Mittwoch, 27. November 2013

11 Monate Leben!

Schon wieder ist ein Monat rum! 11 Monate ist das Herzkind heute geworden! Müsste ich die 11 Monate in dem Tag heute beschrieben, fielen sie sicherlich nicht so positiv aus. Er ist krank, er zahnt, er weiß nichts mit sich anzufangen....ahhhhhh.... es ist zum aus der Haut fahren und es ist schwierig! Gerade wenn man selbst so müde ist!
Aber so ist es ja nicht! In 11 Monaten ist nicht jeder Tag gleich und schon garnicht so wie heute! Die letzten 11 Monate mit meinem Herzkind waren aufregend, so neu und faszinierend. Heute Abend stand er am Couchtisch, so groß wirkt er schon und ist er auch schon. An das kleine Baby kann ich mich kaum noch erinnern. Ganz selten sehe ich mein Baby noch, wenn er beim Stillen in meinen Armen liegt. So vertrauensvoll und dabei dann einschläft. Das mag ich sehr! Es sind ganz intime und ruhevolle Momente. 
Das sind dann aber auch die einzigen ruhigen Momente am Tag! Ansonsten ist immer Action! Bewegung ist ein Muss! Seit einer Woche kann er nun auch an einer Hand laufen, noch wackelig und manchmal verlangt er dann auch wieder die zweite Hand. Er wird immer sicherer und wenn er irgendwo hin will, schnappt er sich unsere Hände und zieht uns in die Richtung. Er weiß genau was er will!
So selbstständig er schon sein möchte, so anhänglich ist er trotzdem noch. Alleine sein geht garnicht, wir müssen in direkter Griffweite sein. Er kann sich in seinem Spielzimmer ewiglange alleine beschäftigen, solange wir mit im Zimmer sind. Würden wir rausgehen, wird sofort hinterher gekrabbelt.
Ohja, der eigene Wille! Er prägt sich immer weiter aus und somit treffen dann mittlerweile zwei Willen aufeinander, die nicht immer das Gleiche möchten. Wickeln und Umziehen.... da hat das Herzkind defintiv eine ganz andere Meinung. Muss nicht sein! Es ist für mich immer wieder eine Geduldsprobe und ich muss stark durchatmen, um ruhig zu bleiben! Ein sich windendes Schlangenkind macht keinen Spaß! Puh! Wie schafft ihr das denn?

Hach und er ist sooo süß! Sein Lachen ist so toll und wie schön er krabbelt und an der Lauflernhilfe läuft. Wie er zuschaut und lernt. Wie er sich freuen kann. Ich liebe ihn!
Ich liebe seine Öhrchen und seinen Nacken. Ich könnte ihn immerzu küssen. Ich liebe seine kleinen Patschehändchen und seine wunderschönen Augen. 
Muttersein ist anstrengend, an manchen Tagen zum davon laufen. Ja, so ist es! Aber zum Glück nicht jeden Tag! Vor zwei Tagen wurde im Radio gefragt, was für die Zuhörer das schönste Geräusch ist. Ratet mal! Was werden die Mamis unter den Zuhöhrern gesagt haben? 
Genau! Das Lachen ihrer Kinder! Das ist das schönste Geräusch, welches sie kennen! Und so ist es! Lachende Kinder, sind glückliche Kinder! Und dann lacht auch das Mamaherz! Und mein Herz freut sich, dass ich nun schon seit 11 Monaten Mama sein darf!








Sonntag, 24. November 2013

Wie komm ich da dran?

Dieses kleine DIY ist ganz einfach und relativ früh und auch lange Zeit interessant für unsere Kleinen. Am Anfang wird es ausgiebig beschlabbert und der runde Gegenstand darin betastet, gedreht, geschüttelt usw.
Mit wachsendem Verständnis beginnt sich das Kind dafür zu interessieren, wie kommt der runde Gegenstand da überhaupt rein und wie komme ich an ihn ran bzw. kann ihn rausholen?

In beiden Varianten habe ich Schneebesen verwendet. Darin einmal einen Ball und heute eine Esskastanie. Es gibt aber auch elastische Gitterbälle, durch die man prima kleine Bälle durchquetschen kann. In erster Variante war der Keks 7 Monate alt (anbieten kann man es allerdings schon deutlich früher) und aktuell fast 11 Monate. Interessant ist es dann, wenn z.B. ein Gitterball so groß ist, dass die Hand durchpasst, aber dann nicht mehr rausgeht, wenn diese mit dem kleinen Ball darin, wieder rausmöchte. Da sieht man den kleinen Kopf ganz doll arbeiten :)



Samstag, 16. November 2013

Jungs sind ja fauler...

Gestern waren meine Schwester, das Herzkind und ich ausgiebig Shoppen. Jawohl, mal wieder bummeln, ordentlich quatschen, lästern, mit allem drum und dran! Und mit vollen Tüten sind wir dann auch wieder heim!
Der Keks war gestern so richtig gut drauf und hat von seinem Kinderwagen aus alles genau bestaunt und begutachtet. Zwischendurch wollte er auch immer mal wieder raus und laufen. Bedeutet ein Hand hatte ich, die Andere meine Schwester und der Keks tapste los und bitte bloß nicht anhalten! In einem Geschäft staunte dann die dortige Verkäuferin nicht schlecht! Wie toll er das schon machen würde, dabei sind doch Jungs eigentlich so faul und brauchen meist länger bis sei Krabbeln, Laufen usw.

Aha! Wie kann man denn solch kleinen Kindern unterstellen das sie faul sind? Kleinkinder sind sicherlich alles, aber bestimmt nicht faul! Gerade in dieser Phase wollen sie alles erkunden, entdecken, erforschen und erlernen und am besten eher gestern als heute oder morgen! Und jedes Kind hat seine eigene innere Uhr, seinen eigenen Lernplan, wann seine verschiedenen sensiblen Perioden eintreten. Ich kann doch nicht pauschalisieren, dass Jungs mit allem später dran sind! Und das Wort faul... Kinder werden mit sovielen Wörtern betitelt, die ihnen nicht gerecht werden! Oft nur, weil Erwachsene und Eltern einfach nicht verstehen warum die Kinder sind, wie sie sind. Launisch, bockig, faul, tyrannisch.... und sowieso machen sie alles mit Absicht um ihre Eltern zu ärgern.... das geht schon direkt nach der Geburt los... genau! So kleine fiese Parasiten, die gekommen sind, um uns auszusaugen!

So! Genug aufgeregt! Sicherlich machen sich viele bei der Wortwahl nicht mal Gedanken und es sind Redewendungen geworden. Manches wäre sicherlich schön, wenn wir es aber nochmal überdenken würden...

Der Keks ist weiterhin fleissig. Treppenkrabbeln und wieder runter ist der Hit! Leider konnte ich gestern nur das Hochkrabbeln festhalten. Und dann hat er es heute zum ersten Mal mit großer Kraftanstrengung geschafft die Couch alleine hochzukommen.... die erblickte Fernbedienung war aber auch eine zu große Verlockung.... Jetzt kann man sie wirklich nirgends mehr hinlegen... Und das Runterkommen von der Couch klappt ja mittlerweile sowieso:





Donnerstag, 14. November 2013

Eis, Eis, Baby!

Wie ich schon berichtet habe ist der Keks derzeit im Bewegungs-Flow. Ich könnte als jeden Tag, in jedem Blogbeitrag davon berichten... sicherlich nicht sehr interessant für euch, oder?
Trotzdem ganz kurz: Gestern ist sein Papa in den 1.Stock um sich umzuziehen. Der Keks fasst meine Hände und will direkt hinterher. Also sind wir losgelaufen und dann kamen natürlich die Treppen. Davon hat er schon mal ein paar Stufen erklommen. Diesmal ist er die komplette Treppe hochgekrabbelt! Total selbstverständlich!
Dann wollten wir natürlich wieder runter. Das Herzkind setzt sich auf die obere Treppe und streckt die Arme nach mir aus. Ich sagte ihm dann, dass ich weiß das er es auch alleine schaffen kann. Also hat er sich rumgedreht und ist die komplette Treppe, mit 16 Stufen, rückwärts wieder runter. Den Blick immer wieder nach hinten gerichtet. Dabei dann auch den Krabbelwinkel korrigiert, die Treppe macht zweimal eine 90 Grad Wende. Am Ende angekommen hat man wieder sehen können, wie selbstzufrieden er ist. Mit stolzgeschwellter Brust sind wir dann zusammen wieder ins Wohnzimmer gegangen. Ich bin natürlich auch total Stolz auf mein Kind! Der Papa genauso! ;)

So und damit zum eigentlichen Thema heute! Unsere Minis wissen nicht von Anfang an, was kalt oder warm ist. Wir müssen es ihnen näher bringen. Im Sommer habe ich dem Keks daher eine Schale mit Eiswürfeln zum Kennenlernen hingestellt. Er hat sich direkt einen Würfel geschnappt und ganz erschrocken wieder fallen lassen. Er wusste dann zunächst nicht ob er weinen soll, ob das Zeugs schlimm ist oder was er überhaupt damit anfangen kann. Ich habe die Würfel selbst in die Hand genommen, gesagt was es ist, dass sie kalt sind. Danach gab es kein Halten mehr. Die Eiswürfel wurden in den Mund genommen, genau mit den Händen untersucht. Warum werden die glitschig nass? Warum werden die Hände kalt und wie fühlt sich das im Mund an? 
Um den Unterschied von warm und kalt näher zu bringen, können auch zwei Schüsseln mit kalten umd warmen Wasser gerichtet werden. Viel Spaß beim Planschen!





Nachtrag: Anna und ich hatten den gleichen Gedanken und sie hat mit ihrer etwas älteren Tochter direkt die Variante "Heiß und Kalt" ausprobiert, welche ich oben erwähnt habe.

Dienstag, 12. November 2013

Manchmal ist weniger mehr!

Wie gerne würde ich euch neue Lernanregungen vorstellen, denn ich selbst habe mir schon soviele abgespeichert und überlegt. Da möchte ich auch gerne wissen, wie diese bei dem Herzkind ankommen würden.
Das Herzkind ist allerdings im Bewegungs-Flow. Komplett in dieser sensiblen Phase versunken und nur dies ist derzeit wirklich interessant. Mit nur wenigen Dingen, wie seine Stapelbecher kann ich ihn locken. Mehrmals täglich beschäftigt er sich auch mit dem Ausräumen der Küchenschränke und dann muss wieder gekrabbelt, geklettert und gelaufen werden.
Gestern schreibe ich noch, dass ich gespannt bin wann er das Prinzip "Füße zuerst!" verstanden hat, heute sehe ich es ihn mehrfach wie selbstverständlich machen, wenn er vom Sofa wieder runter möchte. Einfach so und ohne Worte von mir! Ich bin wie immer fasziniert! Ja, wir trauen unseren Kindern oft einfach zu wenig zu! Auch das Loslassen muss erst gelernt werden, wenn man eigentlich nur das Übervorsichtige aus seiner Umgebung miterlebt.

Das Herzkind auch jeden Tag mit seinem Lauflernwagen flitzen zu sehen, ist fantastisch! Es geht von Mal zu Mal schneller, die Schritte werden präziser, immer weniger steif und fließend. Als ich mir die Fotos gestern angeschaut habe, konnte ich erst mal so richtig sehen, wie toll das schon aussieht:


Und auch das Umgreifen am Wagen funktioniert mittlerweile so toll. Wir müssen selbst kaum noch helfen und schon kommt er uns wieder entgegen gefahren. Und wo man überall mit dem Wagen hinkommt und erkunden kann.



Und auch das Thema Essen. Ich hatte doch schon mehrfach berichtet, dass ich mich meist öfters unter dem Tisch sehe als darüber. Soviel Essen landet unten, muss wieder hochgeholt bzw. nach dem Essen auch Boden und Co. wieder gereinigt werden. Mittlerweile fällt kaum noch was nach unten. Der Keks ist so gut im Moment und gestern wollte er zum ersten Mal auch die Tomatensoße probieren. Bisher war im Gewürztes doch eher zuwider... Also durfte ich ihm die Nudeln auf die Gabel picken und einzeln darreichen... er war ganz entzückt! Dieses strahlende selbstbewusste Lachen musste ich festhalten und den Tisch auch...




Vor dem Essen waren wir noch auf dem Martins-Umzug. Es war sehr schön, auch das Lagerfeuer am Ende. Leider konnten wir nicht lange bleiben, da mein Mann noch Termine hatte. Aber es war der erste Umzug und die erste Laterne für das Herzkind und wird uns in schöner Erinnerung bleiben! Der Keks auf Papa´s Arm, er schaut so gebannt und fasziniert ins Feuer!


Montag, 11. November 2013

Füße zuerst!

Mit kleinen müden Augen sitze ich hier vor dem Laptop. Ich bin soooooo müde! Das Wochenende war anstrengend. Nicht nur wegen dem kleinen Keks! Aber er hat seinen Teil dazu beigetragen.... Gestern musste ich früh raus. Um 6 Uhr klingelte der Wecker unerbärmlich.... da wäre etwas Schlaf schön gewesen. Nein! Dem Herzkind ging es nicht gut und ab 0.30 Uhr bis 3.05 Uhr war er wach und irgendwas war eben nicht ok. Ich denke es waren Wachstumsschmerzen, gestern sah ich es wieder an den Hosen. Ich musste diese eine nicht mehr umschlagen! Wie machen die Zwerge das über Nacht? 

Es tut sich auch sonst wieder viel in der Entwicklung, was sicherlich zu einem unruhigen Schlaf beiträgt. Es muss soviel verarbeitet werden. Immer öfters steht er so sicher, dass er sich nur noch wenig dabei abstützen muss und selten wird auch für wenige Sekunden auch mal frei gestanden. Noch unbewusst! Wie ich auf der Facebook-Seite geschrieben habe hat er auch nun das Krabbeln endlich für sich entdeckt und krabbelt auch weitere Distanzen. Schneller geht es allerdings immer noch mit robben und daher wird derzeit permanent zwischen beiden Fortbewegungsarten gewechselt. Und dann kam auch noch der 5. Zahn von Donnerstag auf Freitag! Ganz schön viel für eine Woche.

Aber das reicht trotzdem nicht. Die Fortbewegung und die Bewegung muss immer weiter geübt werden und klettern ist auch ganz toll. Am Freitag musste ich mich also von einem kleinen Minischreck erholen. Als ich aus der Küche wieder rüber ins Wohnzimmer ging, sah ich nur noch wie der Keks von seinem Stühlchen aus, auf den Wohnzimmertisch kletterte und sich dort oben angekommen auch noch hinsetzen musste. Da er nun schon oben war, bringt Panik nun auch nichts mehr. Sondern ich bin ruhig zu ihm hin und seit dem beginnt nun das Üben "Füße zuerst!". Also wieder zurück in die Bauchlage und dann schön mit den Füßen zuerst runter rutschen. 
Seitdem möchte der Zwerg natürlich zigmal am Tag auf´s Sofa, alleine schafft er es noch nicht und will dann wieder runter. Üben, üben, üben! Mal sehen wann der Mechanismus komplett abgespeichert ist. Wichtig ist auch, diesen Ablauf immer wieder mit einem kurzen Satz "Füße zuerst" zu begleiten. Gerade wenn sie mal im Eifer vergessen sollten, wie der Ablauf funktioniert und schnell wohin möchten, ist dies eine gute Erinnerung und Hinweis. Übrigens wird das Tischklettern nun direkt unterbunden, wenn ich sehe, dass er dies vorhaben sollte...


Donnerstag, 7. November 2013

Blogparade - Erziehungsfauxpas

Und wieder lerne ich etwas Neues aus Bloggerkreisen und zwar gibt es neben dem "Taggen" auch "Blogparaden". Diese wurde von den Rabaukenkindern gestartet und es können sich alle Blogs beteiligen. Bedeutet: Alle die mitmachen schreiben über das Gleiche, welches von dem Initiator vorgegeben wurde. Dieser sammelt dann alle Beiträge der Blogs, welche mitmachen und stellt diese zum Ende der Blogparade in seinem Blog zusammen. So hat man als Leser die Möglichkeit zu einem Thema ganz viele unterschiedliche Meinungen zu lesen und eventuell neue Blogs kennen zulernen.

Jenny von den Rabaukenkindern hat das Thema "Erziehungsfauxpas" gewählt. Ich muss ganz ehrlich sein, ich hab das Wort Fauxpas erst nochmal gegoogelt. So ungefähr weiß man ja, dass es sich um einen Fehler handeln muss. Wikipedia schreibt dazu:

"Ein Fauxpas ist ein Fehltritt im übertragenen Sinne, also ein unbeabsichtigter Verstoß gegen ungeschriebene Umgangsformen. [...] Der Fauxpas ist nicht wie das Missgeschick auf Unglück oder körperliche Ungeschicklichkeit zurückzuführen und ruft - ggf. abgesehen von Schadenfreude - auch keine Heiterkeit hervor. Er ist ebenfalls nicht Ergebnis von vorsätzlichem Regelverstoß oder aggressivem Verhalten; in jenem Fall handelt es sich um einen Affront. Die Bezeichnung Fauxpas bringt also auch zum Ausdruck, dass die Übertretung nicht in böser oder beleidigender Absicht geschah. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass jemandes Fauxpas von anderen als Affront verstanden wird. Durch den Fauxpas wird das Unwissen oder der mangelnde Stil dessen, der den Fauxpas begangen hat, unmittelbar offenbar. Je nach Schwere des Verstoßes kann das Ansehen des Betreffenden bei den Gesprächspartnern oder in der Öffentlichkeit erheblich beschädigt werden."

Ok, wenn ich das nun also so lese, handelt es sich nicht unbedingt um wirkliche Fehler, die wir als Eltern tun, sondern eher um Fehler, die wir vielleicht nach Meinung anderer getan haben könnten, da wir übliche Erziehungsstile eventuell ablehnen bzw. eben Dinge einfach anders machen!

Und gerade beim Thema Erziehung... da kann wirklich jeder mitreden. Ob mit, ob ohne Kind! Wirklich jeder hat ganz tolle Ratschläge und das beginnt schon, wenn das Kind noch garnicht da ist! Ich habe mir schon während der Schwangerschaft angewöhnt meine Sätze mit "Also wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, dann möchte ich .... so machen" oder "Ich habe vor.... muss man dann einfach sehen, wie es läuft...."
Mit diesen Sätzen konnte ich mich ganz gut gegen tolle Ratschläge "wehren" und auch gegen die Sätze "Warte erst mal ab...", "Es wird alles anders kommen....", "Das wird so und so laufen, war hier auch nicht anders..."
Wieso mussten einem ständig erklärt werden, was ganz sicher anders laufen wird, als man es sich wünscht? Wieso solch eine Negativmalerei? Sollte man nicht mit positiven Gedanken in das Abenteuer Kind starten können? Wenn ich doch direkt alles negativ sehe, wie soll es dann überhaupt gut werden?

Jedenfalls klappt bisher so ziemlich alles, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Herzkind schlief die ersten Monate im Beistellbett neben uns, das Stillen klappt wunderbar, auch weiterhin! Und auch sonst ist das Herzkind eigentlich ein recht unkompliziertes Baby (Ich weiß, ich meckere oft auf hohem Niveau)! Was gleich zu Anfang allerdings vom Herzkind anders gewünscht wurde, war die Schnullerfrage! Ich wollte es zunächst ohne probieren... da wurde ich schon von vielen Seiten belächelt...das Herzkind schien ähnlich zu denken. Er hatte ein sehr hohes Saugbedürfnis und ich bekam ihn von der Brust nicht weg, also habe ich mich schon nach wenigen Tagen doch für den Schnuller entschieden. Mit 6 Monaten hatte der Keks dann aber plötzlich doch keine Lust mehr und seit dem ist er Schnullerfrei.... Jedes Kind ist also individuell, man kann nicht vorher sagen, wie es laufen wird. Alle Eltern müssen es auf sich zukommen lassen und dann nach Situation entscheiden. Genau so haben wir es gemacht und tun es heute noch. 
Darum kommen Kinder nicht schon als fertiges Gesamtpaket zu uns, sondern wir können uns nach und nach an alles Neue was sie lernen gewöhnen und abwägen, was wir wollen, was das Kind will, wie es für uns alle gut ist.

Darüber bin auch wirklich ganz froh! Wenn ich von Anfang an solch einen kleinen Feger in meiner Wohung gehabt hätte, wäre ich wohl etwas überfordert gewesen! So kann ich über den Forscherdrang des Kleinen einfach Lachen und räume es wieder weg:

Mittwoch, 6. November 2013

Lebenslicht

Bevor ich zum eigentlichen Post komme, mal wieder ein kurzes Update zum Thema Zähne: Gestern hat sich der nächste Zahn mit lautem Getöse gezeigt. Am Montag war das arme Herzkind wirklich unausgeglichen, ihm tat der Kiefer weh, ständig steckte er die Finger in den Mund und jammerte. Ich erwartete nun endlich, dass der vierte untere Schneidezahn durchbrach. Diesen hatte ich im Visier.... aber weit gefehlt! Gestern schaute ich dann in den Mund, nichts zu sehen von dem Übeltäter... dachte ich! Auf einmal blitzte mir da ein anderer Zahn entgegen und zwar der linke obere Schneidezahn! Aha! Und der rechte obere Schneidezahn steht kurz vorm Durchbruch, man kann ihn schon unter dem Zahnfleisch fühlen. Mal schauen wann er sich blicken lässt! Jetzt sind wir also schon bei 4 kleinen Zähnchen! Und nun zum Post:

Nicht mehr lange, nur noch wenige Wochen und mein Herzkind wird 1 Jahr alt. Die Geburtstagsvorbereitungen schwirren nur so in meinem Kopf herum und ich mache mir viele, viele Gedanken.
Einen Punkt kann ich nun abhacken. Ich habe ein Geburtstags- bzw. Lebenslicht für meinen kleinen Keks gefunden. Bei Grimm´s Spiel und Holzdesign wurde ich fündig und konnte das Lebenslicht passend auf meinen kleinen Schatz abstimmen. Ganz besonders toll fand ich dabei die große Auswahl der Stecker. Ich habe mir einige Gedanken gemacht und mich für zwei Kraftttiere und ein Glückssymbol entschieden.
Das vierblättrige Kleeblatt soll meinem Schatz Glück bringen, wann immer er es benötigt. Die Krafttiere sollen ihn schützen und begleiten. Zum einen der Schmetterling, er soll dem Herzkind helfen alle Veränderungen im Leben mit Leichtigkeit zu nehmen. Gerade jetzt erlebt er soviel Neues und auch die Kindheit und Jugend wird facettenreich werden. Ich wünsche ihm, dass er mit dem Schmetterling alles Neue meistern kann. 
Der Elefant ist mir schon in der Schwangerschaft begegnet, in Form der wunderschönen Spieluhr und ich habe daher das Schlafzimmer des Herzkindes mit vielen kleinen Elefanten geschmückt. Der Elefant soll ihm Kraft, Geduld und Stabilität auf seinem Weg geben. 
Das alles wünsche ich meinem Herzkind und hoffe das sein Lebenslicht gut gewählt von mir ist und ihn leiten wird. 

Das Lebenslicht möchte ich nun jedes Jahr an seinem Geburtstag für ihn anzünden und ich hoffe es wird ihn lange begleiten.




Montag, 4. November 2013

Schlaf Kindlein, schlaf....

Auch wenn ich kaum darüber schreiben mag, vielleicht verschreibe ich es ja, aber ich muss! Ich freue mich einfach so und hoffe mal, es hat eine Weile Bestand!
Immer mehr lernt der kleine Keks und dazu gehört auch das Durchschlafen. Abends wird er meist 30 - 40 Minuten nach dem Zu-Bett-Bringen (ca. 20.30 - 21.00 Uhr) wieder wach. Wir könnten die Uhr danach stellen. Wieso eigentlich? Danach hören wir ihn zwar auch immer wieder kurz, aber er schafft es wieder alleine einzuschlafen. Auch Nachts kommt er immer öfters nur noch einmal und möchte wieder kurz an die Brust, um dann weiterschlafen zu können. Und dann schläft er meist bis 9 Uhr durch. Gestern musste ich morgens ernsthaft nachdenken, wann ich denn nun Nachts bei ihm gewesen bin. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht noch genügend bescheidene Nächte dazwischen gibt. Allerdings steigt die Zahl der guten Nächte sichtbar!
Die Nacht davor, war er mal wieder Nachts 1h wach gewesen. Da haben wohl die Zähnchen gedrückt und er brauchte Trost. Bekommt er dann auch und sein Papa legte ihn sich auf die Brust und streichelte ihn 1h lang und dann fand er zwischen uns wieder in den Schlaf. Seltene Momente!

Gestern Morgen sind wir alle zusammen erst um 9 Uhr erwacht und dann holten wir das Herzkind auch wieder rüber zu uns ins Bett und kuschelten uns in den Sonntag hinein. Bei dem miesen Wetter war das sicherlich auch das Beste was man tun konnte...

So könnte es nun weiter gehen! Ich weiß, dass es sicherlich nicht so bleiben wird. Schübe, Zähne und sonstige Wehwehchen werden mir da immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Aber man wird doch mal träumen dürfen....

Kindern beim Schlafen zuzusehen ist Balsam für die Seele. Es wirkt entspannend und streßabbauend. Finde ich zumindestens ;)

Sonntag, 3. November 2013

Unter dem Couchtisch - Teil 2

Als erstes muss ich schnell berichten: Der dritte Zahn ist seit gestern nun auch da! Über Nacht hat er sich angeschlichen und morgens war er zu spüren. Es ist der zweite linke untere Schneidezahn und der zweite rechte untere Schneidezahn kündigt sich auch schon an, wenn ich es richtig sehe. 
Das Herzkind war zwar die Tage auch wieder etwas anhänglicher und jammerig, aber generell hat er diesen Zahn deutlich besser verkraftet als seine ersten beiden Zähnchen. 

Dann weiter: Heute schauen wir uns mal wieder etwas die derzeitigen Lern- und Spielanregungen vom Herzkind an.


1. Mit den Stapelbecher wird gerne hantiert. Sie werden auseinander gezogen, dann wieder zusammen gestapelt (noch nicht wirklich nach Größe...), dann werden Kugel, Ei und Co. hinein gesteckt und wieder heraus geholt usw. Also damit kann er sich richtig lange beschäftigen!

2. Diese Sensorikbox ist nun schon fast wieder out. Die Deckel bekommt er sehr gut hinein und er nimmt mittlerweile oft auch einfach die Holzringe (3) und probiert es mit diesen. Mal sehen durch was ich die Sensorikbox ersetzen könnte

3. Die Holzringe sind eigentlich für Gardinen gedacht. Wir haben noch einen Steckturm dazu gebaut. Seit kurzem kann er die Ringe nun drauf stecken.

4. Eine Nachzieh-Schildkröte. Die viel zu kurze Schnur haben wir ergänzt. Derzeit stellen wir die Schildkröte immer etwas vom Herzkind weg und er zieht sie sich dann bei. Das macht Spaß!

5. Die Einsatz-Zylinder wurden von Montessori konzipiert. Eigentlich erst für Kleinkinder ab 2 - 3 Jahren. Ich habe vor kurzem alle 4 Varianten günstig erstehen können und daher schon Zuhause. Die Variante mit gleicher Tiefe, aber unterschiedlichen Durchmesser der Zylinder fand der Keks aber jetzt schon interessant und steckt sie gerne raus und wieder rein.

6. Das Körbchen mit den Musikinstrumenten wird immer noch gerne herbei gezogen und Krach gemacht!

7. Ein Körbchen mit Lego Duplo Primo. Wir haben diese geliehen bekommen und auch hier geht es wieder um das Stecken und Üben der Feinmotorik. 

Nun bin ich aber am Überlegen, wie ich die Lernmaterialien neu anordne. Unter dem Couchtisch ist es langsam nicht mehr praktisch. Es steht alles nicht wirklich getrennt voneinander und kann somit nicht gut fokusiert werden. Ebenfalls stößt er sich immer wieder den Kopf, wenn er die Dinge unter dem Couchtisch hervor holen will. Ich habe gestern schon angefangen zwei Schränke des Sideboardes im Wohnzimmer frei zuräumen. Dort müssen dann die Schranktüren noch weg und ich möchte die Böden mit Filz auskleiden damit sie etwas geschont werden. Und dann wird umstrukturiert!

Generell fesselt dieses Angebot das Herzkind nicht sehr lange.... er will weiterhin nur laufen, laufen, laufen! Ständig wird der Laufwagen durch die Gegend geschoben. Kommt er an einer Ecke an, müssen wir entweder den Laufwagen wieder rumdrehen oder er schiebt in einfach verkehrt herum weiter...



Auch beim Essen wird die Selbstständigkeit großgeschrieben! Und ich komme dadurch mit dem Waschen der Lätzchen nicht hinter her! Daher werden sie nun teilweise nur schnell ausgewaschen und kommen direkt raus auf die Terasse zum Schnelltrocknen.... ich muss weitere Lätzchen kaufen...


Freitag, 1. November 2013

Schaukraft der Liebe - Unsere Verantwortung

Folgende Sätze schreibt Maria Montessori schon ganz zu Anfang in ihrem Buch "Kinder sind anders":

"Das Kind [...] stellt das wichtigste Element im Leben des Erwachsenen selbst dar: das Element des Aufbaus.
Alles Gute und alles Böse des Menschen im reifen Alter ist eng verknüpft mit der Kindheit, in der es seinen Ursprung hat. [...] Auf das Kind einwirken heisst, den zartesten und vitalsten Punkt anrühren, an dem alles sich entscheiden und erneuern kann, wo alles von Leben strotzt, wo die Geheimnisse der Seele beschlossen liegen, weil dort sich der Aufbau des Menschen vollzieht."

Diese Worte lassen schlucken und sie schmecken überhaupt nicht! Sie bedeuten doch, dass wie als Eltern, als jeder Erwachsene der Umgang mit Kindern hat, eine große Verantwortung haben! So oft führen doch Straftäter auf, dass es an ihrer Kindheit liegt, dass sie nun sind, wie sie sind... für mich klang das immer wie eine Ausrede. Man kann doch seine Kindheit nicht für alles verantwortlich machen, was man nun als Erwachsener tut. Aber der Erwachsene entsteht aus dem Kind und trägt alles erlebte der Kindheit in sich. Viele Studien zeigen doch auch auf, dass das soziale Umfeld eine große Rolle spielt. Wo man hinein geboren wird, dort verbleibt man auch oft und hat kaum Chancen dort heraus zu kommen. 
Eine große Verantwortung, die wir als Eltern also haben. Einschüchternd, wenn man bedenkt, wie sehr wir doch auf das Kind einwirken können. In oben genanntem Buch wird Maria Montessori im Kapitel "Schaukraft der Liebe" noch deutlicher. Ich muss es nun einfach niederschreiben, viel kann ich nicht herauskürzen. Es beleuchtet einfach zuviel, zuviel Wichtiges:

"Man könnte sagen, die Liebe sei der Maßstab für das Heil und die Gesundheit der Seele. [...] Man versteht in der Regel ein Gefühl; doch die kindliche Liebe kommt aus der Intelligenz, und sie baut auf, indem sie liebevoll sieht und beobachtet. [...] Ist nicht gerade die Empfänglichkeit, die uns an einer Erscheinung Züge bemerken lässt, die andere nicht sehen, nicht schätzen, nicht entdecken, ein charakteristisches Kennzeichen der Liebe? Der Intelligenz des Kindes entgeht auch das Verborgene nicht, eben weil es mit Liebe beobachtet. [...]
Im Kind ist die Liebe noch frei von Widersprüchen. Es liebt, weil es die Welt in sich aufnimmt, weil die Natur ihm dies gebietet. Und es absorbiert alles, was es aufnimmt, um es dem eigenen Leben, der eigenen Persönlichkeit einzuverleiben.
Innerhalb der kindlichen Umwelt bildet der Erwachsene den wichtigsten Gegenstand der Liebe; von ihm erhält das Kind die materiellen Hilfen, von ihm nimmt es, mit intensiver Liebe, das, was es zur eigenen Formung benötigt. Für das Kind ist der Erwachsene ein verehrungswürdiges Wesen; von seinen Lippen strömen, wie aus einer unerschöpflichen Quelle, die Worte, deren das Kind für sein eigenes Sprechvermögen bedarf und die es bei seinem weiteren Tun leiten werden. [...]
Ihn nachahmen, bedeutet für das Kind ins Leben eintreten. Worte und Handlungen des Erwachsenen bezaubern und faszinieren das Kind dermaßen, dass sie suggestive Kraft über seine Seele erlangen. Die Sensibilität des Kindes dem Erwachsenen gegenüber ist so groß, dass der Erwachsene im Kind selbst zu leben und zu handeln mag. [...]
Darum sollte der Erwachsene jedes Wort, das er in Gegenwart von Kindern spricht, sorgfältig abwägen, denn das Kind dürstet danach, zu lernen und Liebe in sich aufzuspeichern."

Dieses Kapitel zeigt auf, wie sehr wir Einfluß auf unser Kind haben, wie sehr wir es formen können, denn es möchte von uns lernen. Wir alle möchten nur das Beste für unsere Kinder. Ich möchte das es meinem Herzkind gut geht, er Freunde haben wird, ein gutes Leben haben kann. Ich möchte ihn auf dieses Leben vorbereiten und hoffe, dass ich es schaffen werde. Eine große Verantwortung! Mit jedem neuen Tag! Ich werde bei dir sein, mein Herzkind, wann immer du mich brauchst!


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