Freitag, 30. August 2013

Geräuschdosen

Kinder lieben Geräusche oder soll ich schreiben sie lieben Krach? Jedenfalls mag es das Herzkind wenn es Geräusche erzeugen kann, sei es mit seiner eigenen Stimme (welche er nun endlich immer mehr entdeckt...) oder er schlägt verschiedene Gegenstände aneinander oder schüttelt Rasseln.

Kinder möchten möchten mit allen Sinnen ihre Umwelt entdecken und erleben und dazu gehört natürlich auch der Hörsinn. Was erzeugt mehr Lärm, wieso klingt dies anders und je heftiger ich schüttel, um so mehr Krach macht es....

Für mein Herzkind sammel ich daher gerade leere Fläschchen, in denen zuvor probiotische Drinks enthalten waren. Diese eignen sich wunderbar von der Größe und können wieder gut verschlossen werden.


Wichtig ist es nun Materialien hineinzufüllen, welche sich auch deutlich unterschiedlich anhören. Es können Reis, Linsen, Bohnen, Nudeln, Perlen, Murmeln, Centstücke und und und verwendet werden... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und dann kann drauf los geraschelt werden!



Ist das Kind dann älter (vielleicht ab 3 Jahren möglich) kann daraus dann ein Geräusch-Memory gebastelt werden. Dabei gibt es immer zwei Dosen mit exakt dem gleichen Inhalt (also auch die enthaltene Menge muss identisch sein, damit das Geräusch nicht verfälscht wird) und dann kann anhand des erzeugten Geräusches versucht werden die Geräusch-Paare zu ermitteln. Möchte man nicht kaufen, sondern selbst basteln, kann man dafür die unterschiedlichsten Dosen verwenden: Filmdosen, Cremedosen aus Apotheken, Dosen für Brausetabletten, die gelben Dosen der Überraschungseier oder hier wurden sogar die Hülsen verwendet, in denen vorher die Zuckerverzierung für Kekse enthalten war. Also auch hier ist vieles möglich.
Wichtig bei der Auswahl ist: Sie sollten farbneutral sein und alle Behälter gleich aussehen, damit das Kind nicht vom eigentlichen, also den Geräuschen, abgelenkt wird.
Das Tolle am Selbstbasteln ist auch, dass man es Erweitern kann, wie man es nun möchte. Hat man ein Kind, welches an dieser Lernerfahrung viel Spaß hat, können noch weitere Geräuschpaare hinzugebastelt werden. Weitere Spielanregung zu den Geräuschdosen findet man auch hier.

Abschließend noch das süße Lächeln meines Herzkindes, wenn er fleissig am Geräusche erzeugen ist :)


Donnerstag, 29. August 2013

Tierfiguren und ihr Einsatz

Heute war ich mit dem Herzkind einkaufen. Für den 1.Geburtstag seiner Großcousine musste noch ein Geschenk besorgt werden. Im Spielwarenladen kann man sich dann wieder kaum entscheiden... soviel tolles Holzspielzeug! Wir haben uns schlußendlich für ein Steckspiel entschieden, welches sicherlich in vielerlei Hinsicht eingesetzt werden kann: Fingerfertigkeit, Formen und Farben erkennen und später dann auch zuordnen. Ich hoffe, es wird der Kleinen gefallen.

Dann sind wir wieder an den Tierfiguren vorbeigekommen und ich musste natürlich eines für den kleinen Keks kaufen. Meine Mutter hat ihm vor kurzem schon ein Pferd gekauft und da sie im gerne etwas mitbringt habe ich sie nun angehalten, gerne immer wieder solch eine Figur mit zubringen... denn diese können, ebenso wie das Steckspiel oben, mehrfach eingesetzt werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für das Herzkind einfach schön die Figuren anzusehen und zu ertasten. Gerade die Figuren von Schleich sind wirklich sehr lebensecht gestaltet (habe ich an dem Hengst sehr deutlich gesehen... *hust*) Auch der Euter der Kuh ist mit Blutadern durchzogen. Es wird auf Details wert gelegt. Dem Kind können später wichtige Unterschiede der einzelnen Tierarten näher gebracht werden (sei es Pfote, Kralle, Hufe, Flosse usw.)



Im nächsten Schritt kann das Kind die Figuren Abbildungen der Tiere zuordnen. Sei es in Tierbüchern, Wimmelbüchern, auf Memoriekarten oder selbstgebastelten Karten (welche später z.B. auch noch mit dem Wort versehen sein können). Gerade diese Lernanregung sieht man immer wieder in englischsprachigen Blogs und ist sehr beliebt, den Kindern im Erlernen von Zuordnungen und Wörter zu helfen.


Das wird dann der nächste Schritt mit meinem Herzkind sein und bis dahin müssen wir noch fleissig weitere Figuren sammeln oder geschenkt bekommen....

Wer schon Kinder hat die gerade fleissig am Wörter lernen sind, sollte sich mit der 3-Stufen-Lektion von Montessori befassen und auch hierzu hat Anna einen tollen Beitrag in ihrem Blog geschrieben: *klick*

Dienstag, 27. August 2013

Mit allen Sinnen - das Schatzkörbchen

Durch das Buch "Kinder fördern nach Montessori" von Tim Seldin bin ich über den Begriff "Schatzkiste" gestolpert. Darin befinden sich viele verschiedene Kostbarkeiten, welche unsere Kinder mit allen Sinnen entdecken können.

Wichtig dabei ist, den Kleinen Anreize zu bieten, also Dinge, die sich in Farbe, dem Material, der Form, Geruch usw. unterscheiden. Das hat sich für mich so interessant angehört, dass ich mich sofort auf die Suche im Haushalt nach geeigneten Schätzen gemacht habe. Mein Herzkind hatte ich dabei auf dem Arm und er schaute bei meinem Vorhaben schon sehr interessiert zu.
Mein erstes Körbchen erstellte ich aus Naturmaterialien: Steine, Muscheln und in die Gläser füllte ich Reis und Weizen.
Kaum hatte ich mein Körbchen fertig, es auf den Boden gestellt und den Zwerg ebenso, robbte er mit vollem Elan darauf zu. Es gab kein Halten mehr für ihn und er war mit seiner vollen Aufmerksamkeit mit dem Inhalt des Korbes beschäftigt. Er tastete, er probierte, er schlug die Gegenstände aufeinander und horchte welche Klänge sie hervor brachten. 
Er verbrachte wirklich 30 Minuten damit, ich war sehr begeistert und freute mich mit ihm, dass er seinen Entdeckerdrang befriedigen konnte.




Zum Schluß wird sich dann auch noch mit dem Körbchen selbst beschäftigt...
Im Englischen heißen die Schatzkörbchen übrigens Treasure Boxes, falls ihr nach weiteren Anregungen suchen wollt. Sehr gut eignet sich dazu übrigens Pinterest. Ich werde nach und nach aber weitere Körbcheninhalte vorstellen und wie mein Herzkind darauf reagiert hat.
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