Donnerstag, 30. April 2015

Kinder sehen soviel mehr!


Was sehen wir noch in unserem abgestumpften Alltag? Achten wir noch darauf was abseits unserer Wege geschieht? Welche Vielfalt im Moment der Frühling wieder hervorbringt? Welche Blüten wachsen? Welche Insekten um uns herum surren, summen und brummen?
Wir sind so gefangen in unserer Routine, dass wir oft das Leben um uns herum nicht mehr wahr nehmen! Es ist für uns schon zu einer Normalität geworden. Es hat seinen Reiz des Neuen verloren. Wir haben es vor langer Zeit erkundet, in unsere geistigen Schubladen einsortiert und archiviert.
Aber auch wirklich Neues, bleibt uns oft verborgen, da wir so sehr in unserem Alltag leben, das wir es meist einfach nicht mehr wahrnehmen. Wir haben feste Tagesabläufe und arbeiten diese ab, ohne Abweichung!

Dann kommen unsere Kinder! Und sie sind anders! Wir hören plötzlich wieder Flugzeuge am Himmel! Waren das schon immer so viele? Wir hören die vorbeifahrenden Züge? Ist das wirklich so laut? Wir sehen Ameisen den Weg passieren und wunderschöne Blumen am Wegesrand wachsen. Weil unsere Kinder uns darauf aufmerksam machen!

Warum hören und sehen unsere Kinder das? Unsere Kinder kommen auf die Welt und für sie ist alles unbekannt! Alles ist neu und voller Faszination. Sie besitzen den absorbierenden Geist und nehmen alles auf. Ungefiltert und mit jeder einzelnen Kleinigkeit. Sie können noch innehalten und einer kleinen Ameise ewig dabei zusehen, wie sie etwas transportiert. Jegliche Geräusche sind für sie Explosionen in ihrem Kopf und werden beachtet. Wir filtern die meisten Geräusche im Alltagstrubel schon aus, sonst würde unser Kopf wohl platzen.

Unsere Kinder beschäftigt alles, sie lernen und wollen ihr Umfeld und ihre Umwelt verstehen und begreifen. Und so können sie ewig bei jeder Kleinigkeit verharren. Aber sind es wirklich Kleinigkeiten? Für uns mag es so erscheinen, weil wir sie schon kennen. Für unsere Kinder sind es Teile einer großen Welt, die erfasst werden müssen. 

Wir müssen daher aufpassen, dass wir ihnen unseren Alltagstrott nicht überstülpen. Das wir ihre Faszination klein reden und diese nicht wahrnehmen wollen. Nur durch die Betrachtung der kleinsten Dinge, kann das große Ganze verstanden werden. Unser Leben verstanden werden. 

Und verstehen wir dann nicht auch, warum sich unsere Kinder wehren, wenn wir sie zur Eile drängen? Wenn sie gerade tief versunken in ihren Betrachtungen sind? In dem Erfassen von wundervollen Dingen? Ist es nicht verständlich, dass sie dann nicht weitergehen möchten? Das es ihnen schwer fällt zu begreifen, warum es für uns nicht wichtig ist? Nehmen wir uns die Zeit, wann immer es möglich ist. Planen wir vielleicht sogar automatisch mehr Zeit ein.

Denn mal ganz ehrlich: Ist es nicht wunderschön, wieder all diese kleinen Dinge in unserem Leben wahrzunehmen? Das Vogelzwitschern? Das Summen? Die Zuggeräusche? Und der kleine wundervolle Marienkäfer der sich im Gras verbirgt und an einem Stängel empor klettert?





Mittwoch, 29. April 2015

Meine Vereinbarkeit passt (im Moment)

Seit Ende Dezember letzten Jahres ist die Elternzeit rum. Ich arbeite wieder und so sehr ich auch etwas Bammel davor hatte, wie diese zusätzliche Belastung noch funktionieren würde, es klappt erstaunlich gut.

Zunächst ging natürlich alles etwas drunter und drüber. Die Eingewöhnung bei der Tagesmutter musste plötzlich abgebrochen werden und wir mussten überlegen, was nun? Zum Glück ist meine Mama ohne zu Zögern eingesprungen und versorgt nun den Zwerg. Von 7.00 -  max. 14.30 Uhr ist er bei den Groß- und Urgroßeltern bestens betreut.

Morgens bringt ihn der Papa zu den Großeltern, damit ich entsprechend früh bei der Arbeit bin, meist um 7 Uhr. An so manchen Tagen, wie auch diese komplette Woche, muss ich den Zwerg morgens auch hinbringen, denn der Papa ist geschäftlich unterwegs. Dann wird es meist erst 7.40 Uhr bis ich endlich bei der Arbeit ankomme.

Bei der Arbeit selbst hat sich nichts wesentliches geändert. Ich kann mich noch genauso einbringen, wie ich es vor 2 Jahren auch getan habe. Der Wiedereinstieg lief problemlos und auch das ich noch stille und somit nicht mit allen Chemiekalien arbeiten kann, wurde kommentarlos akzeptiert (nur einer meiner Kollegen guckte etwas unglaubig) und diese anstehenden Arbeiten werden übernommen. Dafür erledige ich dann andere Dinge und kümmere mich auch wieder um Sicherheitsthemen, Gefährdungsbeurteilungen usw. Wie auch zwei Jahre zuvor schon.
Die Arbeit kann ich mir gut einteilen und sie ist problemlos übertragbar. Muss ich also nach Hause, kann ich mit entsprechender Absprache die noch fertigzustellenden Arbeiten weitergeben an Kollegen. Das geschieht allerdings nur selten. Denn sind wir mal ehrlich, wir Teilzeitkräfte wollen uns nicht nachsagen lassen, wir beenden keine Arbeit!

Ich habe eine 20-Stunden-Woche und den Freitag habe ich frei. Da passe ich dann auf den Zwerg auf, da meine Mama an diesem Tag komplett arbeiten geht. Die anderen Tage der Woche geht sie nachmittags arbeiten und am Samstag arbeitet sie auch weiter, wie zuvor. Montags kann ich meist länger machen und Stunden aufbauen, wenn mein Mann Zuhause ist und einen Home-Office-Tag einplant. Dann holt er den Zwerg ab. Mittwochs hat die Oma komplett frei. Dann bleibt der Zwerg bis 17 Uhr bei ihnen und ich kann länger arbeiten. Einige Stunden aufzubauen, empfinde ich als sehr wichtig, ich weiß nie, wann es notwendig ist wegen dem Kind auch mal früher nach Hause fahren zu müssen. Vielleicht wird er krank, es geht ihm nicht gut usw. Dann sind einige Plusstunden Gold wert!

Diese derzeitige Regelung klappt wirklich sehr gut, wenn natürlich nicht wieder Geschäftsreisen vom Mann dazwischen kommen, die alles durcheinander werfen. Aber auch dann, gebe ich bei der Arbeit Bescheid, dass ich an solchen Tagen etwas später kommen werde, um zuvor den Zwerg selbst zur Oma zu bringen.

Solche Wochen wie diese, an denen ich den Zwerg morgens fertig machen muss, arbeiten gehe und dann noch Abends haushalte, Essen koche und den Zwerg beschäftige, sind zum Glück nur Ausnahmen! Meistens handelt es sich immer nur um 1-2 Tage. Von den vergangenen 4 Wochen an denen der Papa nur am Wochenende Zuhause war, reden wir allerdings nicht... ich hoffe, sowas kommt nie wieder vor. Hut ab, vor allen, die das täglich immer alleine wuppen! Es geht, natürlich. Es muss gehen! Aber schöner ist es, wenn man auch mal abgeben und teilen kann.

Der Haushalt ist mit einer 20-Stunden-Arbeitswoche noch gut zu meistern, aber trotzdem nicht mehr so, wie zuvor. Vieles bleibt dennoch liegen und staut sich an den Wochenenden auf, welches man eigentlich für angenehmere Dinge verwenden möchte. Der Papa kommt durch die langen Fahrstrecken meist erst ab 18 - 18.30 Uhr nach Hause. Dann wird zu Abend gegessen, etwas mit dem Zwerg gespielt, der auch etwas von seinem Papa haben möchte und dann ist schon wieder Bettgeh-Zeit. Was kann der Papa da noch an Arbeitsaufgaben Zuhause unter der Woche leisten? Er ist daher am überlegen, ob noch ein weiterer Home-Office-Tag möglich wäre, so entfiele die Fahrtzeit komplett. Er kann früher beginnen, er kann früher aufhören und hat dann noch etwas vom Tag und um diesen sinnvoll zunutzen. Es sind in den letzten Monaten einige Dinge liegen geblieben im und am Haus, die wir eigentlich auf unserer To-Do-Liste haben...

Abgesehen von unserer nicht kürzer werdenden To-Do-Liste läuft der Alltag gut. Ich fühle mich von der Arbeit nicht gestresst, die Stundenzahl ist derzeit sehr angenehm und habe Nachmittags daher noch genug Zeit für mein Kind und kleinere Hausarbeiten. Die wir oft auch zusammen erledigen.

Ich weiß, dass ich bei vielen Punkten sehr viel Glück habe. Ich habe eine Mama, die ohne zu zögern hilft und den Zwerg Vormittags betreut. Viele Großeltern sind ja meist noch voll berufstätig, haben selbst noch andere Pläne oder wohnen auch viel zu weit weg, als das sie in irgendeiner Art helfen oder einspringen könnten. Ich habe einen guten Arbeitgeber, bei dem ich ohne Probleme meine Vorstellungen an der Wochenarbeitszeit anbringen konnte und genehmigt bekam. Ich habe einen Partner dem es möglich ist auch im Home-Office zu arbeiten.

Trotz all dem, ist Vereinbarkeit eben mehr. Betreuungsplätze der Kinder lassen sich meist nie zu 100% mit unseren Arbeitszeiten unter einen Hut bringen. Zudem ändern sich diese Zeiten auch mit den Jahren (Krippe, Kita, Schule usw.). Wir werden also immer planen und überlegen müssen.  Vereinbarkeit bekommt man nicht einfach in den Schoß gelegt. Damit unsere Vereinbarkeit so möglich ist, bekomme ich logischerweise auch weniger Geld, als vor dem Kind! Immerhin fast 50% weniger, was sich auch in der Rente irgendwann wiederspiegeln wird! Ganz zeitnah gesehen, werden wir auch bei einem nächsten Kind irgendwann mal sehen, dass auch das Elterngeld um fast 50% niedriger sein wird als beim letzten Mal. Diese Dinge müssen auch schon im Auge behalten werden, so dass wichtig ist, dass wir das jetzt erwirtschaftete Geld entsprechend als Reserven für diese irgendwann mal kommende Zeit zur Seite legen.

Jede Vereinbarkeit erfordert Einbußungen in bestimmten Teilen unseres Lebens. Das muss aber nicht gleich negativ sein! Wir müssen auch lernen, dass eben nicht alles so weitergehen kann wie vor dem Kind. Oder gibt es hier wirklich noch Menschen, die denken ein Kind verändert nichts? Das ist dann einfach da und sonst bleibt alles gleich?!?
Wir müssen durch diese Veränderung in uns horchen, was uns wirklich wichtig ist und was nun weniger wichtig ist!

Für mich ist derzeit wichtig, dass ich mich nicht gestresst fühle und der Verdienst in einem Rahmen ist, mit dem wir gut haushalten und auch etwas ansparen können. Diesen Mittelweg haben wir derzeit gefunden und damit bin ich zufrieden. Meine Vereinbarkeit passt... jedenfalls im Moment. Sie wird sich immer wandeln und wir werden immer wieder neu planen müssen. Das gehört nun eben, mehr als bei vorherigen Generationen, zum heutigen Elternsein dazu!


Montag, 27. April 2015

Tiergeschichten mit Sachwissen

Eher durch Zufall und beim Stöbern bin ich über die Tiergeschichten des Arena-Verlages gestolpert. Die Buchbeschreibungen sprachen mich sofort an. Erzählungen über Tiere aus dem wahren Leben gespickt mit vielen Sachinformationen, dazu noch sehr schön und farbenfroh illustriert.

Als wir dann vor 2 Wochen in München waren, fand ich Bücher dieser Buchreihe in einem Buchladen und blätterte sogleich darin. Wie ich mir schon dachte, fesselte mich das Konzept dahinter sogleich. Die Jahresgeschichte der Haselmaus wurde kindlich passend beschrieben. Wie sie aus dem Winterschlaf erwacht, welches Futter sie dann frisst, welche Tiere mit ihr zusammen in Wald und Feld leben, vor welchen Tieren sie sich in Acht nehmen muss, wie sie ihr Schlafhaus baut, Jungen groß zieht und sich der Kreislauf mit dem nächsten Winter schließt. Hierbei ist viel Wissen in den Zeilen versteckt und es ist auch für mich als Erwachsenere sehr spannend zu lesen und Informationen zu den jeweiligen Tieren zu erhalten.
Zusätzlich gibt es eine CD, auf welcher die Erzählung des gesamten Buches mit viel ruhiger Musik und passenden Tier- und Waldgeräuschen vertont wurde. Sehr angenehm zum Anhören, wenn die Kinder einmal nicht vorgelesen bekommen möchten.

Diese wundervollen Tiergeschichten gibt es noch zu ganz viel anderen Tierarten: Dachs , Fuchs , Igel , Biene , Eichhörnchen , Marienkäfer usw. Manche dieser Bücher erzählen nicht nur von dem jeweiligen Tier alleine (so wie es bei der Haselmaus ist), sondern es geht z.B. um Verwandlungskünstler im Allgemeinen. Also wie wird aus dem Froschlaich ein Frosch oder aus der Raupe ein Schmetterling. Dieses Buch finde ich wirklich toll, denn sovieles kannte auch ich nicht!
Das Buch über den Maulwurf erzählt nicht nur über den Maulwurf, sondern über viele andere Tiere, die ebenfalls unter der Erde wohnen. Die kleine Eule, über die Tiere der Nacht. Es sind schon sehr viele tolle Bücher dieser Reihe erschienen. Es lohnt sich also wirklich danach zu suchen und zu schmöckern.

Was ich selbst noch sehr an diesem Büchern mag, ist der Realitätsbezug. Unsere Kinder sind am lernen, sie wollen die Welt verstehen und saugen zunächst alles ungefiltert in sich auf. Für sie ist es daher zunächst schwer zwischen Märchen, Geschichten oder der Realität zu unterscheiden. Daher finde ich es wichtig, dass auch Bücher realistisch sind. Wenn dann noch wie hier, echte Lebensweisen textlich gut geschrieben, mit Fachwissen und wunderschönen Bildern versehen sind, finde ich Kinder-Geschichtsbücher gelungen.

Natürlich gefallen die Bücher nicht nur mir, sondern auch dem Zwerg und das ist natürlich das Wichtigste. Gerade das Buch mit dem Frosch, mit den vielen ungewöhnlichen Tieren, wie Wasserläufer, Hirschkäfer und Apfelwickler findet er toll. Wo sind solche Tiere in Geschichten schon erwähnt?

Die Bücher, die wir von dieser Reihe bisher besitzen werden daher sicherlich nicht die Letzten sein und weil uns diese so gut gefallen, wollte ich euch diese unbedingt vorstellen.

Dieser Blogtext enthält Afilliate-Links.








Freitag, 24. April 2015

Vom Durchatmen und Raumgeben

Jetzt ist es soweit, der Zwerg befindet sich wirklich mitten in der Autonomiephase und mit Ablenken und Versprechen auf spätere Spiele usw. komme ich nicht mehr weit. Jetzt stand ich zunächst da und überlegte. Wie komme ich hier nun weiter?
Und genau hier, holen uns alte Erziehungsmuster oder die eigene erlebte Erziehung oft ein. Ich stehe da, wenn er nicht das möchte, was ich möchte oder unnötig lange trödelt und es brodelt in mir... ich merke wie mein Blutdruck steigt und ich ihm am liebsten meinen Willen aufzwingen möchte. Weil es doch bisher auch immer so problemlos war mit ihm zu sprechen und den Tag zu planen, weil diese neue Situation und der neue Umgang damit mich im ersten Moment überrumpelt und ein wenig überfragt.

Was mache ich denn nun, wenn das Kind einfach auf meine Frage "Nein!" sagt und weiter in seinem Tun macht? Ich will ja nun auch nicht ewig an einem Parkplatz warten, bis er in seinen Kindersitz einsteigen will oder er sich natürlich auch ganz alleine anschnallen möchte. Was bei einem 5-Punkt-System natürlich so seine Tücken hat.... das bekommen ja wir Erwachsene bei unbekannten Kindersitzen nicht sofort auf die Reihe. Da stehe ich nun also, will heim, habe eventuell Druck, den ich verspüre, weil Zuhause noch Arbeit wartet, weil ich eventuell einen anstehenden Termin habe, weil der Parkplatz vielleicht schon vom nächsten Fahrer benötigt wird... wie reagiere ich nun also angemessen?

Wie kann ich die Bettgeh-Zeit sinnvoll gestalten? Wie klappt es, dass der Zwerg nicht generell "Nein!" sagt, wenn es um das Umziehen geht? Wieso muss er erst mal gefühlte Stunden nackig durch sein Zimmer flitzen und würde am liebsten nackig bleiben? Macht er sich einen Witz daraus?

Auch wenn es schwer fällt, die erfahrenen Eltern haben recht! Ruhe bewahren ist zunächst erst einmal das Wichtigste. Also tief durchatmen und nachdenken! Am besten nochmal durchatmen, je nach Streßlevel...

Manchmal findet man nicht sofort die richtige Lösung, manchmal kracht man dann doch aneinander, weil man das Kind falsch verstanden hat, weil es sich nicht ernstgenommen fühlt in der betreffenden Situation. 

In diesen beiden genannten Situationen und auch in vielen weiteren, habe ich mich persönlich für das Raumgeben entschieden. Ich warte ab, ich plane entsprechend Zeit ein. Habe ich Termine, habe ich Zeitdruck, beginne ich daher grundsätzlich früher mit Umziehen, Anziehen, Vorbereitungen usw. Das ist wirklich enorm wichtig für mich! Ich habe somit einen Puffer, ich habe ein Zeitfenster und muss nicht hektisch werden und damit automatisch in Streß verfallen, der in Situationen mit Kindern oft zu Fehlverhalten von uns Eltern führen kann.

Zuhause schnappe ich mir mittlerweile grundsätzlich ein Buch. Wenn es um das Umziehen geht, will der Zwerg grundsätzlich erst mal turnen. Wir richten dann die Kleidungsstücke, ich binde ihn ein, er kann sie sich auch selbst aussuchen, woran er meist aber noch kein Interesse hat. Die Kleidung liegt nun anziehbereit und ausziehen geht meist auch noch recht schnell. Dann wird getobt, gehüpft, gerannt, gelacht und ans Anziehen wird nicht gedacht. 
Ich nehme mir also mein Buch und setze mich einfach hin und beginne zu lesen. Ich sage dem Zwerg, dass er sich ruhig austoben soll und wenn er dann bereit ist sich umzuziehen, kann er das gerne tun oder mich um Hilfe bitten. Es klappt! Scheinbar merkt er, dass ich mich aus dieser Situation herausnehme, mich davon nicht anstacheln lasse und mein eigenes Ding durchziehe, bis er selbst es möchte, sich anzuziehen. Und das will er dann meist immer sehr schnell. Wenn die Mama Buch liest, kann ich mich nicht mit ihm beschäftigen.

Dadurch lasse ich die Entscheidung bei ihm! Und in so vielen Situationen wie möglich, die unsere Kinder altersgerecht auch selbst bewältigen können, sollten wir wirklich die Entscheidung bei ihnen lassen. Wir müssen uns von dem Bild lösen, dass wir uns tyrannisieren ließen, wenn das Kind entscheidet. Wenn wir nicht die alleinige Entscheidungsgewalt haben, wenn wir auch mal nachgeben. Wir als Erwachsene können die Situationen viel besser überblicken und beurteilen und können daher, wann immer es möglich ist, einfach nachgeben. Nur weil wir nicht sofort den Schlafanzug angezogen bekommen, sondern das Kind entscheiden lassen, heisst das nicht, es hat "gewonnen". Dieser Gedankengang muss aus unseren Köpfen verschwinden. Wir haben hier keinen Erwachsenen vor uns, sondern Kinder. Kinder, die glücklich darüber sein werden, wenn ihre Autonomie wahr genommen wird, wenn sie selbst beachtet und geachtet werden und sie in Entscheidungen mit eingebunden werden.
Diese Möglichkeiten werden uns in vielen Alltagssituationen helfen. So können die Zwerge ein wirklich notwendiges "Nein!" auch von unserer Seite aus akzeptieren. Sie müssen sich nicht künstlich gegen jedes "Nein!" auflehnen, da sie wissen, es gibt genügend Situationen in denen sie selbst entscheiden dürfen.

Ich weiß, dass jedes neue Entdecken des eigenen Ichs, neues Umdenken für uns Erwachsene bedeutet. Wir müssen zusammen mit unserem Kindern herausfinden, wie der Alltag so angenehm wie möglich für alle Familienmitglieder wird. Wir als Elternteile müssen wissen, das unsere Kinder immer zuerst bei uns ihre neuen Fähigkeiten und ihren eigenen Willen testen werden, denn sie wissen, bei uns sind sie sicher und sie werden wertgeschätzt. Wir als Elternteile müssen wissen, das wir mit dem Umgang solcher Situationen den Grundstein für das Sozialverhalten unserer Kinder legen. Wir können beeinflussen, ob sie später grundsätzlich ihren Willen durchsetzen wollen, weil wir auch unseren Willen über sie setzen wollten oder ob sie empathisch in Situationen umgehen, in denen Menschen unterschiedlicher Meinung sind.

Puh! Nicht so einfach für uns Eltern. Denn nun beginnt wieder ein neuer Tag, mit vielen neuen Möglichkeiten. Mit vielen Situationen in denen die Meinungen von uns und unseren Kindern unterschiedlich sein können. Ich werde mich dann an meinen eigenen Text hier erinnern, wenn ich dann wieder tief durchatmen muss...


Donnerstag, 23. April 2015

Steckspiel nach Farben


Bei der wunderschönen Seite Planting Peas habe ich dieses Steckspiel entdeckt und wusste sofort, dieses möchte ich auch nachbauen. Sicherlich haben einige von euch das Ergebnis schon per Schnappschuss auf Facebook sehen können.

Ich wollte es allerdings nicht senkrecht, sondern in waagerechter Form zum Aufstecken und fragte meinen Schwiegerpapa ob er dies umsetzen könnte. Er sagte gerne zu und bastelte in kürzester Zeit, den Steckaufsatz. Sogar mit Schlitz, um die Farbkärtchen dort zu fixieren. Wer dies gerne nachbasteln möchte und sich etwas Zeit sparen will, die Farbkärtchen habe ich schon zum Download für euch bereitgestellt.

Die bunten Holzperlen (Affiliate) habe ich von der Firma Grimm´s und finde sie sehr form- und farbschön. Sie eignen sich perfekt für dieses Steckspiel.

Bei diesem Steckspiel wird zum einen die Augen-Hand-Koordination geschult, das Verständnis von Farben und dem Nachbau einer abgebildeten Reihenfolge.

Falls ihr euch den Bau dieses Steckspiels nicht zutraut, könnt ihr die Farbkärtchen auch so verwenden, zum Auflegen von farblich passenden Steinchen oder Perlen. Oder in dem die Perlen direkt auf eine Schnur in dieser Reihenfolge gefädelt werden sollen.... da gibt es sicherlich ganz viele Möglichkeiten.




Hier war eine grüne Kugel zuviel. Wie auch bei Planting Peas beschrieben, ist es besser dies nicht zu kommentieren, wenn die Zwerge gerade sehr konzentriert und vertieft sind, um sie nicht herauszureißen aus der Übung. Später bleibt immer noch Zeit für Erklärungen.

Montag, 20. April 2015

Unser Wochenende von Schmetterlingen, Eidechen und Ameisen in Bildern

Der Samstag zog ziemlich schnell an uns vorrüber. Wir frühstückten noch schnell etwas zusammen und dann teilten wir uns schon auf. Der Papa fuhr mit dem Zwerg zu seinen Eltern, um dort noch weiteres Feuerholz für die nächsten Winter vorzubereiten.
Ich erledigte die Wochenend-Einkäufe und fuhr danach ebenfalls los zu einem Vereinstreffen. Es galt einiges zu besprechen und zu überlegen. Gerade in den letzten zwei Jahren ist die Abgabe an sehr kranken und sehr alten Meerschweinchen enorm gestiegen und dies treibt die entstehenden Kosten explosionsartig in die Höhe. Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um alle Rechnungen auch weiterhin im Sinne der Tiere bezahlen zu können. Tiere abzuweisen, weil sie krank sind, wird bei uns nie zur Debatte stehen. 

Bis ich dann nach Hause kam, war es schon 20.30 Uhr und die beiden Männer lümmelten schon auf der Couch. Ich aß noch schnell das noch lauwarme Abendessen und gesellte mich dazu. Damit war der Samstag auch ruckzuck rum gewesen.

Den Sonntag begannen wir recht gemütlich und bis alle erwacht waren, war es ca. 9.30 Uhr. Wir frühstückten und mein Mann plante eine GeoCaching-Tour. Es ergab sich, dass wir einige im Wald noch nicht hatten und zusammen mit einem Feuerwehr-Kollegen meines Mann brachen wir zur Mittagszeit auf.
Es ging im Wald querfeld ein und wir konnten viel sehen. Es huschten Eidechsen über unsere Füße, zu schnell um sie fotographieren zu können. Es flogen die verschiedensten Schmetterlinge über unsere Köpfe hinweg und tanzten in der Sonne. Taugpfauenauge, kleiner Fuchs, Kohlweißling, Zitronenfalter und Aurora-Falter konnten wie bestaunen. Wir sahen große Ameisenhaufen und ein Gewimmel an emsigen kleinen Arbeitern. Und plötzlich tauchte auf dem Weg ein Fuchs vor uns auf, schaute ganz entsetzt, was wir auf diesem abgelegenen Wegen taten und war zu schnell wieder weg, als das ich hätte die Kamera zücken können. Ein toller Anblick!
Der Zwerg bewunderte alles, sammelte Stöcke und lief oft schon große Stücke alleine. Meist auch zusammen mit dem Feuerwehr-Kollegen. Und wenn Laufen doof wurde, dann hatten wir ja die Kraxe und der Zwerg konnte sich wieder ein Stück ausruhen.
So waren wir dann mehr als 3 Stunden bei herrlichstem Sonnenschein-Wetter unterwegs, wir fanden alle Cache-Verstecke und hatten somit einen erfolgreichen und wunderschönen Sonntag verlebt.

Wer noch weitere Wochenend-Berichte lesen und bestaunen möchte, der schaut am besten bei Susanne von Geborgen Wachsen vorbei, welche die Aktion Wochenende in Bildern gestartet hat.  











Sonntag, 19. April 2015

#DailyRoutine - Zähneputzen!


Heute möchte ich über unsere tägliche Zähnputz-Routine - #DailyRoutine schreiben. Es handelt sich hierbei um eine Blogparade, die von Frau Mutter und der Elmex Initiative gestartet wurde. Es sollen Beiträge entstehen, in denen Eltern über das tägliche Zähneputzen, zusammen mit ihren Kindern, berichten. Klappt es gut oder klappt es weniger gut, welche "Tricks" oder "Kniffe" werden angewandt, um den Zwergen das Zähneputzen "schmackhaft" zu machen. Denn oft sehen unsere Kinder die Wichtigkeit des Zähneputzen doch etwas anders, als wir es als Eltern tun. Für so manchen Erwachsenen wirkt diese tägliche Pflicht daher eher wie ein Machtkampf und treibt den Streßlevel nach oben. 
Es ist also kein Wunder, dass ich in den verschiedenen Facebook-Gruppen immer wieder Fragen zum täglichen Zähneputzen lese, in der Hoffnung den EINEN Tip zu erhalten, durch den zukünftig alles problemlos klappen wird. Nur leider sind unsere Kinder alle verschieden und jedes Kind hat andere Prioritäten oder Abneigungen, was es am Zähneputzen nicht mag oder warum es jetzt gerade nicht Zähneputzen will. Dem einen ist langweilig dabei, dem anderen die Zahnbürste zu hart, dann schmeckt ebentuell die Zahnpasta nicht oder aber auch, es fehlt die Selbstständigkeit.

Wir Eltern wissen um die Wichtigkeit des Zähneputzens für gesunde Zähne und wollen daher die Zähne so gründlich wie möglich geputzt wissen und übernehmen diese Aufgabe dabei gerne selbst. Wir müssen dabei aber bedenken, dass unsere Kinder diese Aufgabe irgendwann auch einmal gewissenhaft selbst übernehmen müssen. Sie müssen auch lernen selbst die Zähne zu putzen. Und wir dringen mit der Bürste in den Mund unserer Kinder ein. Tun wir dies wirklich sorgsam genug? Haben wir uns einmal als Elternteile gegenseitig die Zähne geputzt? Empfanden wir dies als angenehm und behutsam oder tat es vielleicht sogar weh? War der Druck auf den Bürstkopf zu hoch, wurde die Bürste zu weit in den Mund geschoben? Ich denke, unsere Kinder empfinden das vielleicht oft ähnlich und fühlen sich diesem Prozedere ausgesetzt. Wenn wir als Eltern bei der Gegenwehr und dem Protest unserer Kinder dann noch in Streß verfallen, wird der Umgang mit der Zahnbürste wahrscheinlich nicht sanfter. 

Wir haben mit den Zähneputzen beim Aufblitzen des ersten Zähnchens begonnen. Das zweite Zähnchen kam schon kurz danach. Der Zwerg war dabei 9 Monate alt. Bei der Auswahl an Zahnbürsten und Zahncremes tat ich mir schwer. Ich finde es auch heute noch ein eher erschlagendes Sortiment, wenn ich in den Drogeriemarkt gehe. Wir begannen dann zunächst auf dem Schoß, die kleinen Hasenzähnchen zu putzen und später dann auf der Badanrichte, neben dem Waschbecken. Die Anfangszeit war recht einfach. Zähneputzen war neu und spannend. Der Zwerg hielt bereitwillig den Mund auf. Bei den wenigen Zähnchen dauerte es auch nicht sehr lange. Danach machten wir den Riechtest und da alles minzfrisch duftete und wir geräuschvoll die Nase hochzogen und "mmmmhhh, lecker" intonierten, war der Zwerg hellauf begeistert und kringelte sich vor Lachen.
Nach wenigen Monaten war Zähneputzen nicht mehr spannend, kannte der Zwerg alles schon und es mussten Liedchen gesunden und Faxen gemacht werden, um das Zähneputzen interessant zu halten. Ich machte mich in dieser Zeit schon im Internet schlau über eigene Waschplätze für Kinder. Einen Platz an dem sie sich selbst die Zähne putzen können, ihre Hände waschen usw. Ich bin dabei auf diverse Plastikmodelle gestoßen, die man in die Badewanne einhängen kann. Eine nette Idee. Mir fehlte dabei aber der Wasseranschluß! Ich suchte also weiter und fand dann eine wundervolle Idee, die mein Mann nachbaute! Wir besitzen nun eine Waschstation, die auf der Badewanne aufliegt und fließend Wasser besitzt! Und sie ist vom Zwerg selbst zu erreichen und zu bedienen.

Mit 13 Monaten konnte er nun also "selbstständig" seine Zähneputzen. Er kann daran teilnehmen, die Zahnbürste vorzubereiten, sie später mit Wasser zu spülen, den Mund auszuspülen, danach die Hände zu waschen usw. Er hat einen Spiegel auf seiner Höhe, in dem er sich beim Zähneputzen und Waschen beobachten kann. Er kann täglich selbst üben die Zahnpastatube zu öffnen und zu schließen. Ich binde ihn in diese Aufgabe mit ein und somit fühlt er sich nicht ausgeschlossen oder überrumpelt. Er putzt vor, ich putze nach oder auch mal zwischendurch.

Natürlich ist das keine Patentlösung und auch hier gibt es immer wieder Phasen in denen der Zwerg gerne ohne Zähneputzen den Tag abschließen möchte. Jetzt gilt es phantasievoll zu sein und mit viel Drama die Essensreste aus den Zähnen zu putzen. "Boah, was hängt denn da hinten noch alles?!?" oder vor kurzem zog hier eine totschicke Löwenzahnbürste die mit viel Gebrüll die Essensreste vertreibt...
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass niemals ein Zwang daraus werden sollte. Haben wir einmal, den passenden Zeitraum zum Zähneputzen verpasst und sie sind einfach schon hundemüde, dann sollten wir sie ins Bett legen/begleiten und nicht noch auf das Putzen bestehen. Von einmal ausfallen lassen, sind noch keine Zähne kaputt gegangen und nein, unsere Kinder werden dadurch nicht gleich generell das Putzen ausfallen lassen wollen. Sie sehen auch an uns, dass wir täglich die Zähne putzen. Das es auch für uns zur #DailyRoutine gehört und wir uns nicht davor drücken. Denn auch beim Zähneputzen gilt, wir sind immer Vorbild!





Freitag, 17. April 2015

Übung für die Handkoordination

Diese Übung hatte ich schon vor einer Weile auf meinem Laptop abgespeichert, damals leider noch ohne Verweis woher diese tolle Idee stammt. Ich hoffe, ich stolpere im Netz irgendwann mal wieder darüber und kann die Quelle ergänzen. 

Für unsere Kinder sind die Übungen des täglichen Lebens eine Vorbereitungen auf den wirklichen Alltag, auf den Umgang mit Gegenständen und Handlungsweisen darin. Schaut man sich also gerade einmal die Küche an, gibt es viel unterschiedliches Zubehör, dessen Umgang erlernt werden muss.

Zum einen haben wir hier die Knoblauch-Presse. Diesen Vorgang des Pressens kann man z.B. mit zurecht geschnittenen Schrubbschwämmchen und Wasser üben. Ich habe das Wasser in unserer Übung rot gefärbt, so dass dieses beim Auspressen deutlicher gesehen werden kann und auch die Menge die schon ausgepresst wurde besser zu erkennen ist.

Das Tablett wird immer so angerichtet, dass die Tätigkeit von links nach rechts ausgeübt werden kann. Also im Grunde wie die spätere Schreib- und Leserichtung. Dies baut somit schon auf spätere Lernfelder auf. Die Presse oder auch bei anderen Übungen der Löffel, Zange usw. wird bei Kindern, die noch keine Lieblingshand, bzw. Nutzhand ausgebildet haben, in die Mitte des Tabletts, zwischen die Schüsseln gelegt. So kann das Kind selbst entscheiden. Wichtig ist dann auch, dass wir beim Vormachen der Übung sinnvollerweise, auch unsere Nutzhand hin und wieder wechseln. So schauen sich die Kinder nicht einfach nur die Nutzung der rechten Hand ab, die meisten von uns sind ja Rechtshänder, sondern es sieht beide Möglichkeiten, was ihm bei der Findung der eigenen bevorzugten Hand hilft.

Beim Vormachen der Übung wird regulär der komplette Ablauf gezeigt. Holen des Tabletts, die Übung bis zum Schluß, also wie wird sie beendet, was ist das Ende und auch das Wegbringen des Tabletts. Bei älteren Kindern die schon vieles verinnerlicht haben, reicht auch oft nur ein kurzes Vormachen oder sie möchten sich komplett selbst ausprobieren, so dass ein reines Beobachten von uns zunächst in Ordnung ist. Merken wir dabei, dass eine Handlungsweise nicht korrekt ausgeführt wird und das Kind so ins Stocken gerät, warten wir ab. Wir reden nicht hinein, weil wir das Kind nur ablenken würden. Erst wenn es um Hilfe bittet, führen wir die Tätigkeit vor. Oder wenn es garnicht um Hilfe bittet, werden wir beim nächsten Mal, wenn das Kind die Übungen wieder machen möchte, zunächst aufzeigen, diese selbst vorzumachen, damit es das Kind sehen kann. Wir müssen dabei eigentlich nicht reden, das Kind wird genau zuschauen und erkennen, was wir anders machen als es selbst.

Die Übung des Wasserauspressens ist nicht nur eine gute Schulung der Feinmotorik und der Hand-Augen-Koordination. Es werden dabei auch die Muskeln der Hände gestärkt.






Donnerstag, 16. April 2015

Wildpark Poing bei München - mein Ausflug-Tip!


Der Wildpark liegt ca. 30 Autominuten von München entfernt und somit gerade für Touren mit Kleinkindern noch in einem fahrbaren Rahmen. Alle Wege dort sind kinderwagentauglich, so dass man diesen oder auch den Bollerwagen mitnehmen kann und somit müde Kinder kein Problem darstellen.
Der Wildpark ist wirklich sehr großflächig und großzügig angelegt. Die Tiere haben viel Platz und Freifläche und können sich auch komplett zurückziehen, wenn sie wollen. Manche Gehege sind auch offen, so dass die Tiere auch direkt zu einem kommen könnten, wenn sie denn wollten... dafür sollte man sich aber lieber das Pellet-Futter aus dem Automaten ziehen, das finden sie alle lecker. Das Saatfutter, welches man direkt an der Kasse bekommt wird eher liegen gelassen und die Vögel können es sich später holen...

Der Zwerg war sehr begeistert davon im Wald laufen zu können und gleichzeitig viele Tiere zu sehen. Es gibt einen kleinen Imbiss-Bereich und dort angeschlossen viele Tische und Bänke, die zum Picknicken einladen. Es ist also eher darauf ausgelegt, seine Verpflegung selbst mitzubringen. Hier befindet sich auch der wirklich riesige Spielbereich und mit riesig, meine ich auch riesig! Das kommt auf der Homepage des Wildparks überhaupt nicht in diesem Umfang rüber. Ich denke hier ist für jedes Kind und jede Vorliebe etwas dabei. Neben den normalen Kletterburgen, Schaukeln, Wippen usw. gibt es eine große Rutsche, die sich von einem hohen Baum herab schlängelt und einen großen Wasserplanschpark. Und dann gab es noch das allertollste überhaupt für den Zwerg: Bagger!
Es standen mehrere elektrische Bagger bereit, vor welchen sich Schlangen bildeten. Ich dachte zunächst noch, sie sind kostenpflichtig, so wie ich es bisher immer erlebt habe. Nein! Sie kosten nichts! Man darf sie einfach nutzen, ich fand das unglaublich toll. Hier findet keine Abzocke der Eltern statt. Damit auch mal die anderen Kinder in der Schlange dran kommen, geht nach ca. 5 Minuten der Strom aus und signalisiert damit, dass nun gewechselt werden muss.
Wäre es nach dem Zwerg gegangen, wären wir an diesem Tag wohl nicht mehr von diesen Baggern weg... aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir gerade mal den halben Park gesehen.

Die kleinen Bachläufe fand der Zwerg dann aber auch toll und er planschte ausgiebig darin, warf Steinchen und beobachtete, wie diese darin versanken, wie hoch sie dabei spritzten usw.

Am Ende des Tages fanden wir uns dann noch bei der Greifvogel-Show, die zweimal am Tag stattfindet. Sie war wirklich sehr toll gemacht und der Moderator und Tierpfleger waren mit Begeisterung dabei, dass merkte man der ganzen Show auch an. Keiner der Vögel wurde gezwungen, sie konnten sich frei entscheiden, ob sie lieber wieder in ihre Gehege flogen oder auf einem Baum blieben und beobachteten oder in die Mitte des Showbereichs kamen um ihre Runden zu drehen.

Wir waren knapp 7 Stunden im Park. Man kann also wirklich einen ganzen Tag daran verbringen. Wenn die Kinder größer sind und den Spielbereich auch wirklich nutzen, könnte man wohl noch deutlich mehr Zeit verbringen. Durch die größe des Parkes verlaufen sich hohe Besucherzahlen sehr gut, teilweise in manchen Parkbereichen wirkt es dann sogar noch recht leer. Nur auf dem Spiel- und Picknickbereich fallen die hohen Besuchermengen dann auf, was die Kinder sicherlich weniger stört. Für die Eltern könnte es etwas stressig werden, gute Sitzplätze zu finden und die Kinder im Auge zu behalten.

Ich fand diesen Ausflug durch und durch gelungen. Mir hat es im Wildpark Poing sehr gut gefallen und wir werden, bei weiteren München-Touren sicherlich auch mal wieder hingehen.











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