliches erlangt neue Stellenwerte, weil du es magst und toll findest. 

Als Eltern machen wir uns für dich zum Affen, werden zu Superhelden und holen für dich die Sterne vom Himmel. Wir entdecken verborgene Kräfte und neue Grenzen. 

Ich träumte von einem Mädchen... ich bekam einen wunderbaren kleinen Jungen, der mein Leben auf den Kopf stellte, wie es mal war und es neu um mich herum baut. Mit allen Facetten die möglich sind. 

Ich liebe dich, mein kleines goldbelocktes Herzkind. 

Danke, dass ich deine Mama sein darf!


Montag, 29. Dezember 2014

Unser letztes Wochenende (in Bildern) 2014!

Gerade wie ich den Titel des Beitrages geschrieben habe, viel es mir erst wirklich auf! Es ist wirklich das letzte Wochenende im alten Jahr gewesen! Zum nächsten Wochenende schreiben wir schon das Jahr 2015!

Mit diesem Wochenende gingen nun auch die letzten spannenden und ereignisreichen Tage zu Ende und es kehrt nun wieder etwas Ruhe ein. Oder auch nicht, denn ab heute beginnt mein erster Arbeitstag nach 2 Jahren Elternzeit... aufregend!

Daher habe ich heute morgen auch recht wenig Zeit, ich muss mich nun erst wieder neu planen und strukturieren und überlegen, wie ich es schaffe auch weiterhin meine Gedanken niederschreiben zu können. 

Am Samstag hatte der Zwerg Geburtstag. 2 Jahre ist er nun schon und ich kann es nicht fassen! Ich werde in einem gesonderten Beitrag darüber berichten! Wir haben aufgrund des Zeitmangels, durch die lange Abwesenheit vom Papa in der Vorweihnachtszeit, relativ wenig vorbereitet und dekoriert und den Tag einfach mit letzten Vorbereitungen verbracht und Abend gemütlich mit der ganzen Verwandschaft gefeiert. Für die Zwerge habe ich etwas Kletterprogramm aufgebaut, was auch ganz nett war, später verzogen sie sich aber doch zur Spielküche vom Herzkind und waren damit beschäftigt die Gäste zu bekochen...
Der Zwerg kam an diesem Abend erst sehr, sehr spät ins Bett und auch nur, weil wir selbst endlich ins Bett wollten.... wo nimmt er diese Energie nur her?







Am Sonntag schliefen wir alle lange, frühstückten gemütlich und unternahmen mit unseren Schweizer Freunden eine kleine Geo-Caching-Tour. Es war richtig kalt und der Wind zog ordentlich. Das war irgendwann zuviel für den Zwerg. Wir dachten er würde laufen und hatten die Kraxe nicht dabei... schwerer Fehler... so bin ich dann früher als die Anderen mit ihm zurück. Wir haben uns dick eingepackt auf die Couch gekuschelt, noch ein aufgewärmtes Kirschkernkissen dazu und ruckzuck war der Zwerg schon im Träumland. Den restlichen Tag verbrachten wir dann auch noch gemütlich, beim ausprobieren neuer Spiele und Puzzle und nach dem Abendessen verabschiedeten wir unsere Freunde auf ihre Heimreise.
Unter dem erleuchteten Tannenbaum gehen nun zwei Jahre Elternzeit zu Ende. Um 5 Uhr klingelte der Wecker!

Wer noch weitere tolle Wochenend-Berichte lesen und bestaunen möchte, der schaut am besten bei Susanne von Geborgen Wachsen vorbei, welche die Aktion Wochenende in Bildern gestartet hat.










Samstag, 27. Dezember 2014

Montessori selbstgemacht - Der Schattierungskasten

Maria Montessori hat die verschiedensten Lernmaterialien entwickelt und diese in den Kinderhäusern und Schulen angeboten. Die Lernmaterialien zeichnen sich dadurch aus, dass immer eine Eigenschaft isoliert ist und das eine selbstständige Fehlerkontrolle der Kinder möglich ist.

Die Kinder können somit nach kurzer Anleitung durch den Erzieher bzw. das Elternteil mit den angebotenen Materialien alleine arbeiten. Ihre Fähigkeiten, Sinne, Motorik usw. schulen und verfeinern. Wie es ihrem momentanen Entwicklungsstand entspricht.

Die Materialien sind wundervoll, aber oft auch recht teuer. Natürlich hat diese Qualität ihren Preis. Er ist durchaus gerechtfertigt. Möchte man aber eine gewisse Menge an Materialien für die eigenen Kinder anschaffen, muss man sich etwas einfallen lassen, wenn das Konto nicht gerade prall gefüllt ist.

Einige Lernmaterialien sind mit etwas Geschick durchaus auch selbst herstellbar. Für viele Anregungen kann ich hier die Facebook-Gruppe "Montessori selbstgemacht" empfehlen!

Ich selbst habe mich auch wieder an der Umsetzung eines Materials versucht. Da das Herzkind derzeit sehr an Farben interessiert ist und diese nun zu unterscheiden und zuzuordnen versucht, habe ich überlegt was ich ihm noch anbieten könnte. Dafür hat Montessori einige Materialien bereitgestellt. Gefallen hat mir hier der Schattierungskasten. Hier werden zum einen verschiedenen Farben unterschieden und dann auch noch deren Schattierungsmöglichkeiten und damit auch die Erlernung der Begrifflichkeiten: hell, dunkel, heller als, dunkler als usw. Da die Schattierungen auf den Brettchen schon vorgegeben sind, ist die Fehlerkontrolle für die Kleinen einfacher.

Ich habe mir daher passende Farbkarten aus dem Baumarkt besorgt und meinen Mann gebeten Holzbretter und Holzstiftchen nach meinen Maßen (welche auch durch die Farbkarten vorgegeben sind) zuzuschneiden.

Die Farbkarten habe ich zurecht geschnitten und die eine Hälfte auf die Brettechen geklebt und mit Klebefolie fixiert. Danach habe ich die andere Hälfte der Farbkärtchen genommen und die Holzstifte damit umwickelt und ebenfalls mit Klebefolie fixiert. Als Abschluß habe ich dann noch mit dem Locher Punkte ausgestanzt, welche ich oben auf die Stifte geklebt habe. So habe ich bestmöglichst versucht den Schattierungskasten nachzubauen.

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Der Zeitaufwand ist zwar schon etwas höher, aber die Kostenersparnis an sich ist enorm und das war mir wichtig! 

Angeboten werden die Farbbrettchen zunächst einzeln. Das Kind kann sich eine Farbe heraussuchen. Die Stifte werden herausgenommen und dann wieder vom Kind zugeordnet, dabei können die Begrifflichkeiten und die Farbbezeichnungen geübt werden. 

Natürlich kann das Kind auch komplett alleine damit arbeiten und zunächst einfach versuchen alle Stifte zu allen Brettchen zuzuordnen und seine Augen zu schulen. Wie alle Materialien von Montessori ist es herrlich einfach und wundervoll durchdacht. 

Bisher habe ich 6 verschiedene Farbbrettchen gebastelt, mal sehen was die Baumarkt-Farbkarten noch hergeben...








Freitag, 26. Dezember 2014

Selbstgemachte Geschenke vom Herzkind

Hat man Kinder, finden sich eigentlich auch immer Geschenke für die Verwandschaft zu deren Geburtstagen oder auch zu Weihnachten. Auch wir haben direkt zum ersten Weihnachtsfest des Herzkindes den Fotokalender für die Verwandschaft eingeführt. Zu jedem Monat gibt es das passende Monatsbild des vergangenen Jahres. 
Dies kann man ebenso mit Fotoalben oder auch sonstigen bedruckbaren Gegenständen machen. Die verschiedenen Online-Shops bieten mittlerweile soviele wundervolle Möglichkeiten an und durch die direkte Online-Bearbeitung geht alles superschnell und einfach. 

Diese Geschenke machen in der Regel aber immer die Eltern der Kinder. Ab einem bestimmten Alter allerdings, können die Zwerge bei der Bildauswahl mithelfen oder man greift doch wieder auf die alte Variante mit Blanko-Kalender, Bilder, Schere, Kleber und Buntstifte zurück.

Wenn die Kinder selbst für die Omas, Opas, Tanten usw. basteln möchten, muss man sich etwas überlegen (falls von Mama noch Tipps und Hilfe erwartet/ gewünscht wird...). Denn, wie ich selbst finde, sollte es auch in irgendeiner Weise nützlich oder auch dekorativ sein (was passt in die Wohnung des Beschenkten), um nicht als reiner Staubfänger zu enden...

Kurz vor Weihnachten bin ich in einer meiner Facebook-Gruppen über eine ganz wundervolle Idee gestolpert: Bemalte Porzellan-Tassen! Ganz einfach und schnell umzusetzen und das auch schon von einem Kleinkind.

Die tollen Linienführung der Zwerge ergeben ganz interessante, abstrakte kleine Kunstwerke, aus denen die Verwandschaft gerne ihren Kaffee oder Tee trinken wird.

Ich habe noch ein paar Sterne hinzugefügt und danach gingen die Tassen für 30 Minten bei 160 Grad in den Backofen, um die Farbe einzubrennen. Danach soll sie haltbar genug sein um Spülmaschinengänge bei maximal 50 Grad zu überstehen. Laut den vielen positiven Amazon-Bewertungen tun dies die Porzellan-Pinselstifte (Affiliate) von Edding auch.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und auch die Reaktionen der Omas, Opas und der Tante zeigten mir, dass sie sich sehr über die Tassen und die Kunst des kleinen Herzkindes gefreut haben und dass sie ein Geschenk erhalten haben, welches sie täglich nutzen und dabei an ihren kleinen Liebling denken können. ♥





Samstag, 20. Dezember 2014

Buchverlosung: Kleine Kinder sind große Lehrer


Vor mir liegt ein recht unscheinbares kleines rotes Büchlein. Das Erste was mir einfällt, wer kauft dieses Buch? Die Aufmachung ist so schlicht und wenig ansprechend für die Käuferwünsche der heutigen Zeit. In welchen Regalen wird es zum Verkauf stehen? Würde es in der Ecke der Erziehungsratgeber eingeordnet werden? Ich weiß es nicht.

Liest man hingegen die Inhaltsangabe, macht das Buch sehr neugierig. Genau deshalb sagte ich auch zu, als mich der Beltz-Verlag fragte, ob ich ein Rezensionsexemplar von ihnen haben möchte.

"Wie wäre es, die Nase einmal da reinzustecken, wo Lernen ohne jeden Zweifel gelingt, uns sich dann zu fragen, was man dort über das Lernen lernen kann?" so schreibt der Autor Marco Wehr und genau dies ist die Kernfrage seines Buches in dem es darum geht, warum kleine Kinder die Genies der frühen Jahre sind und warum Genies im allgemeinen und Meister ihres Faches im Grunde genauso lernen wie es Kinder schon tun.

Kinder haben ein großes Ziel: Erwachsen werden! Und diesem Weg zum Ziel, folgen sie! Unermütlich! Mit allen Rückschlägen, mit allen Herausforderungen. Kinder lehren uns, wie wichtig es ist ein Ziel und eine Motivation zu haben. Das Rückschläge und Misslingen dazu gehören und wir daran nicht verzweifeln müssen, sondern es uns sogar weiterbringt. Denn nur Übung macht den Meister! Dieses Sprichtwort trifft auf uns alle zu, auf alle die etwas Neues erlernen wollen oder auch Meister ihres Faches werden möchten.

Es ist wichtig, dass dann das richtige Umfeld gegeben ist: "Wenn das Kind Sehen lernt, dann muss es etwas zu sehen geben! Wenn es sprechen lernen will, dann muss jemand mit ihm sprechen! Wenn es die Welt ertasten, erfühlen, erforschen will, dann muss etwas da sein, was man erfühlen, ertasten erforschen kann!" So schreibt der Autor.

Interessant finde ich auch die Überlegungen des Autors warum wir als Erwachsene den Alltag so kurz finden. Warum 24 Stunden so rasent schnell vergehen und wir als Kind dachten, der Tag würde nie zu Ende gehen, so wundervoll ist er. Kennt ihr sicher auch? Ich war sehr beeindruckt von dieser Information. Hier möchte ich allerdings nicht zuviel verraten!

In jedem Fall wirkt Zeit sehr kostbar für uns Erwachsene, gerade weil sie uns so kurz erscheint. Misslingt uns etwas, müssen wir etwas nochmals tun, ist es für uns sehr frustrierend, eine Zeitverschwendung, wir verlieren sehr schnell die Lust daran. Oft geben wir dies auch so an unsere Kinder weiter, als wäre Misslingen etwas schlimmes, etwas das vermieden werden muss.

"Können Sie sich ein kleines Kind vorstellen, das auf diese Weise reagiert, wenn man ihm etwas zeigt? Das Angst davor hat, dass etwas nicht funktioniert, uns es deshalb tunlichst lässt, es auszuprobieren? Wenn Kinder eine derart naive Einstellung zum Lernen hätten, dann würde heute niemand von uns auf zwei Beinen laufen. Gehen können bedeutet tausendmal fallen!"

"Das Misslingen vermeiden zu wollen, ist für mich der verhängnisvollste pädagogische Fehler, den Eltern und Lehrer machen können."

Deshalb steht der Autor dem heutigen Bildungssystem sehr kritisch gegenüber und trägt dies auch dar. Was bringen uns messbare Lernergebnisse, wie PISA, wenn es später im Beruf dazu führt, zwar Geld zu verdienen, aber wir es ohne Leidenschaft tun? Führen wir dann ein glückliches Leben? Sind wir dann überhaupt gut in unserem Job, wenn wir es ohne Leidenschaft tun? Ohne Ziel und Motivation?

Ich denke wir kennen alle die Antwort! Der Autor hält uns den Spiegel vor. Unsere Kinder! Er zeigt, wie lernen wirklich funktioniert! Und wie wichtig es für uns ist, unsere Kinder darin zu unterstützen und uns selbst davon inspirieren zu lassen!

Ein kleines, unscheinbares Büchlein, dass doch soviele wahre und wichtige Worte enthält. Ich hoffe, dass es trotzdem viele lesen werden. Und dafür habe ich hier auch ein weiteres Buch vom Verlag erhalten, welches ich über meine Facebook-Seite verlosen werde. Viel Glück!


Mittwoch, 17. Dezember 2014

Silhouetten erkennen

In meinem Wochenend-Bericht zeigte ich Bilder meines neusten Projektes und seit dem trudelt immer wieder die Frage ein: Woher habe ich diese Bilder, wie habe ich das gemacht?
Daher werde ich die Frage heute in einem kurzen Blogeintrag beantworten.

Bevor ein Kind Silhouetten oder eben wie hier, Tierschatten, erkennen kann, muss es zunächst die entsprechenden Tiere sicher kennen und zuordnen können. Das Herzkind und ich haben schon früh Bücher mit Tieren betrachtet und ich habe diese immer wieder benannt. Ich habe dann damit begonnen, zu den schon bekannten Tieren Bildkärtchen zu erstellen, die das Herzkind zuordnen konnte. Er liebt es auch heute noch die Schleichtiere ihren passenden Bildern zuzuordnen. Bei der Menge an Tieren die wir haben, kann ich dies auch immer wieder etwas anpassen.

Die Idee mit den Silhouetten habe ich damals in Pinterest entdeckt und mich dann im Internet auf die Suche nach passenden Tierschatten begeben. Garnicht so einfach! Immer wieder bin ich über die Google-Suche, habe "Silhouette" oder "Schatten" und den Tiernamen dazu eingegeben und bin die Bildersuche durch. Viele Bilder sind mit Copyright-überlagert. Aber ich wurde doch fündig und habe mir diese abgespeichert, die Größe angepasst, ausgedruckt, zurecht geschnitten und einlaminiert. Durch gemachte Erfahrungen, laminiere ich mittlerweile zuerst und schneide dann die einzelnen Kärtchen aus. Damit wir uns dann nicht an den spitzen Ecken pieksen, verwende ich abschließend noch den Eckenknipser .

Wenn ihr wollt kann ich euch die bisher gefundenen Schatten gerne per Mail zuschicken. Denkt aber bitte dran, dass Copyright liegt nicht bei mir, ich habe es lediglich für meinen privaten Gebrauch verwendet. 

Update vom 17.01.2015: Nachdem ich nun bei dem Farblegespiel "Obst und Gemüse" ein Download für euch gebastelt habe, konnte ich es nicht sein lassen und habe auch hier etwas für euch gebastelt. Es sind mittlerweile ganze 40 Tier-Silhouetten zusammen gekommen, welche ich für euch gesammelt habe. Hier könnt ihr sie euch herunterladen *klick*


Als ich dem Herzkind die Silhouetten zeigte, konnte er mir sofort einige Tiere beim "Namen" nennen. Quak (der Frosch), Wauwau (der Hund), Niau (die Katze), Mäh (das Schaf), Muh (die Kuh), Mel (das Kamel) usw. Ich war sehr erstaunt, wie gut er das schon konnte.
Danach stellte er sehr sicher, die passenden Schleich-Tiere zu den Kärtchen. Nur beim Dromedar und dem Kamel war er unsicher... ich war aber auch ein bisserl gemein ;)

Man kann dieses Spiel auf verschiedenen Weise spielen:

- Kärtchen auslegen und vom Kind die Tierfiguren zuordnen lassen
- Tierfiguren auslegen und vom Kind die Kärtchen zuordnen lassen
- Tiernamen anhand der einzeln gezeigten Kärtchen benennen lassen bzw. dem Kind benennen

Ich hoffe, ich konnte eure Frage beantworten und werde mich nun selbst auf die Suche nach weiteren Silhouetten begeben.

























*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Ideen mit Sammelsticker

Immer wieder gibt es in den verschiedensten Discountern oder Supermärkten Sticker-Sammelaktionen. In der Regel geht es eigentlich darum, ein dazu passendes Sammelalbum zu füllen und an alle dafür nötigen Sticker zu gelangen.
Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, mein Papa war da bald ergeiziger als wir Schwestern selbst und sammelte was das Zeug hält, damit das Album auch komplett wird.

Nur, was macht man mit den ganzen doppelten oder gar dreifachen Stickern die dann übrig sind? Wenn man niemanden zum Tauschen hat? Oder kann man mit den Stickern schon etwas anfangen, wenn die Kinder noch zu klein für das Albumkleben sind?

Viele Jahre lehnte ich die Sticker immer wieder dankend an den Kassen der Märkte ab. Auch in der Babyzeit wusste ich damit noch nichts anzufangen... hätte ich sie lieber mal schon fleissig gesammelt, eigentlich weiß man ja nie, ob sie nicht doch benötigt werden.

Ok, alle Sticker wollte ich auch nicht sammeln, nicht jede Serie ist wirklich hübsch. Vor Kurzem aber veranstaltete ein Discounter zusammen mit National Geographic eine tolle Stickerserie. Wunderschöne Tier-, Landschafts- und Ereignisbilder. Diese musste ich unbedingt mitnehmen.

Das Herzkind kann natürlich noch keine Sticker passgenau in ein vorgesehenes Albumfeld kleben, daher klebt er sie einfach bunt auf ein weißes Papier. Das macht ihm Spaß, übt die Feinmotorik und wir können uns über die Szenen auf den Bildern unterhalten.

Eine weitere Idee, wurde vor einigen Tagen in einer Facebook-Gruppe genannt. Wieso bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Mit überzähligen doppelten Bildern kann man wunderbar ein kostengünstiges Memory basteln. Ich habe die Bilder dafür auf festen Karton geklebt und schon kann es losgehen. So einfach kann es sein.

Habt ihr auch Ideen was man mit Sammelstickern machen kann? Ich freu mich auf eure Inspirationen :)




Samstag, 6. Dezember 2014

Feinstmotorik

Die menschliche Hand ist ein absolutes Wunder und kein anderes Lebewesen auf dieser Welt kann solch feinste und komplexeste Dinge damit zaubern. Natürlich passiert dies nicht einfach so. Wie bei allen motorischen Fähigkeiten unseres Körpers, müssen diese trainiert werden.
Unsere Kinder wollen immer wieder neu gefordert werden, ihnen macht es Spaß an ihre bisherigen Grenzen zu stoßen und diese durch Übungen stetig zu überwinden, auszubauen und neu zu definieren.

Schon vor einer Weile bin ich durch das Stöbern in Pinterest auf eine weitere tolle Idee gestoßen. Dort wurden allerdings eine kleine Styroporplatte, Zahnstocher und Bügelperlen verwendet. 

Da ich es lieber etwas natürlich wirkender mag, überlegte ich nun, wie ich dies umsetzen könnte. Ich fand im Bastelladen kleine schlichte Holzperlchen und bastelte mir aus Holz, Rinde und Styropor einen entsprechenden Steckturm oder soll ich Stecktürmchen sagen?
Wäre mein Mann da gewesen, hätte ich ihn gefragt, ob er mir drei kleine Löcher in ein Holzbrett bohren kann... war er aber nicht... und ich wollte es jetzt und sofort umsetzen. *hust* Frauen eben, keine Zeit mit Warten verstreichen lassen.

Das Herzkind schaffte es beim ersten Anbieten (ich zeigte es auf Facebook) direkt eine Perle aufstecken zu können, es war dann aber doch noch zu filigran für ihn (es klappte nicht mehr) und er beschäftigte sich dann lieber mit anderen Dingen. Mittlerweile weiß er sehr genau, dass er die Perle so halten muss, dass die Löcher frei bleiben und er sie nur so stecken kann. Die Perlen landen zielsicher auf den Zahnstochern, allerdings mit noch sehr viel Anstregung und Konzentration. Ihn dabei zu beobachten ist faszinierend.