Dienstag, 30. September 2014

Lagerung meiner Schätze

Als ich das Spielzimmer des Herzkindes einrichtete, wusste ich von Montessori noch nicht viel und auch nicht, dass Schränke für die Kleinen wenig geeignet sind. So kam es, dass ich eine große Schrankreihe beim Möbelschweden kaufte und das Spielzimmer einrichtete.... 
Der Kauf der Schränke war allerdings nichts umsonst. Denn diese dienen nun zur Sammlung aller Lernmaterialien, die im Moment nicht benötigt werden. Hier finden sich allerhand unterschiedlichster Dinge, auch solche, die ich vor dem Kind zu 100% in den Müll geworfen hätte. Hier finden sie nach und nach eine neue Verwendung. Ich sammel Dosen, Toilettenrollen (kann man ja irgendwann mal brauchen...), Korken, alles was noch als Behälter dienen kann usw.
Dinge, die für das Herzkind derzeit nicht mehr interessant sind, werden hier wieder eingelagert und später eventuell in anderer Weise wieder genutzt. Nur was wirklich altersgemäß noch lange nicht passen wird oder erst für das nächste Kind interessant werden würde, wird im Keller gelagert, um den Schrank nicht zum Überquellen zu bringen.
Regelmäßig schaue ich über den Bestand, überlege mir, was ich dem Herzkind daraus anbieten könnte oder miste aus... der Sammelwahn kann sonst ganz schnell Überhand nehmen... kennt ihr das auch?

Habt ihr auch Lagerfläche für eure Spielideen und was sammelt ihr alles, was ihr früher eventuell entsorgt hättet?






Montag, 29. September 2014

21 Monate entdeckt das "Ich"

Und der nächste Monat ist rum! Noch 3 Monate und mein Herzkind wird 2 Jahr alt! Wahnsinn!

Ich glaube wir kommen nun so langsam in die Phase der "Sprachexplosion", es kommen wirklich viele neue Wörter hinzu, die nun in seinem Sprachschatz übernommen wurden und ebenso viele Wörter spricht er immer wieder direkt nach, bindet sie aber selbst noch nicht ein.

Brumm-Brumm wird nun auch immer öfters Audo genannt! Vor 1 Woche kam nun auch Oma hinzu! Der Frosch ist übrigens "qurrrks" oder so ähnlich... also eher als bekäme der Frosch den Hals herumgedreht, als das er quaken würde ;)
Eier, obwohl er sie nur so mittelgerne isst und seit zwei Tagen auch Hunga!!! Und auch "I, I, I!!" Er baute es so selbstverständlich ein, dass ich es erst garnicht wahrnahm. Er zeigt auf sich und sagt "I", immer dann, wenn er etwas selbst tun möchte.

Und da wären wir auch schon beim "I"! Das "I" wird immer größer und fordernder! Anziehn, umziehen, Windelwechsel usw. kann je nach Laune sehr anstrengend werden und Nerven behalten ist wirklich ein Drahtseilakt! Der Zwerg lief daher auch mal tageweise einfach nackig herum. Seit dem hat er übrigens auch eine Schmoddernase... so ist das eben, wenn es eigentlich kein warmer Sommer mehr ist.

Die Nächte... oh weh... für mich ein absolutes Rätsel mit 7 Siegen... minimum! Im Grunde ist täglich wechselnd alles dabei. Die eine Nacht schläft er durch, man hört ihn höchstens mal etwas trinken.... die nächste Nacht  wird er zig mal wach, will ständig Wasser trinken und ich hol ihn dann auch zu uns ins Bett... dann kann ich wieder nicht schlafen... es ist zum Mäusemelken...

Ich denke, leider scheint er genauso zu sein wie ich und verarbeitet sehr, sehr viel Nachts im Schlaf. Ich kann damit natürlich umgehen und nach einem verwirrendem Traum wieder weiterschlafen. Er schreckt dann hoch, wird wach und braucht Nähe und Trost. So ist das eben... Nachbarn von uns, welche selbst 3 Kinder haben, sagten schon: "Mit 3 wird alles besser werden...." Sie hatten auch keine guten Schläfer... ok, sind ja nur noch 15 Monate... hust... ich halte weiter durch... was soll man auch anders machen?

Wie ihr im Moment lest, finde ich unser Zusammenleben recht anstrengend. Zwerg hat seinen eigenen Willen, hat seine eigene Wünsche... diese kollidieren mit unseren Wünschen als Eltern.... ahhhh. Ganz ehrlich? Im Moment freue ich mich sehr auf November, dann beginnen wir mit der Eingewöhnung bei der Tagesmutter. Vielleicht braucht der Zwerg nun langsam einfach auch mehr als nur Mama. Natürlich gehen wir zum Turnen, in die Krabbelgruppe, gehen raus und ich biete ihm viel an... aber das bin die meiste Zeit doch nur ich, als Hauptbezugsperson.

Ich merke doch, dass er mich immer weniger braucht tagsüber, dass er sich immer mehr auch alleine beschäftigt und ich mich im kompletten Haus auch ohne ihn aufhalten kann. Vor wenigen Monaten nach unmöglich! Überall musste er mit hin (logischerweise) und nun ist er schon so selbstständig. Wenn ich sage, ich muss dort und dort hin im Haus, ob er mit will... schüttelt er den Kopf und bleibt wo er ist, beschäftigt sich alleine weiter. Wenn er dann nicht mehr alleine sein will, kommt er einfach hinter her. Läuft die Treppen hoch oder runter und hilft mir dann bei meiner Hausarbeit.

Ja, er wird schon richtig groß, auch optisch. Jeden Tag scheint er ein Stück zu wachsen, jeden Tag wird das Gesicht ein Stück bubenhafter, ein Stück frecher. Wo ist mein kleines Baby hin?

Es ist wirklich nicht immer einfach ein selbstständiges Kind zu begleiten. Mein Mann sagt dann gerne "Du wolltest, dass er so selbstständig ist!" Ja, das wollte ich und das will ich auch weiterhin. Ich will ihn in seinem Wachsen und Streben unterstützen und wertschätzen und nicht klein halten und unterdrücken. Ja, es ist verdammt nochmal nicht immer einfach. Aber ich bin auch unglaublich stolz auf jedes Stückchen Selbstständigkeit, welches er sich erarbeitet hat! Und auch wenn ich hundemüde bin, wir gehen weiterhin diesen Weg! Zusammen!

"Mama!Iii!Iii!" Er will den Yogurth umrühren! Er alleine! Natürlich!

Sonntag, 28. September 2014

Ein Spaziergang voller Gerüche

Mit Gerüchen verbinden wir sehr viel. Wir lernen in unserem Leben sehr, sehr viele davon kennen. Wir können alleine durch den Geruch viele Dinge erkennen. Ist es eine Rose, ist es eine Banane, ist etwas noch essbar oder schon schlecht geworden.... brennt es irgendwo oder lässt uns ein wunderbares Parfum innehalten und umsehen. Wir können warmen Sommerregen riechen und wenn nun an kalten Wintertagen die Holzöfen befeuert werden und es in der dunklen Nacht wunderbar nach Kaminholz riecht.
Wir können mit Gerüchen positive und auch negative Erinnerungen verbinden und diese kommen auch unbewusst immer wieder hoch, wenn wir diesen Duft wahrnehmen. Gerüche nehmen einen großen Platz in unserem Leben ein und gehört damit zu einem der Sinne, den auch Maria Montessori gezielt schulte und in ihren Büchern beschreibt.

Sie verwendet dafür gerne Geruchsdosen, in zwei kommt immer der gleiche Duft und die Kinder versuchen nur anhand des Riechens herauszufinden, welche Düfte gleich sind und ordnen sie einander zu. Für unsere kleinen Zwerge ist diese Art Memory meist noch zu abstrakt. Aber wir können ihnen auch jetzt schon Gerüche anbieten und diese benennen. Wir können die Geruchsdosen also einzeln anbieten. Wir können Kräuterpflänzchen in Riechhöhe stellen, die wir in der Regel sowieso zum Kochen Zuhause haben. Es gibt viele Möglichkeiten, die Welt der Gerüche unseren Zwergen näher zu bringen... natürlich auch jeden Tag beim Kochen selbst. Und wir können raus in die Natur gehen.

Wir können Wiesenblumen sammeln, sie betrachten und an ihnen riechen. Wir können dabei versuchen, so viele unterschiedliche Blumen, Kräuter und Gräser zu finden und zu sammeln, wie wir nur finden können. Das macht wirklich unheimlich viel Spaß. Auch sich dann noch die gefundenen Schätze gegenseitig unter die Nase zu halten und zu schnuppern.
Am Ende hat man dann einen wunderschönen selbstgepflückten Blumenstrauß und nimmt sich die Gerüche der Natur dann noch direkt mit nach Hause ♥








Freitag, 26. September 2014

Versprochen ist versprochen! Gewinnt einen Lernturm!

Zum letzten Gewinnspiel, ihr erinnert euch vielleicht, habe ich euch etwas versprochen! Sollten wir die 500 Facebook-Leser/innen erreichen, gibt es was ganz tolles und was ganz großes für euch zu gewinnen! Einen Lernturm!

Seit ich mit meinem Blog online gegangen bin und seit dem ich damals über unseren selbstgebauten Lernturm schrieb, den ich mir übrigens ganz frech bei der lieben Anna abgeschaut habe, erreichen mich immer wieder ganz liebe Meldungen von Eltern, wie glücklich sie nun sind, den Lernturm nun ebenfalls nachgebaut zu haben.
Zufriedene Kinder! Kinder, die dadurch einen neuen Aktionsradius erhalten und damit weiter in ihrer Selbstständigkeit wachsen können. Ich freue mich immer sehr, diese Berichte zu lesen und das ich durch meinen Blog und diesen Erfahrungsbericht mit unseren Lerntum so vielen helfen durfte.

Daher möchten wir euch mit diesem Gewinnspiel etwas zurückgeben! Danke sagen, an alle meine treuen Leser. Danke an die vielen lieben Kommentare und die Berreicherung die ich dadurch empfinde.
Mein Mann hat nicht lange gezögert, als ich ihn fragte, ob er mir nochmals ein Türmchen bauen kann, wenn die 500 Leser erreicht werden. Und nun ist es soweit.

Der Turm, den ihr gewinnen könnt, ist unserem Turm optisch recht ähnlich. Allerdings können wir ihn diesmal nicht schraubenfrei halten, da wir ihn für euch komplett zerlegt verschicken müssen. Wenn ihr am Gewinnspiel also mitmachen wollt, bedenkt, dass ihr zumindest ein paar Schraubendreher Zuhause haben solltet, um den Stuhl auch aufzubauen. Die Schrauben sind aber natürlich versenkt und es besteht somit keine Verletzungsgefahr!

Ebenso möchte ich anmerken: Der Stuhl ist ein Privatbau und erfüllt somit keinen rechtlichen Standards der Sicherheit! Aber hier halten sich auch andere Spielzeughersteller zurück und schreiben als Hinweis immer: "Kinder nur in Anwesenheit von Erwachsenen damit spielen lassen!" Gleiches gilt für den Lernturm. Er ist durch das verwendete Massivholz ausgesprochen robust, ebenso durch das Grundgerüst, was aus einem Hocker vom Möbelschweden besteht, sehr standsicher. Daher kann auch jederzeit eine erwachsene Person problemlos auf dem Lernturm stehen. Ich schreibe dies hier alles, um mich abzusichern. Wenn ihr an diesem Gewinnspiel teilnehmt, dann seid ihr damit einverstanden, dass dies ein privat gebauter Gegenstand ist, der keinen Anspruch auf Vollkommenheit erhebt. Ihr als Eltern müsst dafür Sorge tragen, dass euer Kind bei jeglichem Umgang keinen Schaden nimmt.
Von Privat zu Privat kann ich euch sagen: Unser Herzkind nutzt den Lernturm nun viele Monate und auch mit seinen fast 21 Monaten noch sehr gerne und dies ausgesprochen verantwortungsvoll.

Da ein Lernturm ein besonderer Gewinn ist, habe ich auch eine besondere Gewinnspielaufgabe für euch! Ich möchte Fotos sehen! Darauf sollen Dinge zu sehen sein, die ihr selbst für eure Kinder gebaut, gebastelt oder angefertigt habt, damit diese im Alltag selbstständiger sein können. Und ich denke jeder von uns, hat sowas schon einmal getan, egal wie handwerklich begabt er ist oder auch nicht. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf eure Einfälle und Ideen und sicherlich wird es dem ein oder anderen Leser hier eine Berreicherung sein und diese vielleicht zukünftig selbst Zuhause umsetzen.

Edit: Da ich gestern festgestellt habe, dass viele von euch noch recht kleine Zwerge haben oder sogar noch schwanger sind, ist meine Gewinnspielaufgabe mit den Fotos, zu eigenen Bastelideen irgendwie nicht ganz passend gewesen. Ich streiche sie daher einfach und wir machen es wie bisher, mit dem Kommentar im Post und eventuell möglichen Zusatzlosen (siehe Teilnahmebedingungen). Wer natürlich trotzdem tolle Ideen von selbstgebauten Alltagsdingen oder Lernübungen hat, kann mir natürlich trotzdem gerne Bilder zusenden. Darüber würde ich mich auch freuen :)

Und nun: Die Teilnahmebedingungen
 
1. Seid oder werdet Leser von meiner Facebook-Seite
 
2. Hinterlasst unter diesem Beitrag einen Kommentar, warum ihr den Lernturm unbedingt gewinnen wollt. Kommentare in Facebook zählen nicht!
 
3. Zusatzlose in meinem Gewinntopf erhaltet ihr, wenn ihr den dazugehörigen Facebook-Beitrag liked und teilt (bitte öffentlich und erwähnt die Zusatzlose in eurem Blog-Kommentar)

4. Schickt mir zusätzlich ein Bild, mit euren tollsten selbstgemachten Dingen (gerne mit einer kurzen Erklärung) die euren Kindern den Alltag erleichtern, an wunschkind-herzkind-nervkind@web.de
Achtung: Die Bildrechte müssen bei euch liegen und ihr seid damit einverstanden, dass die Bilder auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht werden

5. Da es sich diesmal um ein recht großes Paket handelt, werde ich nur innerhalb Deutschlands versenden. Wer außerhalb Deutschland wohnt und am Gewinnspiel teilnehmen möchte, der ist damit einverstanden alle darüber hinaus anfallenden Versandkosten zu tragen.
 
6. Die Verlosung endet am 12.10.2014 um 20 Uhr
 
7. Der glückliche Gewinner wird unter allen Teilnehmern ausgelost und hier auf dem Blog bekannt gegeben. Nach Kontaktaufnahme wird der Lernturm verschickt.
 
Ich wünsche euch nun viel Glück!

Gestern vom Herzkind und mir selbstgepflückt, für euch ♥

Dies ist unser Lernturm und ihr werdet einen ganz neu gebauten erhalten. Wie schon geschrieben, wird der Aufbau allerdings mit Schrauben sein, wie das Unterteil auch.

Alle Schrauben werden wie hier auch versenkt sein



Dienstag, 23. September 2014

Uns selbst vervollkommnen

Zur Zeit lese ich das Buch "Das Kind verstehen - Entwicklung und Erziehung von 0-3 Jahren nach Maria Montessori" von Silvana Quattrocchi Montanaro. Schon zu Anfang schreibt sie folgendes:

Bei einer Vorlesung, [...], sagte Maria Montessori: "Um das Kind zu verstehen und es richtig erziehen zu können, müssen wir erst das Leben verstehen."
Einen Menschen zu erziehen beinhaltet jedoch immer auch, eine zwischenmenschliche Beziehung zu ihm einzugehen. Unsere Beziehungen zu Kindern bieten uns die besondere Möglichkeit, uns selbst zu vervollkommnen und unsere Wahrnehmung der Realität zu erweitern. Sie bieten uns die Chance, an unsere Grenzen zu gehen und intensiver am Leben teilzuhaben.

Während ich dies nun tippe, sitze ich am Esszimmertisch. Nur wenige Meter weiter liegt das Herzkind auf dem Sofa und schläft nun endlich. Auch diese Nacht war mal wieder nicht gut... so wie die Nacht davor und an frühes Einschlafen ist schon seit einer Weile mal wieder nicht zu denken. Ich verstehe es einfach nicht, ich weiß ich kann es kaum ändern, aber es bringt mich an Grenzen. Grenzen die man vor einem Kind nicht kannte und auch nicht vermuten würde.

Immer wieder stehe ich vor Grenzen, bei denen ich mit einem Erwachsenen vollkommend anders reagiert hätte. Ich bin kein geduldiger Mensch, ich kann sehr direkt sein und will Dinge zügig umgesetzt bekommen.... willkommen in der neuen Welt mit Kind!
Hier kann ich nicht diskutieren, wie mit einem Erwachsenen und Dinge erwarten, die entsprechend zügig umgesetzt werden. Hier kann ich nicht einfach aus der kompletten Situation verschwinden, wenn es mir denn zu blöd wird und in diesem Moment keine Einigung in Sicht ist. Einfach mal nur Luft schnappen und Ruhe haben, wenn man sie mal braucht... das ist oft nicht umsetzbar.
Die Geduld... mir wurde es schon von Arbeitskollegen prophezeit, dass sich hier einiges ändern muss. Das ich mich ändern muss... belächelt habe ich sie!

Mein Kind kann mich so wahnsinnig auf die Palme treiben, wenn es an manchen Tagen so überhaupt nicht funktioniert, wie ich es mir wünsche! Ich stehe dann vor meinem eigenen Ich und kann mich selbst nicht leiden. Wenn ich so ungedulig bin, wenn ich lauter werde, obwohl ich es nicht will... ich sehe dann Dinge an mir, die ich nie sehen wollte. Die ich als Kind schon an Erwachsenen nicht leiden konnte und jetzt werde ich selbst getriggert.... von meinen Erfahrungen, die ich in meiner Kindheit gemacht habe.

Die Realität hat mich eingeholt! Womit ich jahrelang gut leben konnte, ist nun nichtig! Mit einem Kind sowieso. Es zeigt mir meine Charakterschwächen auf, ganz ohne dabei mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln, ganz ohne böse oder verletzende Worte. Möchte man etwas von einem Erwachsenen nicht hören, hört man nicht hin und geht weg. Man kann sich davor verschließen, wenn mal will. Vor dem Kind geht das nicht! Seine Taten und Augen zeigen es mir ganz genau! Und ich kann diesen nicht ausweichen!

Jetzt habe ich die Chance, diese Schwächen zu bereinigen! Mit einem Kind ändert sich die Wahrnehmung. Sie wird intensiver, sie wird zeitloser. Als wir uns im Bett gerade nur noch umherwälzten, stand ich grummelnd mit dem Zwerg auf. Ich legte mich mit ihm auf das Sofa, drückte in fest an mich, knuddelte ihn, sog seinen Duft in mich auf und zwang mich dazu, zur Ruhe zu kommen. Einfach im Hier und Jetzt zu sein. Entspannen, nicht zappeln... nun schläft er wieder, weil auch er sich entspannen konnte.

Das Leben selbst zu verstehen, ist eine große Aufgabe! Sich zunächst erst mal selbst zu verstehen und an sich zu arbeiten auch! Sich zu vervollkommnen ist eine Lebensaufgabe und das Kind kann uns dabei helfen... wir müssen es nur zulassen.


*Dieser Beitrag enthält einen Affiliate-Link

Samstag, 20. September 2014

Turnen und Bewegung

Seit das Herzkind laufen kann, wenn am Anfang auch noch recht wackelig, gehen wir in die örtliche Turnstunde für Kleinkinder. Es werden verschiedene Landschaften aufgebaut, welche die Zwerge beklettern, besteigen oder durchkrabbeln können. Übungen für das Gleichgewicht, für Distanzen und für das Höheempfinden. Es werden verschiedenste Bälle angeboten oder auch Reifen.

Nach nun fast 2 Monaten Sommerpause gingen wir nun wieder in die erste Turnstunde und ich konnte voller Freude und Stolz erkennen, dass sich bei den Bewegungsmöglichkeiten vom Herzkind einiges getan hat. Er kann nun viele Übungen wirklich selbstständig durchführen, ohne meine Hilfe. Er wollte alleine auf das Trampolin und versuchte selbst darauf zu hüpfen. Die schräg gelegte Bank konnte er alleine erklimmen und hochlaufen. Oben angekommen, ließ er sich dann aber lieber rückwärts runterrutschen, als auf die Matte zu springen. Ich finde es immer wieder toll zu sehen, was sich innerhalb so kurzer Zeit doch bei diesen kleinen Zwergen tun kann. Erstaunlich!

Schade finde ich allerdings, dass es keine wirklich auf die Kleinkinder abgestimmten Entdeckungs- bzw. Bewegungsräume in meiner Nähe gibt. Denn wie ihr auch auf den Bildern erkennen könnt, wirklich selbstständig können die Zwerge von Anfang an nicht sein. Sie brauchen Hilfe um irgendwo hinauf zu können, eine Landschaft zu bewältigen usw. Dabei wäre es doch viel schöner, wenn alle Geräte auf ihre Größe und ihre jeweiligen altersbedingten motorischen Fähigkeiten abgestimmt wären. Das motiviert und die Kleinen streben danach es immer weiter zu versuchen. Oft werden in solchen Bewegungsräumen auf die dafür passen zugeschnittenen Geräte vom Pikler und Hengstenberg zurück gegriffen. Vielleicht spreche ich unseren Turnverein mal darauf an, ob so etwas möglich wäre... also eine weitere Kleinkind-Gruppe mit wirklich passendem Material. Da merkt man leider wieder, wir ländlich wir wohnen.

Einmal die Woche reicht Bewegung aber bei Weitem nicht aus. Die Kleinen benötigen auch sonst viele Möglichkeiten dazu. Bewegung ist wichtig für die ganzheitliche Förderung unserer Kleinen. 

Zwar weiß man wissenschaftlich gesehen noch nicht genau, wie der Zusammenhang zwischen Bewegung, Gehirnentwicklung und Kognition genau aussieht, doch bekannt ist, dass durch regelmäßige Bewegung im kindlichen Gehirn wichtige Bodenstoffe, wie Noradrenalin oder Acetylcholin aktiviert werden. Diese wiederrum kurbeln in den Zellen die Produktion von Protein an. Die Proteine sind an der Neubildung von Nervenzellen beteiligt und verstärken die Synapsenbildung im Gehirn. Und da die Bewegung für eine bessere Durchblutung in einigen Gehirnregionen sorgt, steigt dort auch die Sauerstoffzufuhr um ca. 20%.
Die Bewegung fördern sogar auch die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes. Es kann sich erst konzentrieren, wenn es ruhig genug dafür ist. Und diese Ruhe stellt sich nur ein, wenn der Körper sich vorher bewegen durfte.
Jede Förderung einer kindlichen Fähigkeit fördert also auch in anderen Bereichen: Beim Klettern trainiert ein Kind nicht nur seine Bewegungsfähigkeit und seine Muskeln, sondern erlebt konkret die Dimensionen eines Raumes und was "oben", "hoch" und das Verb "klettern" bedeuten. Und beim Herunterspringen von einer Bank macht es erste Erfahrungen mit der Schwerkraft, die sein Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen wecken können.
- aus dem Buch "Kleinkinder fördern mit Maria Montessori -

Wir sollten unseren Kindern also immer die Möglichkeit zur Bewegung ermöglichen und sich und ihre Umwelt damit entdecken lassen.








Donnerstag, 18. September 2014

Mamabeat - Unser Leben - Unser Rhythmus- auch mit Kindern!

Anfang des Monats schrieb mich der Beltz-Verlag an, ob ich von einem ihrer aktuellen Bücher ein Rezensionsexemplar erhalten möchte. Die angehängte Beschreibung dazu klang sehr interessant:

Kinder sind spontan und anarchistisch! Der Supergau für eine auf Disziplin und Leistungsfähigkeit getrimmte Gesellschaft. Und die Eltern? Sie wollen die Bedürfnisse der Kinder, der Gesellschaft und die eigenen unter einen Hut bekommen. Es jedem Recht zu machen, ist da unmöglich. Was für ein Spagat!

Für die Schauspielerin Saralisa Volm sind Kinder das Leben in einer neuen Dimension – sie macht Lust, sich ohne Angst in ein pralles Leben mit Kindern zu stürzen, bei dem man sein Elternsein selbst definiert. Sie erzählt von ihrem Alltag als junge Mutter und spricht mit anderen Eltern über deren Lebensentwürfe. Beruf und Privatleben, On- und Off-Sein, alte Leidenschaften und neue Visionen, all das müssen Eltern abwägen. Daher heißt es bei der Autorin: Schluss mit der Spielplatzmelancholie – es geht darum bei allem Elternsein man selbst zu bleiben und seinen eigenen Rhythmus zu finden. In Mamabeat. Kinder. Chaos. Glück! erzählt sie amüsant und kurzweilig, wie sie sich von den Erwartungen der anderen befreit und ihren eigenen Stil in Kinderfragen gefunden hat. Wie originell und unterschiedlich man die Elternschaft ausfüllen kann, beweist sie auch mit Lebens­entwürfen befreundeter Eltern, die sie an unterschiedlichen Stellen des Buchs vorstellt. In einem eigenen Kapitel befragt sie auch kinderlose Frauen bezüglich ihrer Motive und gibt damit auch ihnen Raum. Der Rückblick in ihre Kindheit zeigt, dass es ein Leben ohne Perfektionismus geben kann – Eigensinn, Stil und Kreativität sind gefragt. 
 
Das Buch lag einige Tage später in meinem Briefkasten und ich begann zu lesen. Schon der Anfang begeisterte mich, denn die Autorin bekam beide Kinder Zuhause! Einmal sogar als Alleingeburt. Sie beschreibt, die Vorteile und auch die aktuelle Hebammenproblematik und was uns ohne diese erwarten könnte. Ich bin ganz bei ihr und ihrer Einstellung zur Geburt und ihrem Körper, es stimmte mich auf den Rest des Buches ein. Solch eine positive Grundeinstellung wird sich sicherlich fortsetzen.
Meine Vermutung bewahrheitete sich und die Autorin erzählt herrlich frisch und ehrlich über die Erziehung und die Lebensweise mit ihren Kindern. Als beschäftigte Autorin und Schauspielerin ist dies sicherlich kein Standardmodell. Da muss man viel mit der kaum vorhandenen Zeit jonglieren und wie man seine Kinder betreuen lässt und von wem. Das dies nicht immer einfach ist, dass die Wohnverhältnisse auch mal sehr beengt sind, dass auch jeder mal an Grenzen kommt. Die Autorin beschreibt alles.
Sie versucht herauszufinden, warum das Lebensmodell Kinder heute so oft ausgedient hat. Warum viele erst so spät Kinder bekommen oder besser vielleicht garkeine erst planen. Sie befragt die verschiedensten Frauen, die ihr über den Weg laufen: Künstlerinnen, Studentinnen, Ärztinnen usw. Fast alle sind Kindern eigentlich nicht abgeneigt, aber sie wollen noch das erreichen, jenes erreichen. Dies beenden und dies tun, bevor die Kinder da sind. Manche sind auch einfach zufrieden ohne Kinder und bei so mancher fehlt einfach der passende Partner....

Aber was muss denn alles erreicht oder getan worden sein, bevor man Kinder bekommt? Kann man mit Kindern dies nicht mehr tun? Für viele scheinen Kinder Hindernisse zu sein, mit denen man nicht mehr das tun kann, was man noch tun wollte? Ist das wirklich so? Oder können wir es uns einfach nur nicht vorstellen? Oder träumen wir Seifenblasen nach, die wir eigentlich sowieso nie umsetzen wollten?
Viele wollen nicht spießig werden, dies passiere doch automatisch mit Kindern, oder? ... aber was ist denn nun spießig und werden wir nicht alle mit den Jahren etwas ruhiger, etwas sesshafter, wieviele von uns tun noch genau dies was sie in ihrer Jugend jedes Wochenende getan haben? Wieso träumen wir diesen vergangenen Tagen hinterher? Auch mit Kindern kann man in Urlaub fahren, reisen, ferne Länder bewundern. Man nimmt sich einen Babysitter und geht irgendwann mal wieder auf eine Party und wird danach merken, so jung ist man auch nicht mehr, dass solch eine Partynacht spurlos an einem vorbei geht.... selbst schon erlebt, sag ich euch... ich bin defintiv zu alt für diesen Sch***! 

Für die Autorin steht fest, es gibt kein perfektes Lebensmodell, Kinder können nicht in diesem Maße geplant werden, in dem wir es heute versuchen. Zunächst Schule, studieren, Partner finden, Geld verdienen, Häuschen kaufen und dann ran an die Nachwuchsplanung. Plötzlich gehört man zu Risikoschwangeren, der Nachwuchs lässt auf sich warten und dann stellt dieser noch die gewünschten Anforderungen an ihn, vollkommend auf den Kopf. Das war doch anderss geplant!

Wir sollten uns frei von akribischen Planungen machen, das Leben so nehmen wie es kommt und wissen, dass die meisten Hindernisse nur in unserem Kopf existieren und es doch meist immer Möglichkeiten gibt vieles unter einen Hut zu bekommen. Wenn man eben auch nicht darauf besteht alles perfekt haben zu wollen. Denn was ist schon perfekt? Wir werden immer Kompromisse machen müssen! Mit der Familie, mit dem Partner, mit Freunden, mit den Kollegen, mit dem Chef, mit Kunden.... die Liste ist endlos! Nicht die Kinder alleine stecken uns Grenzen, sondern die komplette Umwelt... irgendwie scheinen wir das oft zu vergessen.

Natürlich ist das Leben mit Kindern, nicht mehr exakt das Leben vor Kindern. Es wird anders sein, es wird neu sein, es wird anstrengend sein. Wir werden unsere Kinder lieben und sie auch auf den Mond wünschen. 
Wir werden uns ein Leben ohne unsere Kinder aber auch nicht mehr vorstellen können, sie werden Teil unseres Lebens werden, egal wie unser Lebensmodell aussehen wird. Es wird nicht das perfekte Modell und die perfekte Erziehung und das perfekte Leben geben... es wird unser Leben mit Kindern sein, unser Rhythmus, unser Mamabeat.... so einfach ist das!

Ein Buch mit Augenzwinkern. Es war kurzweilig und regt zum Nachdenken über das eigene Lebensmodell an.

 

Mittwoch, 17. September 2014

Die Angst, etwas zu verpassen

Gestern war so ein Tag an dem ich mich als Mutter hinterfragte, mache ich alles richtig? Fördere ich mein Kind richtig? Die Spielanregungen die ich ihm anbiete, werden nicht genutzt und stauben derzeit in den Regalen ein. Wenn ich sie ihm vorsetze, dann nimmt er sie kurz an, beendet die Übungen und stellt sie weg. 
Am liebsten ist er draußen, in seinem Outdoor-Bereich. Dort spielt er mit seinen Baggern und Kipplastern, dort kann er die Flugzeuge am Himmel beobachten und dort möchte er am liebsten Angelübungen mit Wasser machen. Bei jedem Wetter fragt er mich nach einer Schüssel Wasser. Dort hat er dann seine ganzen Materialien, die er ins Wasser geben und wieder herausangeln kann. Sei es mit der Zange oder anderen Hilfsmitteln. Er kann sich damit sehr versunken beschäftigen.

Das ist toll, das ist wundervoll! Ich weiß das! Mit 20 Monaten kann er sich nun schon so wunderbar selbst beschäftigen. Ich kenne auch die anderen Zeiten, denn mit wem soll das Herzkind sonst spielen, als mit uns als Eltern? Nun kann ich mehr beobachten, mehr zuschauen und staunen über so manche Ideen, die er im freien Spiel entwickelt. 

Und trotzdem habe ich mich gefragt, reicht das? Ich bin damit nicht die Einzige. Immer mehr Eltern ängstigen sich etwas zu verpassen. Ein Angebot, eine Förderung, ein Unterricht und das beginnt nun auch schon mit unseren Kleinkindern. Wir müssen sehr aufpassen nicht an unseren Kindern herumzuziehen und sie damit aus ihrem Rhythmus zu ziehen.

Denn dieser Rhythmus existiert und solange wir die Möglichkeiten anbieten und unsere Kinder auf ihre derzeitigen Interessen beobachten, werden wir sie auch ausreichend fördern. Sie wollen lernen, was wir tun und sobald ich das Herzkind in Hausarbeiten mit einbinde, ist er dabei. Dann verlässt er seine Outdoor-Ecke. Dann holen wir Wäsche aus der Waschmaschine oder dem Trockner. Befüllen die Waschmaschine oder den Trockner. Hängen die Wäsche auf oder ab. Wir tragen zusammen die Körbe. Wir stauben ab, wir schneiden Gemüse, wir wischen den Tisch, wir kehren den Boden... das macht ihm Spaß und er ist mit viel Schwung dabei. 

Dabei muss ich mir Zeit nehmen. Es dauert zunächst alles länger. Jeder einzelne Handgriff verlangsamt sich und stimmt sich auf das Kind ab. Ich muss nacharbeiten. Ich sehe wie mein Kind dabei lernt, begreift und versteht und stolz auf sich ist und das was es geleistet hat.

Ich weiß, das alles gut ist, so wie wir es tun. Und doch habe ich manchmal Zweifel. Ich schaue mich um, sehe andere Kinder im ähnlichen Alter. Was können sie schon gut, was kann das Herzkind noch nicht. Ich vergleiche, obwohl ich weiß das Vergleichen sinnlos ist. Es passiert einfach. Dann mache ich mir meine Gedanken, ob ich alles richtig mache?
Ich weiß, dass jedes Kind seinen eigenen Rhythmus hat, seine eigene Zeit für die sensiblen Lernphasen und das jedes Kind dies lernt, solange wir ihm alles anbieten. Die Angst etwas zu verpassen und das eigene Kind damit zu behindern ist präsent.

Erschreckend! Und ich weiß, es geht nicht nur mir so! Die Medien fördern es, die Politik fördert es und sogar wir Mütter untereinander fördern diese Angst.... etwas zu verpassen, unsere Kinder nicht alles zu bieten, was sie benötigen.

Wir müssen uns frei davon machen! Unsere Kinder werden alles erlernen, was sie benötigen, wenn wir ihnen die Möglichkeiten dazu geben, wenn wir sie am Leben teilhaben lassen. Unsere Kinder haben ihren eigenen Rhythmus, sie werden uns zeigen, was sie brauchen. Wir müssen keine Angst haben, dies zu verpassen!


Sonntag, 14. September 2014

Flohmarktfunde

Gestern war ich auf einem ganz tollen Flohmarkt. Durch einen tollen Tipp in der Montessori-Facebook-Gruppe erfuhr ich, dass in der Montessori-Schule Darmstadt ein Flohmarkt stattfinden würde.
Ich erhoffte mir viel davon. Ein Flohmarkt in einer Montessori-Schule sollte doch mal andere Dinge bieten, als die üblichen Flohmärkte. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht!

Für gerade mal 32 Euro verließ ich den Flohmarkt mit einer großen Tasche voll wunderbarer Dinge. Kleidung, tolles Holzspielzeug, schon einiges an Zubehör für die Kinderküche, welcher wir dem Zwerg zu Weihnachten und Geburtstag schenken wollen. Ich habe dort ein Fädelspiel entdeckt, welches schon lange auf meiner Wunschliste stand. Für 1,50 Euro war es mir. Ein Kegelspiel aus Holz, schon viele Jahre alt. Ein Vater brachte es endlich übers Herz es zu verkaufen... ich sagte ihm, es wird weiterhin in guten Händen sein ♥
Normalerweise verlasse ich einen Flohmarkt nur mit Kleidung, ich finde eigentlich nie Spielsachen, da ich dem Plastiksachen nichts abgewinnen kann. Es ist einfach nicht nachhaltig und hat keine schöne Haptik. Hier konnte man wirklich aus dem Vollen schöpfen und ich musste mich zusammen reißen. Ich habe eigentlich schon genug Steckspiele für den Zwerg und dann stand ich vor diesem tollen Farb-Steckspiel... der Junge handelte mit mir und wollte es mir dann für 1,50 Euro überlassen. Wie soll ich dann bitte nein sagen? Dann nehm ich es eben mit, wenn es mir schon so aufgedrängt wird ;)

Das Kranauto ist natürlich der absolute Hit und wird schon fleissig bespielt! Der Papa bastelte noch ein kleines Körbchen, um Lasten zu transportieren. Der Flohmarkt war ein voller Erfolg und wird sich für nächstes Jahr direkt gemerkt! Generell geht nun wieder die Flohmarkt-Saison los und ich bin im absoluten Schnäppchen-Fieber!

Das nächste Wochenende geht es weiter! Auf ins Getümmel!!!

Das Pingiun-Buch fehlt hier schon und steht bereits im Regal. Ein weiteres tolles Buch der Reihe Wieso?Weshalb?Warum?, welche ich euch schon vorgestellt habe.



Samstag, 13. September 2014

Zange und Korken

Ich durchforste gerade meine Bilder und entdeckte noch diese Bilder, welche ich vor kurzem knipste, an einem Tag an dem sich die Sonne ausnahmsweise mal blicken ließ. Mit solchen Übungen ist dann wohl langsam Schluß. Ich bibbere heute bei 15 Grad Außentemperatur... absolut unbegreiflich!

Der Zwerg versteht es auch noch nicht, da er mir jeden Tag anzeigt, er würde gerne weiter solcher Wasserübungen machen und zeigt auf die große Metallschüssel.

In seinem Outdoor-Bereich gibt es viele Steine, Korken und Muscheln, welche ins Wasser getaucht werden können. Steine und Muschlen gehen unter. Korken schwimmen... interessant. Und mit der Zange fischt man sie alle wieder raus. Lässt sie wieder reinfallen, erfreut sich an dem Spritzwasser. Nimmt auch mal die Hände zur Hilfe und das immer wieder und von vorne. Damit kann sich der Zwerg recht lange alleine beschäftigen.





Freitag, 12. September 2014

Unsere kleine Outdoor-Ecke

Der Zwerg kann im Grunde zu jeder Zeit raus in den Garten, wenn er dies möchte. Nur die Gartentür muss ich ihm dazu noch öffnen, wenn er mir dies anzeigt. Wenn es regnet ist unser Garten eine Matschlandschaft (der Garten ist leider immer noch nicht angelegt...) und wie ihr sicherlich wisst, der Zwerg mag das nicht. Bloß keine Matsche oder Dreck an seinen Händen usw.
Damit er aber auch bei diesem Wetter raus kann, haben wir ihm auf der überdachten Terasse eine kleine Ecke zusammen gestellt. Sie ist noch lange nicht so, wie ich sie gerne haben möchte. Da schwebt mir noch so einiges vor, optisch wie nützlich. 

Bis dahin wird diese Ecke aber schon gerne vom Zwerg genutzt. Er liebt seine Bagger über alles, kann die Kräuter gießen, mit den Naturmaterialien hantieren und die großen Holz-Bausteine können zu großen Türmen gestapelt werden.

Die Abdeckung der Sandkiste dient gleichzeitig noch als Fallschutz. Die Treppe ist leider sehr steil und ohne Sicherung bzw. einem Halt. Er kann dann rechts von der Terasse runter, dort flacht sich der Erdhügel langsam ab.







Donnerstag, 11. September 2014

Farbe ins Spiel

Schüttübungen mit Wasser mögen eigentlich alle kleinen Kinder. Mit Farbe wird es dann noch spannender. Das Wasser kann besser gesehen werden. Man sieht es besser aus dem Gefäß heraus kommen, wie es sich verhält, wie es fließt und ob etwas neben dran landet.
Zum Einfärben kann man Lebensmittelfarbe verwenden. Weiß man, dass sein Kind das eingefärbte Wasser nach einem Hinweis nicht mehr trinkt, kann man auch ein Stück Krepp-Papier hineinhalten und das Wasser somit einfärben.
Ein Tuch oder kleiner Schwamm kann schon frühzeitig zu solchen Wasser-Schüttübungen dazu gegeben werden. Einmal kurz gezeigt, was damit zu tun ist, werden es die Kleinen sicherlich schnell versuchen nach zu machen.
Und so ist hier auch schon lange für das Herzkind klar, wenn er etwas von seinem Trinken oder Sonstigem verschüttet, holt er sich ein Handtuch aus der Küche und wischt es auf.






Mittwoch, 10. September 2014

Ausflug ins Frankfurter Apfelumland

Das Frankfurt auch grün ist, hätte ich auf Nachfrage wohl eher verneint. Das dort Äpfel angebaut werden auch. Jetzt weiß ich es besser!
Am Montag haben wir einen kleinen Ausflug unternommen, der Herzmann hat Urlaub. In Frankfurts Außenbezirke gibt es grünes Land und Felder und dort werden auch Äpfel angebaut und geerntet. Leckerster Apfelwein (*örks* da dürft ihr mich nicht fragen...) und Apfelsaft werden produziert und können im Hof direkt gekostet und gekauft werden. Wir haben uns am Ende unseres Ausfluges gerne eingedeckt. Der Apfel-Quitten-Saft kann ich sehr empfehlen!

Am Hof haben wir unser Auto geparkt und sind von dort aus losgelaufen und damit meine ich uns Drei. Auch das Herzkind stapfte tapfer drauf los... und dabei auch munter vom Weg abkommend. Noch undenkbar vor einer Woche, da hat sich wie schon gestern berichtet, einiges im Köpfchen seit dem Wochenende getan. Nur wenn er eine Pause brauchte, wollte er zwischendurch in die Kraxe und danach fröhlich weiterlaufen.
Wir hatten uns natürlich wieder eine Route ausgesucht, auf welcher wir einige Caches suchen und finden konnten. Wir stapften durch Stopelfelder, durch hohe Wiese und konnten Traktoren bei der Arbeit zuschauen. Das Herzkind war glücklich. Einen Traktor vor der Skyline von Frankfurt beobachten zu können, das war für mich auch ein interessanter Anblick. Findet ihr nicht auch?

Zwischendurch sammelte der Zwerg alle Steine auf die er finden konnte und schmieß sie so weit er konnte. Bei besonders großen Steinen wurde dies mit lauten "Boah!" und theatralischem Stöhnen begleitet. Am Ende mussten wir noch einen Cache in einem Baumhaus finden... na prima... ich musste da rauf. Spinnweben, Getier.... ihhhh.....bähhhh.... unter lautem Gejammer.... ich kann das schließlich auch.... kletterte ich nach oben und fand den Cache zum Glück recht schnell. 

Wir knabberten an leckeren Äpfel und Birnen, die an alten aussortierten Bäumen hingen und die Sonne strahlte glücklich vom Himmel. Dazu eine kühlende Brise, die das Laufen erträglich machte. Es war ein sehr schöner und ruhiger Ausflug und wir waren erstaunt, wielange der Zwerg mitlaufen kann und seinen Spaß hatte. Neue Seiten von ihm! Mal sehen ob das Wetter am Donnerstag auch passt, dann wollen wir nochmals einen Ausflug starten. Diesmal in den Odenwald. Habt ihr hier interessante Ausflugsziele für uns?















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