Freitag, 29. April 2016

Wenn mein Erstgeborener warten muss! Leben mit zwei Kindern!

Seit Tagen sitze ich an diesem Artikel und bekomme ihn nicht fertig. Es ist solch ein emotionales Thema. Man wird mit Gefühlen konfrontiert, die man zuvor nicht kannte und mit denen man nun lernen muss umzugehen. Gestern erschien dann von Verena von "Der Stillzwerg" ein ähnlicher Artikel, die schon so vieles beschreibt was auch ich empfinde. Dennoch will ich meinen Artikel nun zu Ende bringen, denn diese Gefühle sind real, sie sind da und sie müssen niedergeschrieben werden:

Bevor die Tochter unsere Familie erweiterte und unser Leben bereicherte, war der Sohn unser einziges Kind. All unsere Aufmerksamkeit, unsere Liebe und unsere gemeinsame Zeit verbrachten wir mit ihm.
Wenn er spielen wollte, konnten wir mit ihm spielen. Wenn er Hunger hat, konnten wir mit ihm in die Küche gehen. Wenn es ihm nicht gut ging, konnten wir ihn uneingeschränkt und sofort trösten und bei ihm sein. Wenn er einen Kuscheltag brauchte, dann konnten wir ihm unsere Nähe und ganz viel Zeit zum Zuhören geben.
Natürlich konnten die Wünsche des Sohnes und auch so manches Bedürfnis, auch vor der Tochter nicht immer sofort erfüllt werden. Immerhin, er war kein Baby mehr und verstand es auch,  kurz warten zu müssen oder das auch mal dringende Arbeiten auch mal vor dem gemeinsamen Spielen erledigt werden mussten. Oft machte es ihm aber auch Spaß mitzuarbeiten und zu helfen, so dass auch dies gemeinsam verbrachte Zeit war.

Nun ist die Tochter da, seine Schwester und damit ein kleines Menschlein mehr, mit ganz eigenen und nicht weniger wichtigen Bedürfnissen. Gerade jetzt in der Babyzeit ist es für sie sehr wichtig, dass umgehend auf ihre Bedürfnisse nach Wärme, Geborgenheit und Hunger eingegangen wird. Hier entsteht das Urvertrauen. Hier lernt sie, dass auf sie als Mensch, egal wie klein sie ist, auch eingegangen wird. Als kleines Baby ist das Warten müssen, noch keine Alternative. Wenn auf die Bedürfnisse eines Babys nicht prompt eingegangen wird, dann kennt es nur eines: Schreien!
Und wir wissen alle was das Schreien mit uns macht! Es kann uns je nach vorliegender Situation mehr oder weniger in Streß versetzen und auf alle Fälle ist uns wichtig, dass es aufhört. Also geht in vielen Situationen das Baby vor. Das Geschwisterchen muss warten.

Und da sind wir an dem Punkt angekommen, der mich so bedrückt. Der mir wirklich weh tut und mich Abends im Bett auch schon weinen ließ. Ich muss meinen Sohn, meinen Erstgeborenen bitten zu warten. Er macht das wirklich toll, er ist so ein verständnisvoller großer Bruder und doch gibt es auch für ihn Situationen, in welchen er so dringend die Mama bräuchte. Gerade Abends, wenn der Tag zu Ende geht. Wenn viele Kinder anhänglicher werden, kuschelbedürftig sind. Wenn sie die Sicherheit ihrer Eltern zum Einschlafen brauchen oder wenn sie aufwachen.

Nun habe ich zwei Kinder und eines davon braucht mich Abends dringender. Die kleine Tochter. Sie wird gestillt. Sie ist noch ein Baby, welches sich noch viel weniger regulieren kann, als ein Kleinkind. Ihr fällt es noch so viel schwerer Abends loszulassen vom Tag und den Übergang in den Schlaf zu finden. Oft kann ich den Sohn daher nicht in den Schlaf begleiten. Ungern nimmt der Sohn dann den Papa als Alternative. Er ist traurig hier auf seine Mama verzichten zu müssen. Und für mich ist es so unendlich traurig, in seine Augen blicken zu müssen und ihm dieses Bedürfnis nicht erfüllen zu können.
Noch schlimmer finde ich es, wenn wir alleine sind. Wenn der Papa geschäftlich über Nacht verreist ist und ich zwei kleine Kinder alleine ins Bett bringen muss. Die beide noch so viele Nähe beim Einschlafen brauchen. Wenn der Sohn dann weint, weil ich nicht mit ihm Kuscheln kann, er im Grunde traurig neben uns sitzt, während ich seine Schwester versuche in den Schlaf zu stillen, dann würde ich in diesen Momenten am liebsten mitweinen.
Leider konnte ich einen guten Weg, der gleichzeitigen Einschlafbegleitung noch nicht finden. So einfach macht es uns die Tocher nämlich nicht, dass ich während ich sie stille, dem Sohn eine Geschichte vorlese, ihm dann mit einer Hand streicheln und in den Schlaf begleiten könnte. Wenn sie nicht wirklich hundemüde ist, kämpft sie lange gegen das Einschlafen an. Das ist ein unruhiges Einschlafen und ich muss mich voll konzentrieren.

Ich denke in diesen Situationen nicht darüber nach, ob ein Geschwisterchen für meinen Sohn eventuell die falsche Entscheidung war. Denn das war sie nicht. Ich sehe die unendliche Liebe meines Sohnes für seine Schwester. Er knuddelt sie so oft am Tag und würde selbst auch nicht wollen, dass sie weint. Diese beiden Kindern zusammen aufwachsen zu sehen und zu wissen, sie werden sich immer haben, ist ein großes Geschenk, was wir ihnen als Eltern gegeben haben.

Dennoch bin ich froh, wenn die kleine Tochter selbstständiger wird. Wenn sie sich mehr alleine beschäftigen kann. Wenn ich wieder mehr Zeit habe, mich auch mit dem Sohn zu beschäftigen zu können. Wenn ich ihn nicht sagen muss, dass er warten muss, obwohl ich sehe wie dringender auch er mich gerade bräuchte und wie unendlich traurig seine Augen dabei schauen und natürlich wie traurig seine Seele in diesem Momenten ist.

Niemals hätte ich gedacht, dass diese erste Zeit so schwierig werden kann. Jedem Kind gerecht zu werden und dabei keines ständig oder öfters als das andere Kind zurückstellen zu müssen. Ich dachte es würde einfacher werden. Gerade in der Babyzeit. Baby im Tuch, überall mit dabei und alle Hände frei für den Sohn. Aber so ist es leider nicht. Hier sieht man wieder wie unplanbar das Leben doch ist und wie individuell wir Menschen sind, egal wie klein wir sind.

Ich als Mutter muss lernen, dass ich mit meinem Sohn niemals mehr so intensiv die Zeit verbringen kann, wie es noch vor der Schwester war. Das ich eben nicht alles perfekt machen kann und es manche Situationen am Tag geben wird, in denen ich abwägen muss. In denen ein Kind, mit einem dringenderem Bedürfnis vorgehen wird. Ich werde lernen müssen, dass das Warten müssen in vielen Situationen für meinen Sohn garnicht so schlimm ist, wie ich es vielleicht selbst empfinde. Er wächst auch daran und sieht, wie jeder von uns in der Familie in seinen Bedürfnissen ernst genommen wird. Ich werde lernen müssen, dass ich mich dabei nicht schlecht fühlen muss. Niemand von uns kann sich aufteilen und jedem alle Wünsche erfüllen, auch nicht alle Bedürfnisse.

Es ist nicht einfach. Es wirkt, als würde man die heile Welt des Erstgeborenen irgendwie zerbrechen. Ihm etwas wegnehmen, dass er bisher immer hatte und auf was er sich verlassen konnte. Es wird mich wohl noch lange schmerzen, wenn ich dabei seine traurigen Augen sehe und wenn ich es nicht bin, die ihn dann trösten kann.
Das sind Gefühle, auf welche einen niemand vorher vorbereitet. Von denen man vorher nichts ahnen kann und sie sich aber auch nicht vorstellen könnte. Dieses Gefühl der Zerissenheit zwischen seinen Kindern und noch viel mehr das schlechte Gewissen seinem erstgeborenen Kind gegenüber. Ja, diese Gefühle sind es wohl, die so manche Eltern doch vorher schon greifen können, in einem gewissen Umfang. Die sie dazu veranlassen zu sagen, sie wollen kein zweites Kind mehr. Sie wollen diese Gefühle niemals fühlen müssen.
Oft habe ich dies schon gelesen und oft dachte ich mir: Was ein Blödsinn! Man trägt nicht nur Liebe für einen Menschen im Leben in sich. Sie wird immer mehr werden. Sie wird sich auf  alle wichtigen Menschen im Leben und auch auf jedes weitere Geschwisterkind ausdehnen. Und ja, das stimmt auch. An Liebe für alle mangelt es nicht. Niemals! Meine Liebe ist überschäumend für meine Kinder und darum tut es wohl auch so verdammt weh, wenn man manchmal eines zurückstellen muss. Wenn es warten muss. Und ganz besonders natürlich im Moment mein Erstgeborener, mein Sohn. Der doch eigentlich selbst noch so klein ist und noch so viel Mama braucht.

Das sind Gefühle, die nun da sind, die niemals ganz weg gehen werden. Die mich aber auch niemals daran gehindert hätten, mein zweites Kind, meine wundervolle Tochter zu bekommen. Diese Gefühle sind da, aber sie sind nicht den ganzen Tag da. Die meiste Zeit des Tages überwiegt die Freude, das Lachen, das Glücklich sein, über zwei wundervolle kleine Kinder, die das eigene Leben so durcheinander werfen, aber auch so unendlich bereichern. Niemals würde ich es anders haben wollen, jede Facette dieses Lebens gehört dazu. Auch Warten gehört dazu.

Weitere Artikel zu diesem Thema findet ihr hier:

Geborgen Wachsen - Das erste Jahr als Zweifach-Mama
Nestling - Warum ich gerne Mutter von zwei Kindern bin


Montag, 25. April 2016

Mama sein, von früh bis spät!

Zeit für mich! Zeiten in denen ich derzeit ganz für mich alleine sein kann, die gibt es für mich kaum!
Wenn ich früh um 6.30 Uhr aufstehe, dann räume ich schnell etwas die Küche und das Wohnzimmer auf und muss dann schon bald den Sohn wecken. Zum Frühstücken, zum Waschen und Anziehen für den Kindergarten. Zum Glück übernimmt das Hinbringen in der Regel der Mann, sonst müsste ich noch früher aufstehen, noch mehr planen und auch noch die Tochter wecken, stillen, Windelwechseln, Anziehen und alle zusammen dann ins Auto packen usw. 

Wenn der Sohn mit dem Papa losfährt, habe ich etwas Zeit für mich... wenn die Tochter dann etwas länger schläft. Zeit in welcher ich mal in Ruhe auf die Toilette kann... muss ja schließlich auch mal gesagt werden... meist hängt die Tochter in der Trage und ist mit dabei... Zeit in welcher ich anfangen kann neue Blogartikel zu schreiben oder oft ist es doch wieder Zeit, in welcher ich Dinge erledige, die ich sonst kaum mit Tochter in der Trage vorm Bauch schaffen kann.

Wenn die Tochter dann wach wird und ruft, ist sie für den ganzen restlichen Tag meine ständige Begleitung. Beim Duschen steht sie in ihrer Wippe vorne dran und beobachtet mich genau. Wir machen jegliche, mit Trage mögliche, Hausarbeit zusammen. Und das ist doch mehr als man zunächst denkt! Zwischendurch wird gestillt, gewickelt und meist schläft sie am liebsten in der Trage... hin und wieder schläft sie beim Stillen ein, dann kann ich auch mal die Augen zu machen. Während das Kind in der Trage schlummert, kann ich vielleicht auch mal an einem Blogartikel weiter schreiben, meist alles im Stehen, da sie das ständige Schunkeln und Wiegen braucht und sich dabei geborgen fühlt. Manchmal schläft sie auch so tief, dass ich mich mit ihr in der Trage hinlegen kann und auch etwas Auszeit bekomme.

Ab 13 Uhr müssen wir uns dann schon wieder fertig machen. Stillen, Wickeln, Anziehen. Wir holen den Sohn ab. Bei gutem Wetter immer zu Fuß. Wir laufen ca 30 Minuten zum Kindergarten. So bekommen die Tochter und ich auch unsere tägliche Dosis Frischluft und Sonne. Für den Sohn haben wir das Laufrad dabei oder manchmal nehmen wir auch den Fahrradanhänger. Ein bisschen Abwechslung muss sein. Je nachdem, welche Variante wir wählen, dauert der Heimweg mal 30 Minuten, mal 60 Minuten. Mal stoppen wir dazwischen noch auf dem Spielplatz.

Wenn wir heimkommen, will auch der Sohn seine Portion Mama am Tag und wir versuchen zu spielen. Ganz wie es die Tochter zulässt. Wenn sie tief und fest in der Trage schläft, sind Gesellschaftsspiele am Tisch ganz gut. Oder wenn sie wach und fit ist, können wir sie neben uns legen und sie schaut uns zu. Oft geht ab Nachmittags aber auch das Vielstillen los, dass Verarbeiten des Tages, das Nicht-Ablegen-Wollen. Schwierig für mich, schwierig für den Sohn. Der so gerne auch Zeit mit mir verbringen will.

Ab 18 Uhr kommt meist der Papa heim. Dann kochen wir. Dann will der Sohn aber auch Papazeit. Mama-Auszeit gibt es keine... denn die Tochter will sich vom Papa nicht nehmen lassen, wenn sie nicht gerade fit, munter, satt und zufrieden ist. Abends schon garnicht. Dann geht nur Mama. 

Nach dem Abendessen wird der Sohn bettfertig gemacht. Umziehen, Waschen, Zähneputzen. Manchmal darf der Papa, oft will er aber die Hilfe von mir. Sicherlich auch Zeit und Aufmerksamkeit, die er dann von mir bekommen kann. Wenn die Tochter noch Ruhe gibt, gebe ich ihm diese Zeit gerne. Wenn der Sohn dann direkt ins Bett möchte und die Tochter dann immer noch gerne beim Papa ist, kuschel ich mich mit dem Sohn ins Bett, lese ihm eine Geschichte vor und begleite ihn in den Schlaf. So kann er Mamazeit tanken, so kann er ungestört mit mir sein. Oft höre ich dabei aber schon die Tochter einen Stock tiefer weinen. Der Papa bekommt sie wieder nicht beruhigt. Ich sitze dann an auf glühenden Kohlen. Hoffe das der Sohn es nicht hört und doch wieder wach wird und will doch die Zeit mit meinem Sohn genießen.

Wenn der Sohn tief und fest schläft spurte ich nach unten zu meiner Tochter. Stillen, Mama-tanken. Hoffentlich in den Schlaf finden. Denn da tut sie sich Abends sehr schwer. Viele Male wechselt sie dabei die Brust. Manchmal kann ich dabei mit dem Mann noch etwas Fernsehen, manchmal merke ich aber auch, dass ist der Tochter zuviel und wir gehen hoch ins Bett. Ich fühle mich dann etwas isoliert. Weiß ich doch, dass der Abend dann für mich schon zu Ende ist. Wenigstens habe ich mein Smartphone und kann noch etwas einhändig lesen. Einschlafen kann manchmal Stunden dauern. Sie ist unruhig, wechselt immer wieder die Stillseite. Manchmal muss ich sogar wieder aufstehen und sie in den Schlaf laufen und wiegen. Wenn sie dann endlich schläft ist es 21.30 oder sogar 22.30 Uhr.... jetzt selbst noch schnell umziehen und bettfertig machen. Lese ich noch ein Buch weiter? Oder lege ich mich besser gleich hin? 
Manchmal schaffe ich noch ein paar Buchseiten, manchmal lege ich mich einfach nur platt neben meine Tochter. 
Dann ist der Tag auch schon wieder rum. Ganz schnell fliegen diese Tage im Moment dahin, ohne wirkliche Pause, immer mit einem Kind ganz dicht an mir und dem anderen Kind, dass auch seine Zeit mit mir haben möchte. Ich beneide meinen Mann, der oft so völlig unbelagert scheint. Ich sehe aber auch, wie wenig wir uns derzeit haben. Küsse zwischen durch, mal eine Umarmung hier und da, schon ruft wieder ein Kind oder die Tochter hängt sowieso in der Trage dabei.

Zum Glück weiß ich, diese wirklich anstrengende Zeit geht wieder vorüber. Ich habe die Zeit schon einmal mit dem Sohn erlebt. Diese Zeit, die so wichtig für die Kleinen ist und in welcher oft nur Mama der nötige Rettungsanker für alle Lebenslagen ist. Mama sein, von früh bis spät! Ohne Pause, irgendwie fremdgesteuert durch das Kind bzw. die Kinder! Ich kann beim zweiten Kind gelassener damit umgehen, wissend, dass es nur eine kurze Zeit im Leben mit Kindern ist. Eine kurze Zeit, die so intensiv ist. In spätestens 2 - 3 Jahren wird es ruhiger werden, dann werde ich meine Verschnaufspausen wieder bekommen und wieder mehr Zeit für mich haben können. Ich glaube, es wäre gut gewesen, wenn ich dies auch beim Sohn gewusst hätte. Diese erste Zeit ist intensiv, schön und verdammt anstregend! Jetzt weiß ich es, jetzt mit der Tochter ist es einfacher. Nicht leichter, aber begreifbarer und ich weiß es ist absehbar. So kann man auch diese anstregende Zeit, doch auch genießen/bestaunen und es ist ok, Mama zu sein! Von früh bis spät!


Samstag, 23. April 2016

Der offizielle new Mamas World Stoffwindel - TAG 2016


Diese Woche läuft die Stoffwindel-Woche, welche ich schon sehnlichst herbeigesehnt hatte, denn so langsam wächst die Tochter auch aus den Newborn-Höschenwindeln für die Nacht heraus und wir brauchen die nächste Größe. Ich bibberte schon etwas, ob wir es noch bis zur Stoffwindel-Woche schaffen. Zum Glück! Die Stofffwindel-Woche kann ich wirklich jedem empfehlen. Viele Shops bieten tolle Rabatte und Aktionen an. Wer sich also für ein späteres Baby eindecken möchte oder bald die nächsten Größen einkaufen muss, der sollte dafür die Stoffwindel-Woche nutzen.

Passend zur Stoffwindelwoche startete Louis von New Mamas World einen Stoffwindel-TAG... also zumindestens dachte ich, es wäre ein Tag... also wie einen Tag für Meerschweinchen, Tag der Frauen usw.
Jedenfalls schrieb mich Louis an, ob ich nicht auf beim Tag mitmachen wollte. Ich runzelte etwas die Stirn und fragte mich, was man denn da mitmachen soll? An einem Tag? Eventuell einen Artikel zum Thema Stoffwindeln schreiben? Ich dachte mir, dann schau ich jetzt einfach ihr Video dazu an und schnell lichtete sich der Schleier, denn ein Tag war garnicht gemeint! Ein TAG war gemeint oder ausgesprochen: TÄÄÄÄG! Jawohl! Wieder mal was englisches oder amerikanisches und es geht um Stichwörter, Schlagwörter, die an andere Blogger, Youtuber usw. weiter gereicht werden und diese sollen dazu etwas verfassen.
Louis hat sich passend zum Thema Stoffwindeln einige Fragen ausgedacht, die ich nun hier auch gerne beantworten möchte.

1. Was ist deine Lieblingsmarke?
Da kann ich ganz klar sagen, dass ich dies nicht auf eine Marke festmachen kann! Ich liebe meine Blueberry Simplex und genauso liebe ich auch meine Max und Menos Überhosen. Keine von Beiden würde ich missen wollen!

2. Was ist dein Lieblingsfarbe?
Eine Lieblingsfarbe bei Stoffwindeln habe ich nicht. Mag aber generell Grün-Töne sehr gerne oder eben auch Patell-Varianten.

3. Was ist dein Lieblingsprint? 
Ganz aktuell, liebe ich den Sonderedition-Print "Blue Flower" von Blueberry (siehe Bild oben). Es ein wirklich wunderwunderschönes Design und ich kann und werde mich niemals satt daran sehen. Generell bringt Blueberry immer wieder wunderschöne neue Designs heraus und animiert so zum Kaufen. Eine ganz fiese Masche finde ich das... ist bei Max und Menos aber ähnlich. Ich bin jedesmal aufs Neue ganz faszinierd woher Katrin immer wieder diese tollen neuen Designs hernimmt und bin ganz traurig, dass irgendwann eigentlich auch mal genügend Windeln da sind! 

4. Seit wann wickelst du mit Stoffwindeln? 
Beim Sohn habe ich damals erst mit 16 Monaten auf Stoffwindeln gewechselt. In der Schwangerschaft bin ich noch nicht sehr häufig über dieses Thema gestolpert und auch später konnte ich es mir einfach nicht vorstellen. Erst ein Artikel zum Thema "Wärme in Wegwerfwindeln" und eventuelle Zusammenhänge mit niedrigeren Spermienzahlen bei Männern, dachte ich mir, meinem Sohn zu liebe sollte ich mich vielleicht doch nochmal mit dem Thema befassen und so kam ich dann zu Stoffwindeln.
Bei der Tochter wusste ich dann, dass ich von Anfang an mit Stoff wickeln wollte, da mich die Reduzierung der Müllberge doch stark beeindruckt hatte. Ab Tag 5 bekam dann auch sie die Stoffwindeln um den Popo.

5. Was ist dein Lieblingsverschluss?
Snap! Es sieht einfach dauerhaft schöner aus! Obwohl Klett doch gerade für Papas und Großeltern oft praktischer ist und ich muss auch sagen, die Kletts von meinen Max und Menos Überhosen sehen immer noch top aus!  Aber da das leider nicht bei jeder Windelmarke so ist, bleibe ich hauptsächlich bei Snap.

6. Was ist dein Lieblingssystem?
Ich liebe das Überhosen-System. Dazu habe ich auch schon einen langen Artikel verfasst! Ich liebe aber auch mein All-in-One System für unterwegs und für die Großeltern. Es ist einfach superpraktisch, schnell am Kind und für Einsteiger auch einfach zu verstehen.

7. Benutzt du Stoffwaschlappen?
Mittlerweile ja! Beim Sohn habe ich damals noch käufliche Feuchttücher weiter genutzt. Bei der Tochter bin ich aufgrund von Unverträglichkeiten auf selbstgemachte Feuchttücher umgestiegen und bin mal wieder überrascht worden, wie einfach es doch ist.

8. Was ist dein Lieblingsaccessoir? 
Was mir am meisten hilft ist mein Turmwäscheständer. Bei einem Kind reichte der vorhandene Wäscheständer noch aus. Bei zwei Kindern und damit noch mehr reguläre Wäsche plus Windelwäsche reicht es einfach nicht! Der Turmwäscheständer ist daher sehr praktisch und bin sehr froh diese Investition getätigt zu haben.

9. Welches ist dein Lieblingsviedo von new Mamas World?
Ok, ich gebe ehrlich zu. Ich bin nicht so der Video-Schauer! *hust* Ertappt! Dafür muss ich wirklich Zeit und volle Konzentration haben und da ich jemand bin der gerne x-Dinge gleichzeitig macht, lese ich lieber. Aber ich habe schon ein paar Videos geschaut, so ist es nicht und ich mag die aufgedrehte Art von Louis sehr. Man merkt einfach, sie ist mit vollem Einsatz dabei und das überzeugt! Das Video "Feuchttücher selbst herstellen", war für mich natürlich auch wichtig zu sehen, als es bei der Tochter nötig wurde.

10. Welches WaMi benutzt du?
Beim Sohn habe ich immer die dm-Kombi verwendet und war sehr zufrieden damit. Es gibt viele, die diese wohl nicht sehr gut finden, angeblich würde diese die Windeln angreifen usw. Davon habe ich nie etwas feststellen können und auch der Sohn hatte keinerlei Hautprobleme damit. Die Tochter schien allerdings darauf zu reagieren, so sind wir auf das Sensitiv-Vollwaschmittel von der Rossmann-Eigenmarke umgestiegen. Auch damit bin ich sehr zufrieden und die Tochter verträgt es problemlos.

11. Wer ist dein Lieblingsblogger?
Eindeutig Susanne von Geborgen Wachsen! Ich liebe ihre Art mit den Kindern zu leben, wie sie mit Kindern umgeht, wie sie dies an ihre Leser vermittelt und damit auch versucht ein Umdenken herbei zuführen. Einen wertschätzenden Umgang mit allen Menschen zu Leben, ob Groß, ob klein.  

12. Welche Creme benutzt du?
Ich benutze, wenn es sein muss, die Popocreme von Weleda. Eindeutig die Beste!

13. Trockner oder Wäscheleine?
Beides! Meine AIO und sonstiges PUL kommen immer direkt auf die Leine und meine Einlagen, Prefolds und Höschenwindeln dürfen immer erst eine kurze Runde im Trockner drehen, damit sie schon weich bleiben und kommen dann erst auf die Leine.

14. Fleece oder Vlies?
Für Muttermilchstuhl das Fleece. Bin sehr begeistert davon! Ab Beikost-Start werde ich dann wieder Vlies verwenden.

15. Wie viele Windeln hast du in deinem Stash?
Stash? Was ist denn das schon wieder!? Ok, es wird wohl bedeuten, wieviel Windeln befinden sich in unserer Schublade, stimmts? Ich hab keine Ahnung! Es sind defintiv einige mehr, als vielleicht benötigt werden, aber so viele, dass ich auch problemlos nur alle 3-4 Tage waschen muss und dann auch eine Waschmaschinen-Ladung voll bekomme. Das ist mir nämlich auch sehr wichtig und hilft ebenfalls der Umwelt. Einige Windeln und die größeren Einlagen vom großen Bruder lagern noch ein, die zähl ich also jetzt mal lieber nicht... *hust*

16. Wieviele Skip Hop Boxen hast du?
Garkeine! Für Unterwegs, wenn ich sie denn mal brauche, verwende ich derzeit immer noch normale käufliche Feuchttücher.

Huch, das war es?! Ich bin durch mit allen Fragen. Waren auch schon eine Menge, oder? Ich danke Louis für die tolle Idee und freue mich, wenn noch viele weitere an diesem TAG teilnehmen würden. Es ist einfach sehr interessant auch von anderen ihre Antworten zu gleichen Fragen zu lesen und eventuelle Ähnlichkeiten zu erkennen oder auch vielleicht ganz andere. Das Thema Stoffwindeln ist einfach wahnsinnig vielfältig und breit gefächert und macht es daher auch so spannend und interessant.

Donnerstag, 14. April 2016

#RMBE - Ein Bloggertreffen und meine Eindrücke

Als ich vor wenigen Wochen von Johanna von Mamalogik angeschrieben wurde, dass sie zusammen mit Marsha von Mutter & Söhnchen und Frida von 2KindChaos ein Bloggertreffen ganz in meiner Nähe plant und ob ich den Lust hatte zu kommen, zögerte ich keine Minute... ok, gleich antworten konnte ich nicht, ich musste erst meinen Mann fragen, ob er Zeit hat auf den Sohn aufzupassen... als das klappte, schrieb ich direkt freudestrahlend zurück und sagte zu.

Wahnsinn, ein Bloggertreffen in meiner Nähe! Endlich! Nicht in Berlin, Köln, München oder Hamburg. Ewigweit weg und einfach mit zwei kleinen Kindern nicht machbar.

Am Freitag, den 08.04.2016, war es dann endlich soweit. Ich packte Tochter, Wickeltasche und Tragehilfe ins Auto und fuhr, meiner Meinung nach..., frühzeitig los. Da habe ich die Rechnung nicht mit Baustellen, Berufsverkehr und Rückstaus gemacht... ich kam mehr als eine halbe Stunde zu spät und war kurzfristig etwas verstimmt. Ich hatte wirklich Glück gleich einen Parkplatz zu finden, denn an der Location selbst gab es keine, wie ich zunächst angenommen hatte. Wer Großstädte und größere Städte kennt, weiß wie schwierig eine Parkplatzsuche sein kann...

Also schnell die Tochter in die Trage und ab zum Bloggertreffen. Dort fand schon der erste Vortrag von Roberto von GrafGrafik statt, in dem es über das Thema SEO und die Reichweitensteigerung ging. Schade, dass ich nur die letzten Minuten mitbekommen konnte. Das war sicherlich recht interessant. In den wenigen Minuten, die ich von diesem Vortrag noch mitbekam, scannte ich erst mal den Raum um mich etwas zurecht zu finden. Wow, waren das doch viele Menschen, auch einige Kinder waren mit dabei. Johanna, Marsha und Frida haben sich echt alle Mühe gegeben, um aus dem in die Jahre gekommenen Raum noch etwas rauszuholen und ihn schick zu machen. Hinten stand ein tolles ausschließlich veganes Buffet, welches von Johanna von Lillydo gesponsort worden ist.

Kaum hatte Roberto seinen Vortrag beendet, ging es auch schon zacktack weiter mit den Mädels von Blogger Artist weiter. Anne und Andrea stellten uns ihren bisher produzierten Blogplaner Jahreskalender vor und hatten dann auch noch eine kleine Überraschung vorbei. Ihr neustes Produkt, ebenfalls einen Kalender, aber in der Pocketversion, zum überall dabei haben und schnell griffbereit sein. Wir sind die Ersten, die ihn in den Händen halten dürfen und jede Bloggerin bekam sogar einen geschenkt. Ich finde die Idee und die Gestaltung wirklich sehr schön und muss mir da auch wirklich mal an die Nase greifen. Mir schwirren immer soooo viele Ideen im Kopf herum und schreibe sie nie gleich auf, oft geht dabei immer mal wieder etwas verloren und/oder ich denke erst wieder Wochen später daran. Vielleicht schaffe ich es jetzt mit diesem schicken Kalenderchen etwas mehr Ordnung in mein Blogschreiben zu bringen.

Nach Anne und Andrea folgte dann Johanne von Lillydo und stellte ihr ganz neues Startup-Unternehmen vor. Vegane Windeln und Feuchttücher... mit ohne alles... also "frei von Stoffen, die unsere Haut nicht mag", wie sie selbst so schön in ihrer Broschüre schreiben. Die Windeln haben dazu noch ein sehr schönes Design. Die Feuchttücher sind 100% kompostierbar, die Windeln leider nicht. Da bleib ich doch bei meinen Stoffwindeln. Werde die Windeln von Lillydo aber doch bei meinem Sohn testen, der sie hin und wieder noch für die Nacht benötigt. Wer also nicht auf Wegwerfwindeln verzichten und eine deutsche Firma, die vegan und tierversuchsfrei arbeitet, unterstützen möchte, der ist hier richtig genau richtig. Johanna ist wirklich sehr, sehr sympatisch und hilfsbereit. Sie steht einem wirklich bei allen Fragen zu Verfügung und hat sie sehr kompetent beantwortet.


Den Abschluß der Vortragsrunde übernahmen Miriam und Julia von BlatterPR. Sie sind im Grunde die Vermittlung zwischen Firmen und Blogger. Firmen kommen auf sie zu und wünschen Öffentlichkeitsarbeit für sich bzw. ihre Produkte. Blatter PR baut dies auf und auch Blogs sind hier in den Fokus gerückt als starke und authentische Werbeflächen. Die großen und erfolgreichen Blogs "Baby, Kind und Meer" und "Mit Kinderaugen", sind z.B. gern genutzte Kooperationspartner von BlatterPR. Ich bin sehr beeindruckt, wie nützlich Blogger doch für Firmen im Grunde sind und das dies immer mehr auch genutzt wird.  


Nach all diesen schönen Vorträgen war dann der gemütliche Teil angebrochen und das Geschnatter begann. Die Bloggerinen unterhielten sich untereinander oder mit den Vortragsteilnehmern. Auch testeten sie zusammen mit Andy von Amigo-Spiele die mitgebrachten Kinderspiele. 
Eine Verlosung der aufgebauten Haba-Kugelbahn, mit welcher die anwesenden Kinder spielen durften, gab es auch. Cool, oder? 



Am längsten konnte ich mich mit Carina vom Blog Nordhessenmami, Marsha von Mutter und Söhnchen und Dani von GluckeundSo unterhalten, auch mit Sarah von Schwesternliebe und wir, wechselte ich einige Worte. Alles wirklich sehr liebe und nette Mamas und ich glaube an einem Stammtisch wären wir wohl nicht mehr mit quasseln fertig geworden. Es waren aber auch noch soviele weitere Mamis da, mit denen ich mich leider überhaupt nicht unterhalten konnte: Anke von Gemüsebaby, Viola von KinderKichern, Klaudia von Klaudia bloggt, Martina von Jolinas Welt, Sabrina von Babykeks, Ella von HerzkindmamaMutterstiefchen und Minusch von 2KinderKücheBadBalkon. Vielleicht klappt es beim nächsten Bloggertreffen, ich würde mich sehr freuen, euch näher kennenzulernen.

Und dann ging die Zeit doch viel zu schnell rum, um 18.30 Uhr mussten wir schon beginnen alles aufzuräumen, da der Raum nach uns schon wieder vermietet worden ist (was so eigentlich nicht geplant war!). Das war leider blöd gelaufen und Frida, Johanna und Marsha wissen für das nächste Mal schon, dass hier mehr Zeit eingeplant werden muss. Man kann doch für uns Frauen nicht nur ein Zeitfenster von 2,5 Stunden fixieren. Wie soll denn das funktionieren, bei unserem Mitteilungsbedürfnis. Gerade wir Bloggerinnen haben doch ganz viel, was wir zu sagen haben bzw. erzählen wollen ;)

Ich versuchte noch etwas mit aufzuräumen, was leider nicht lange möglich war, denn die Tochter hatte von dem ganzen Geschaukel dann doch die Nase voll und wollte hier weg. Ich schnappte mir dann meine Goodiebag.... nein, nicht nur eine, es waren DREI Stück... und lief dann bepackt wie ein Esel zum Auto. Wer rechnet denn bitte schon mit DREI vollen Tüten? ie Tüten wurden mit ganz vielen tollen Dingen von den Sponsoren bepackt: 


Nach einem kleinen Still-Zwischenstop der Tochter auf einem Autobahn-Parkplatz, kam ich dann völlig geplättet von den ganzen Eindrücken und megaglücklich Zuhause an. Dort packte ich die ganzen Tüten aus und fühlte mich wie an Weihnachten. Meine Güte, was da alles drin war. Ich konnte das kaum glauben! Alles für uns BloggerInnen?!

Liebe Frida, Marsha und Johanna ich bedanke mich sehr, sehr herzlich bei euch! Danke, dass ihr dieses tolle Treffen organisiert habt und was daraus geworden ist. Ihr habt Low-Budget geplant und war selbst überrascht, wieviele Sponsoren ihr gefunden habt und wie gut dieses Treffen von Bloggern und Sponsoren angenommen worden ist. Ja, genau solch ein Treffen hat in unserer Region gefehlt und ich hoffe sehr darauf, dass es weitere so tolle Treffen geben wird. Ihr habt das ganz toll gemacht und ich freue mich sehr auf weitere Vernetzung. 

#RMEB - for a better connection!



 
* Vielen Dank auch für die Nutzung der Bilder (meine eigenen Bilder habe ich gekennzeichnet), die uns Marsha freundlicherweise zur Verfügung stellt.

Freitag, 8. April 2016

Meine 9 Must-Haves beim Stoffwickeln




























Heute möchte ich euch meine persönlichen Must-Haves beim Stoffwickeln vorstellen. Wer vor dem Stoffwickeln mit Wegwerfwindeln gewickelt hat, weiß sicherlich selbst, dass nun doch das eine oder andere zusätzliche Zubehör nötig wurde bzw. einfach auch ganz praktisch ist.

Stoffwindelgeeignete Kleidung

Stoffwindeln sind eben Stoffwindeln und keine superdünnen Wegwerfwindeln, die sich erst in Verbindung mit Pipi etwas ausdehen. Stoffwindeln brauchen um eine gewisse Saugkapazität zu erreichen auch entsprechend Saugmaterial. Dies ist von Anfang an da und macht eben doch ein etwas größeres Windelpaket als so eine Wegwerfwindel. 
Das kann eventuel zu Problemen bei der Kleidungsauswahl führen. Enge Leggings sind da nicht praktisch, da sie meist zu eng anliegen und schnell die Feuchtigkeit aus der Windel ziehen können oder auch die schicken Skinny-Jeans schaffen es meist garnicht erst über den Windelpopo. Es gibt mittlerweile aber viele tolle nähbegeisterte Mütter, die sich diese Nische zu Nutze gemacht haben und tolle Pumphosen nähen. Es gibt aber auch generell Schnitte, die sehr gut zu Stoffwindeln passen. Zum Beispiel Knickerbocker-Hosen von Petit Cochon. Sind die nicht einfach wunderhübsch? Bei diesem wundervollen Schnitt, hat auch eine Stoffwindel problemlos Platz und es sieht einfach zuckersüß aus!

Bodyverlängerungen

Ebenfalls ein etwas lästiges Mitbringsel von Stoffwindeln ist das Bodyproblem. Oben rum würden sie noch wunderbar passen, nur unten bekommt man mit dem größeren Windelpopo den Body nicht mehr zu. Zu sehr darf man dann auch nicht quetschen, damit es noch passen könnte, sonst kann die volle Saugleistung der Windel nicht erreicht werden und die Feuchtigkeit zieht nach außen in den eng anliegenden Body. Eine tolle Erfindung sind hier die Bodyverlängerung . Ich bin total begeistert davon und so kann man Bodys noch eine ganze Weile weiter nutzen und muss nicht schon auf die nächste Größe wechseln und die Ärmel gefühlt dreimal umkrempeln.

Windelvlies 

Muttermilchstuhl kennt jeder. Flüssig und schafft es wirklich in jede Ritze und findet jeden Ausgang aus einer Windel. Gerade wer zuvor mit Wegwerfwindeln gewickelt hat, kennt die schrecklichen Unfälle mit Muttermilchstuhl, nach denen man das Kind komplett umziehen und am besten nochmal in die Badewanne packen muss... Stoffwindeln selbst verhindern dies alleine schon durch ihre tollen Bündchen! Keine Unfälle und kleine Katastrophen mehr.
Wer mit Überhosen wickelt, nutzt dieses System gerne, weil man die Überhosen auch öfters verwenden kann. Kommt Stuhl drauf müssen diese natürlich in die Wäsche. Das tolle Windelvlies verhindert meist, dass sich der Stuhl in jede Ritze verirrt und hält diesen schön in der Mitte, da durch die langen Fasern der Stuhl besser aufgehalten wird. Eine tolle Idee!

Waschläppchen

Wer mit Stoffwindeln wickelt tut dies meist aus zwei wichtigen Gründen. Keine Chemie an den Popo des Kindes und Vermeidung von unnötigem Müll. Diese beiden Punkte spiegeln sich auch bei Feuchttüchern wieder. Auch hier sind viele Inhaltsstoffe eher bedenklich und es wird viel Müll produziert.
Selbstgemachte Feuchttücher aus kleinen Läppchen und Wasser schönen die Umwelt und enthalten keine bedenlichen Inhaltsstoffe. Die Tücher kann man entweder selbst nähen, aus vorhandenen Handtüchern oder wer darin nicht so begabt ist oder einfach keine Zeit hat, kann sich schöne Waschläppchen auch kaufen. Es gibt sie in schlichten weiß oder auch in ganz vielen tollen Farben und Mustern .

Nasstasche

In vielen Wickeltaschen gibt es eingenähte Nasstaschen. Diese sind allerdings eher für dreckig oder nassgewordene Kleidung geeignet. Für Windelwäsche möchte ich diese eher weniger nutzen. Da sie doch schlechter zu reinigen sind.
Hier eigenen sich Nasstaschen oder auch Wetbags genannt. Diese gibt es in ganz vielen verschiedenen Größen. Zur Mitnahme von selbstgemachten Feuchttüchern oder für Kurztrips oder auch wenn man länger unterwegs ist. Manche sammeln ihre benutzen Windeln auch Zuhause darin und kippen dann den Wetbag einfach in der Waschmaschine aus und waschen diesen dann mit. Die ganz großen Nasstaschen sind auch prima für die nasse Wäsche im Schwimmbad geeignet.
Nasstaschen sind also absolute Allrounder und bei den vielen Herstellern hat man wirklich die Qual der Wahl, welche Größe und welches Design man nun haben möchte!
Nachtrag: Hier habe ich ein ganz tolles 3er-Set entdeckt, mit verschiedenen Farben und Mustern und sogar mit einem Nass- und Trockenfach. Und einem Druckknopf am Griff, so dass man den Wetbag auch gerne mal an den Kinderwagen knipsen kann. 

Windelklammern

Wer mit Überhosen wickelt, wickelt meist auch mit Prefolds oder Mulltüchern. Diese können entweder einfach in die Überhose eingelegt werden oder man wickelt diese zunächst um das Kind herum. Das Windelpaket wird dadurch kleiner und gerade der Muttermilchstuhl kann so auch zuverlässiger in der Prefold oder Mullwindel gehalten werden und beschmutzt die Überhose nicht. Um das gefaltete Paket um das Kind auch zu halten, bis die Überhose dann angelegt ist, gibt es die herrkömmlichen Windelklammern oder auch ganz neu und superstylisch die Windelklammern von Boingo. Sie sind noch sicherer als bekannte Windelklammern und können das Kind nicht picksen.

Organisationsboxen

Wer nun also mit Stoff wickelt und und selbstgemachte Feuchttücher verwendet, braucht auch einen Platz in dem er die vorbereiteten Feuchttücher lagern kann bzw. eine Ablage, in welcher er die benutzen Feuchttücher und Stoffwindeln zwischenlagern kann bis diese dann in die Wäsche kommen.
Manche nutzen, wie oben schon geschrieben, Nasstaschen. Ich selbst mag das nicht so, da sich darin ein sehr leckeres Klima aus Ammoniakdämpfen bildet, die meine Nase sehr stören und auch die Windel angreifen können, wenn man diese zu lange darin lagert. Daher lagern meine benutzen Windeln in einem offenen Korb auf dem Balkon zwischen, bis dieser voll genug ist für die Waschmaschine. Ich möchte allerdings nicht jede benutzte Windel sofort zum Korb tragen und habe daher ein kleines Ablagesystem an meinem Wickelplatz, welches ich dann hin und wieder am Tag in den Korb räume. Ein tolles Ordnungssystem sind auch die IKEA Organisationsboxen zum Einhacken am Wickelplatz. Platzsparend und man hat Platz für Waschläppchen, eventuell auch Wasser, wenn man sie erst feucht machen möchte, wenn man sie benötigt und eine große Box zum Windel-zwischenlagern!

Wäscheturm

Bei der Windelwäsche meines Sohnes hat mir noch unser normaler Wäscheständer gerreicht, aber auch da kam ich hin und wieder in Bedrängnis, wenn auch viel normale Wäsche anstand. Windelwäsche braucht eben doch etwas länger zum Trocknen und dann wurde mir der Platz hin und wieder etwas knapp. Mit nun zwei Kindern und davon einem Kindergartenkind, das täglich neue Kleidung benötigt, musste ich mir etwas einfallen lassen.
In Stoffwindelkreisen sind Turm-Wäscheständer die Lösung! Windelwäsche kann prima aufgrund der geringen Größe übereinander gehängt werden und so kann auf wenig Platz viel Windelwäsche zum Trocknen aufgehängt werden. Ich will meinen Ständer jedenfalls nicht mehr hergeben!

Stoffwindelgeeigneter Wickelplatz

Wie ich damals in meinen Beitrag zum stoffwindelgeeigneten Wickelplatz schon schrieb, man benötigt für Stoffwindeln doch schon etwas mehr Platz. Einlagen, Prefolds, Nachtwindeln, Überhosen usw. müssen irgendwo gelagert werden, aber auch schnell griffbereit sein. Hier haben sich die findigen Stoffwickler viele verschiedene Lösung einfallen lassen (ich glaube, ich muss diese auch mal zusammen tragen!). Ich finde meine große Schublade meiner Wickelkommode einfach superpraktisch und habe direkt alles zur Hand. Wer also noch nach einem passenden Wickelplatz bzw. Wickelkommode sucht, sollte den Aspekt des Platzbedarfes bei Stoffwindeln in seine Entscheidung mit einfließen lassen.

Dies waren nun also meine 9 persönlichen Must-Haves beim Stoffwickeln. Sicherlich hat hier jeder Einzelene von uns, noch andere besondere Must-Haves oder interessantes Zubehör, welches für ihn für ein angenehmes und praktisches Stoffwickeln sinnvoll sind. Das würde mich natürlich sehr interessieren und freue mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert und mir eure Must-Haves verratet! Ich bin schon sehr gespannt!

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Mittwoch, 6. April 2016

Sie schläft wie ein Engel...

... wenn sie dann endlich schläft!

Ja, so ist es und ich glaube der Schreibstoff zum Thema Schlafen wird mir nie ausgehen! Schlafen ist so existenziell, dass er eben auch immer wieder zum Thma wird! Und wenn man noch so entspannt ist beim Thema Schlafen, spätestens dann, wenn der Schlafmangel anklopft, wird es doch unentspannt.

Durch meinen Sohn habe ich schon viel erlebt und fühlte mich daher gewappnet. Ich habe gelernt, dass sich Schlaf nicht erzwingen lässt, das die meisten Kinder viel Nähe dafür brauchen und das sich das Schlafverhalten gefühlt täglich auch wieder ändern kann.

Nun kam die kleine Tochter und lehrte mich mal wieder Neues! Beistellbettchen sind doof, tagsüber ablegen ist doof. Ganz dicht bei der Mama sein. Das bedeutet Nähe, das bedeutet Sicherheit und geborgen sein. Ein 24Stunden Tragling sozusagen. Sich zunächst keine Minute mehr frei zufühlen ist eine enorme Umstellung. Ich war sehr froh, dass mein Mann die ersten zwei Monate in Elternzeit Zuhause war. So konnte er sie auch immer mal übernehmen.

Der Nachtschlaf wandelte sich so, dass ich die Tochter neben mir ablegen konnte, wenn sie tief genug schlief. Dies war schon eine enorme Erleichterung. Als Bauch- und Seitenschläferin, die ganze Nacht auf dem Rücken zu liegen, ist nicht sehr angenehm. Das Stillen weitete die Tochter sehr schnell aus. Mindestens 3 Stunden lagen dazwischen von Anfang an und ruckzuck kamen 4 und 5 Stunden Abstände dazu. Ich konnte es kaum glauben, vom Sohn war ich so viel Nachtruhe nicht gewöhnt.

Dafür lässt sie sich auch weiterhin Tagsüber nicht ablegen, was beim Sohn nie ein großes Problem war. Mittagsschläfchen waren bei ihm, auch für mich möglich. Mit der Tochter in der Trage, die nonstop gewiegt und bewegt werden wollte, nicht wirklich... am Anfang schlief sie nach dem Stillen noch ein und ich schlief mit ihr. Irgendwie ist Stillen bei ihr aber leider kein Garant für Einschlafen, wenn sie nicht gerade totmüde ist. Das war beim Sohn immer sehr schön und sehr praktisch!
Sobald ich probiere sie tiefschlafend aus der Trage oder von meinem Arm aus ablegen zu wollen, gehen bei ihr sofort die Augen auf. Alarmstellung sozusagen... tiefstes Steinzeitbaby, könnte man das auch nennen. Ich glaube, ihr Babyinstinkt kann Tag und Nacht sehr gut unterschieden und das tagsüber noch viel Bewegung vorhanden ist und Nachts eben nicht. 

Mit 11 Wochen weiteten sich die Stillabstände in der Nacht immer weiter aus und plötzlich schlief sie durch! Ein durchschlafendes Stillbaby! Wo gibt es denn sowas? Ich weiß, dass dies eine kleine Rarität ist!

Bis sie aber Abends zu diesem kleinen durchschlafenden Stillbaby wird, ist viel Geduld gefragt. Denn als würde man einen Schalter umlegen ist für sie mit Einsetzen der Abendstunden Unruhe vorprogrammiert. Sie findet nicht in den Schlaf und mein Mann und ich können uns mit Tragen und Schuckeln abwechseln bis sie wirklich mal eingeschlafen ist. Das kombiniert sich dann oft auch mit viel Weinen. Sie findet nur schwer in den Nachtschlaf und im Grunde bin ich selbst fix und fertig, bis sie dann endlich ins Träumeland verschwunden ist.

Zwischenzeitlich konnten wir dann auch wieder das Beistellbettchen anbauen. Nachdem sie sich so zuverlässig Nachts ablegen ließ und auch etwas Abstand zwischen uns kein Problem mehr für sie darstellte, probierten wir es einfach. Ich habe zwar keine Probleme damit, dass sie direkt neben mir liegt, wenn allerdings der Bruder Nachts noch zu uns rüber kommt, haben wir einfach akuten Platzmangel. Der Übergang ins Beistellbettchen funktionierte problemlos. Einzig das vorsichtige vom Bauch Heruntergleitenlassen ist wichtig! Rüberheben ist nicht möglich, da würde sie wach werden. Nachdem sie die ersten zwei Nächte zum Stillen wach wurde, merkte ich, sie ist etwas kühl und deckte sie die darauf folgenden Nächte mit noch einer weiteren Decke zu... Schlafsäcke sind doof... von Anfang an hält sie von diesen nichts... auch wieder ein Unterschied zum Bruder. Seitdem schläft sie nun auch im Beistellbettchen durch. Ganz selten wird sie Nachts mal wach und sucht den Schnuller und noch seltener braucht sie eine kleine nächtliche Stärkung.

Da sie Abends spät in den Schlaf findet, meistens erst zwischen 22 - 23 Uhr, schläft sie morgens lange. Meistens meldet sie sich ab 8.30 Uhr oder ab 9 Uhr, manchmal auch später. 10 - 11 Stunden schläft sie im Schnitt. 

Morgens habe ich also eine gewisse Zeit für mich, sobald Mann und Sohn aus dem Haus sind. Hier kann ich Blogbeiträge schreiben, Kleinkram erledigen, der mit Kind auf dem Arm schlecht möglich ist. 

Unsere Kinder sind so unterschiedlich. In manchen Dingen sind sich Sohn und Tochter sehr ähnlich. Das Nicht-in-den-Schlaf-finden wollen, das lange Ausschlafen... aber dazwischen... grundverschieden! Wie vermisse ich den Mittagsschlaf, den ich beim Sohn hatte... aber genauso schätze ich das Durchschlafen von der Tochter... wenn man sich doch nur das perfekte Baby zusammenbasteln könnte.... schön wäre es! Aber leider nicht machbar! Und so müssen wir uns eben weiterhin mit dem Schlaf unserer Kinder arrangieren. Ihn nehmen wie er kommt! Und wenn sie dann mal schlafen, dann schlafen sie wie Engel!










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