Donnerstag, 30. Januar 2014

Petersiliensuppe?

Auch wenn er den Kichererbsen-Eintopf seines Papas gestern verweigerte, so kochte er zuvor wenigstens fleissig mit! Am liebsten will er aber eigentlich im richtigen Topf rühren, in dem das Abendessen gerade köchelt. Darf er dann auch gerne, nur ist das Wort "heiß" und dessen Bedeutung noch nicht ganz vom Herzkind verstanden worden... immer wieder wandern die kleinen Händchen Richtung Topf und die Augen werden groß, wenn es an den Fingern dann heiß wird. Unterlippe wandert nach unten, Tränen schießen in die Augen... Mama muss trösten und dann muss aber wieder angetestet werden... mal sehen, wann er das Wort heiß und die Bedeutung wirklich versteht und vorsichtiger wird.




Mittwoch, 29. Januar 2014

Der Geldbeutel

Kinder wollen das haben, was die Eltern auch haben. Sei es Küchenutensilien, Haushaltsgeräte, Telefon, Smartphone usw.
Sie sehen, die Eltern benutzen es, also muss es interessant sein. Es muss entdeckt, erforscht und verstanden werden. Sie wollen lernen, sie wollen erwachsen werden und dazu gehört alles aus der Welt der Erwachsenen dazu!
Es ist also verständlich, dass sie danach verlangen. Wir müssen überlegen, was lassen wir offen liegen, zu was können sie offenen Zugang haben bzw. nur unter Aufsicht und genauer Anleitung.
Möchten wir nicht, dass sie die Fernbedingung oder das Smartphone benutzen, sollten sie auch nicht offen und reizvoll herumliegen. Die Kinder dann zu schimpfen, wenn sie es sich dennoch nehmen ist für diese nicht verständlich. Die Eltern benutzen es doch auch, wieso dürfen sie es also nicht? Es schafft Mißverhältnisse und den angeblichen "Trotzkopf" der Kinder... dabei ist es der Trotz von uns Eltern, der dies bewirkt. Wir wollen, genau genommen, unsere "Spielsachen" nicht teilen, nicht hergeben. Möchten nicht das etwas kaputt geht, wollen dass alles so weiter läuft wie bisher auch. Würden wir einem Erwachsenen auch einfach alles aus den Fingern reißen und ständig mit ihm schimpfen?

Ich muss mir also vorher überlegen, was soll erreichbar für das Kind sein, wo muss es doch Grenzen kennen, wenn es gefährlich werden könnte und was versuche ich lieber grundsätzlich zu vermeiden, damit ich nicht immer schimpfen muss?

Irgendwie bin ich von meinem eigentlichen Thema heute abgekommen *hust* Eigentlich wollte ich doch nur sagen: Kinder lieben alles was wir Erwachsene täglich nutzen und es ist oft interessanter als jedes Spielzeug! Warum also nicht einen Geldbeutel mit alten und ungenutzen EC- und Visitenkarten füllen?
Das Herzkind ist jedenfalls schwer begeistert und man hörte nichts mehr von ihm. Völlig mit seinem Tun beschäftigt, konnte ich ihn von allen Seiten fotographieren. Es störte ihn nicht, lenkte ihn nicht ab. Die Karten wurden herausgeholt, er versuchte sie wieder hineinzustecken und wenn eine auf dem Boden lag, wurde sie mit viel Mühe wieder aufgenommen. Garnicht so einfach!







Dienstag, 28. Januar 2014

Besuch im Zoo

Am Wochenende waren wir total einfallsreich und sind Sonntags dann nicht in den Tierpark, sondern in den Zoo... Zum Glück sind da die Zwerge noch sehr leicht zu begeistern und für das Herzkind war es einfach wichtig laufen, staunen und erleben zu können.
Gerade die Adler *hust* Bartgeier (Asche auf mein Haupt, wie konnte ich das Verwechseln - zum Glück habe ich meinen Mann) haben es ihm ganz schwer angetan. Von dem Gehege war er kaum weg zubekommen und wenn sie dann noch hin und her flatterten mit den großen Schwingen, wurden die Augen riesengroß!




Die Bartgeier! Bestaunt vom Herzkind!

Die neuen gefütterten Schuhe vom Herzkind. Diesmal sind es Jochie´s geworden. Der Zwerg läuft wunderbar darin!
Da wollte er nicht weiter, wir waren schon ein ganzes Stück weiter gelaufen und er legte einfach sein Köpfchen nieder ♥
 
Meine Lieblingstiere im Zoo... ich hätte auch sooooo gerne Zwergziegen... Menno!

Montag, 27. Januar 2014

Bewegende Worte

Meine Lektüren bestehen schon seit geraumer Zeit aus Texten von Maria Montessori und deren Lehren. Im Moment lese ich Das Tao von Montessori . Dort macht sich Catherine Mc Tamaney über einige Worte von Maria Montessori Gedanken und versucht diese zu interpretieren. Ein sehr gelungenes Buch, wie ich finde. Eine der Passagen hätte ich fast gänzlich mit meinem Textmarker einstreichen können. Es kommt mir alles so richtig vor, was dort steht. Die Worte haben mich bewegt und daher möchte ich sie mit euch teilen:

Kein Führer, kein Lehrer kann die persönlichen Bedürfnisse eines jeden Schülers erraten und die Reifezeit, die er braucht. Wenn sie das Kind aber frei sein lassen, wird sich uns all das unter der Führung der Natur zeigen.
- Maria Montessori -

Die Gedanken von Mc Tamaney dazu:

[...] Wir vertrauen darauf, dass die Entwicklung des Kindes diesem geheimen Verlauf folgen wird und das die wahre Natur des Kindes, wenn wir den Weg freimachen, bewahrt werden kann. Wir wollen seinen Weg unbedingt voraussagen, aber die Richtung, die das Leben des Kindes nimmt, ist nur in den Spuren, die es hinterlässt, zu sehen. Wir haben nur die Wahl, sorgfältig zu beobachten und zu verstehen, wie sich der Weg eines Kindes vom Weg des anderen unterscheidet. Unsere Sicht wird schrecklich verschleiert, wenn wir zu viel eigenen Staub auf dem Weg aufwirbeln.
Beobachten Sie. Und wenn Sie dann fertig sind, beobachten Sie weiter. Wenn Sie eine Entscheidung getroffen, einen Bestandteil hinzugefügt oder ein Hindernis beseitigt haben, um dem Kind besser zu dienen, dann beobachten Sie noch weiter. 
Der Weg des Kindes ist immer da. Es gibt nichts, gar nichts, was wir tun könnten, um das Kind am Lernen, am Wachsen, am Erwachsenwerden zu hindern. Aber wir können im Steine in den Weg legen. Das Kind wird dennoch darüber hinwegklettern und die Kratzer und blauen Flecken mitnehmen, die es dabei erlitten hat.
Denken Sie an den kleinen Schössling. Können Sie seine Natür verändern? Können Sie ihn zu einer anderen Baumart machen? Natürlich nicht. Aber sie können sicherstellen, dass er genügend Licht bekommt. Sie können dafür sorgen, dass er eine nährstoffreiche Erde und einen fruchtbaren Boden hat. Sie können ihn stützen, wenn er das benötigt, genauso wie Sie die Stützen wieder wegnehmen können, sobald diese die Fähigkeit des Baumes, alleine zu stehen, behindern. Wenn wir unsere Unterstützung über Bedarf aufzwingen, hinterlässt sie Narben am Stamm des heranwachsenden Baumes, und dennoch wächst der Baum berharrlich weiter. Seine Umgebung wird bestimmen, ob er stark und aufrecht wächst oder ob er gezwungen wird, sich zu biegen und zu verdrehen, um sicherzugehen, dass seine Bedürfnisse erfüllt werden.

Bewegende Worte. Weise Worte. Und daher lasse ich sie so stehen und wirken!


*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links

Samstag, 25. Januar 2014

Schnelle Schildkröte

Unser Herzkind hat ein Ziehtierchen. Eine Schildkröte. Dieser hat er zur Geburt geschenkt bekommen. Schon vor Monaten fand er es ganz toll, sie immer wieder zu sich zuziehen. Natürlich mussten Mama und Papa, das tolle Teil dann wieder ein Stück wegstellen... prima Beschäftigung *hust*
Jetzt beschäftigt sich der kleine Zwerg auch alleine mit seiner Schildkröte. Sie wird auf den Boden gestellt und dann wird losgelaufen und die Turbo-Schildkröte zischt los. Fällt sie dabei um, wird sie wieder aufgestellt und weiter geht´s.
Es ist zu süß, das Herzkind dabei zu beobachten. Immer wieder der prüfende Blick nach hinten, ob ihm die Schildkröte auch folgt. Dabei kommt er auch so manches Mal ins straucheln und kleine Unfälle sind vorprogrammiert... *krach* - *autsch* - *wähhhhhh*... Kurz trösten, weiter geht´s!





Freitag, 24. Januar 2014

Der Löffel kommt zum Einsatz

Seit einigen Tagen bemerke ich nun, dass die Verwendung des Löffels beim Essen immer zielgerichteter wird. Natürlich hat er den Löffel auch schon früher verwendet, in den Brei gesteckt, darin rumgeteigt, aber nie wirklich etwas drauf bekommen und wenn, dann war es Zufall.
Nun versucht der Zwerg wirklich zielgerichtet etwas auf den Löffel zu bekommen und freut sich jedesmal lautstark wenn es geklappt hat. Es ist wirklich ein Schauspiel!
Und danach versucht er nun auch wirklich, den eben aufgeladenen Brei in den Mund zu bekommen. Wirklich schwere Arbeit! 
Es gelingt ihm nun auch immer besser. Die Sauerei drumherum muss man natürlich außer Acht lassen.... es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen!




Dienstag, 21. Januar 2014

Praxisbericht Lernturm

Seit 10 Tagen ist unser Lernturm nun im Einsatz und ich möchte ihn nicht mehr missen! Er ist eine wunderbare Bereicherung für uns und natürlich für unser Herzkind. Er kann nun direkt beim Geschehen dabei sein, beobachten und mitmachen. 
Ich habe nun auch schon viele dankbare Rückmeldungen bekommen, von Eltern, die den Turm nachgebaut haben und ebenfalls absolut begeistert sind. Kein meckerndes Kleinkind mehr, welches gerne sehen würde, was da oben geschieht bzw. abfallende Arme, da man die Zwerge auf einem Arm balanciert und mit der freien Hand versucht zu kochen.
Das hat mich natürlich sehr gefreut! Ich möchte aber daran erinnern, ich habe den Lernturm nicht erfunden, sondern ebenfalls nur nachgebaut und erfreue mich an dem Erfindungsgeist anderer Eltern.

Die Kinder können im Lernturm ganz alleine hoch und wieder runter und genau das ist der Gedanke von Montessori!

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, 
sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. 
- Maria Montessori -

Wir müssen für unsere Kinder Möglichkeiten schaffen, um sie in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen. Wir müssen ihnen soweit helfen, damit sie sich  selbst helfen können.

Hilf mir, es selbst zu tun.
Zeige mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es allein tun.
Hab Geduld meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche
ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche
machen will.
Mute mir Fehler und Anstrengung zu
denn daraus kann ich lernen.
- Maria Montessori -

Der kleine Zwerg hat schon am ersten Tag verstanden, wie er alleine den Lernturm nach oben kommt und mit kleinen Hilfestellungen und Aufzeigen, ein paar Tage später dann auch, wie er alleine wieder runter kommt. Er kann sich dann eine ganze Weile alleine in der Küche beschäftigen, rührt in Schüsseln, die ich ihm hinstelle. Steigt wieder runter, steigt wieder drauf. Und da der Lernturm durch das Geländer gesichert ist, muss man keine Angst haben der Keks könnte runterfallen. Man kann also weiteren Arbeiten nachgehen. Natürlich in unmittelbarer Umgebung.... ich warte nämlich noch darauf bis er eventuell entdeckt, dass man vom Lernturm aus, auf die Arbeitsplatte klettern könnte. Denn das habe ich schon von anderen Lernturm-Kindern gelesen. Warten wir es ab!

Abschließend noch eine kleine Fotostory vom rauf- und runterklettern und dem süßesten Windelpopo aller Zeiten *hust* Ihr wisst natürlich was ich meine! Welcher Windelpopo ist nicht süß ♥



Montag, 20. Januar 2014

Besuch im Tierpark

Gestern morgen am Frühstückstisch fiel die Entscheidung, dass wir uns danach anziehen und in den Tierpark fahren. Und obwohl es kalt und nass und schmuddelig war, stellten wir erstaunt fest, die Parkplätze waren voll. Es strömten viele Familien in den Tierpark und hatten somit den selben Einfall wie wir.
Das ist natürlich auch schön, zeigt es doch, dass viele Eltern mit ihren Kindern auch bei nicht so schönem Wetter nach draußen gehen. Kinder sollen viel Natur erleben, Tiere kennenlernen und auch andere Kinder. Gerade auf dem Spielgelände war doch recht viel los.
Das war für unser Herzkind allerdings noch recht uninteressant. Die ersten Meter wurden noch gelaufen und dann siegte schon die Müdigkeit und er schaute sich alle Tiere lieber aus dem Kinderwagen heraus an. 
Durch das viele Beobachten kam er doch nicht wirklich zum Schlafen und erst kurz bevor wir den Park dann wieder verlassen haben fielen ihm  die Äuglein zu und wir konnten den Zwerg schlafend in seinen Autositz schnallen und schlafend Zuhause in sein Bett legen. Stunden später... haben wir ihn dann mal geweckt... da war einer aber sehr kaputt durch die viele frische Luft!






Sonntag, 19. Januar 2014

Selbst entdeckt - Ballsport

Kinder ahmen nicht nur nach, wie ich gestern in meinem Post schon geschrieben habe. Sie wollen auch selbst entdecken. Sie möchten selbst herausfinden, ob Essen auch immer wieder zu Boden fällt, wenn man es vom Tisch schmeißt. Sie wollen Töpfe aufeinander schlagen und verschiedene Klänge erproben und hören. Wasser verteilen und die Fließrichtung bewundern.
Und wieso rollen einige Gegenstände und Andere nicht? Wieso kann man einen Ball so wunderbar werfen und er bewegt sich weiter und ein Würfel tut es nicht? Und man kann ein Ball nicht nur werfen, auch mit den Füßen kann er angestoßen werden!
Ich frage mich in solchen Situationen immer wieder, woher kommt jetzt diese neue Errungenschaft? Woher hat der kleine Zwerg jetzt die Idee nach dem Ball zu treten, völlig verzückt hinterher zu laufen und wieder nach dem Ball zu treten? Wir haben es ihm nicht gezeigt und wie schauen auch bei keinen Fußballspielen zu. Mein Mann würde jetzt sagen, dass hat das Herzkind im Blut. Der Opa und der Uropa waren begeisterte Fußballer!
Natürlich das ist sicherlich eine Tendenz. Zum Anderen ist es der Entdeckergeist der Kinder. Jeder Erfinder auf unserem Planeten hat etwas gemacht, dass vor ihm bisher noch nie jemand getan hat, er kam ganz alleine darauf. Und auch Kinder sind kleine Entdecker, kleine Forscher. 

Dem Herzkind bei seinen Entdeckungen zuzuschauen, dabei sein zu dürfen, das ist einfach wunderbar. Und nun haben wir sogar schon ein richtiges Spiel, in welchem wir zusammen interagieren. Ball gegenseitig zuschmeißen oder hin und her kicken und einfach ganz viel Spaß haben!

Und natürlicher lieber Opa D., vielleicht wird er auch irgendwann ein richtig großartiger Fußballer! :)




Samstag, 18. Januar 2014

Nachgeahmt!

Nach Montessori besitzen Kinder in den ersten Jahren einen absorbierenden Geist. Sie nehmen alles, wirklich alles, auf was sie vorgemacht und vorgelebt bekommen. Das ist eine sehr große Aufgabe für uns als Erwachsene. Denn damit absorbieren sie nicht nur Gutes, sondern eventuell auch schlechte Angewohnheiten von uns. Wörter die sie eigentlich nicht nutzen sollen, Handlungen die verletzen können usw.
Alles was sie absorbieren, bricht irgendwann aus ihnen heraus und kommt zum Vorschein! Das wurde mir gestern von meinem Herzkind bewusst gemacht. Plötzlich schnappte er sich das Küchentuch und begann den Boden zu wischen! Ich musste erst ganz fasziniert zusehen, bevor ich mir dann schnell noch die Kamera schnappte!
Das Herzkind sieht es natürlich mehrmals täglich, wenn ich nach den Mahlzeiten auf dem Boden herumkrabbel und seine Essensreste beseitige und mit einem Tuch aufwische. Ich habe es ihm bisher noch nie bewusst gezeigt. Er hat es einfach selbst beobachtet, aufgenommen, verinnerlicht und nun auch nachgeahmt.

Das Interesse des Kindes hängt allein von der
Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen. 
- Maria Montessori -




Freitag, 17. Januar 2014

Die stille Gewalt

Ein Aspekt von Facebook ist das Schneeball-Prinzip. Auch gerade deswegen ist dieses Medium so beliebt geworden und wird von vielen zur schnellen Verbreitung von Neuigkeiten, Werbung usw. verwendet.
Es ist interessant zu sehen, welche Artikel immer und immer wieder geteilt werden. Seit gestern ist es wieder ein solcher Artikel, über welchen man immer wieder in Facebook stolpert, da in viele abonnierte Blogs und Freunde teilen. Auch ich habe ihn geteilt und selbst mein kleines Bloggerlichtlein führte dazu, dass ihn 12 weitere Personen teilen.
Es ist ein Artikel bei dem sich wohl sehr viele angesprochen fühlen, man kann sogar fast schreiben "Wer frei von Schuld, der werfe den ersten Stein!" - Nur sieht man nicht wirklich Steine fliegen. Sicherlich kann sich jeder an eine Situation erinnern, in welcher es passiert ist.

Anschreien! Das eigene Kind anschreien, weil man selbst gerade enorm gestresst ist. Auch mein kleines Herzkind hat das schon erleben müssen. Ich fühl mich nicht gut dabei, ich fühle mich danach nicht gut und ich weiß auch, dass es total unnötig war und auch garnichts gebracht hat. Und doch! Es bewirkt etwas, aber nicht das was man in diesem Moment erhofft! Der Artikel zeigt es, es kann Angst bewirken! Wer möchte, dass sein Kind Angst vor einem hat? Und es geht noch weiter. Kinder lernen selbst zu schreien, damit zu verletzen...
Als ich den Artikel in Facebook geteilt habe, habe ich dazu geschrieben, dass es nachdenklich macht! Und das ist gut so! Es ist wieder einmal Zeit zur Selbstreflektion. Zeit sich bewusst zu machen, was man damit tut und bewirkt und ob man das möchte!

Noch am selben Abend habe ich in dem Buch "Das Tao von Montessori" passendes zu dem Thema gelesen:

"Wir sind umgeben von Gewalt. [...] Aber Gewalt ist oft still und Waffen sind verborgen. [...]
Welche sind die stillen Waffen? Physische Gewalt: die Vorstellung, dass Größer-, Alter- oder Stärkersein uns das Recht geben würde, dem Kind unseren Willen aufzuzwingen. Die Kraft unserer Stimme: dass Lauter-, Entschlossener- oder Wütender-Sein uns das Recht geben würde, die Aufmerksamkeit des Kindes zu fordern. Wenn wir Kindern gegenüber laut werden, sind unsere Waffen nicht weniger verletzend. Diese Lektionen sind viel gefährlicher.
Primitive Demonstrationen von Gewalt sind etwas Konkretes. Wir können sie schwarzweiß darstellen. Schlag nicht. Beiß nicht. Aber es ist viel schwieriger, die subtileren Waffen zu definieren, [...]. Wir verstecken unsere Reue vielleicht hinter der Rechtfertigung, dass das Kind unsere Reaktion ausgelöst habe. [...] Wenn wir uns verteidigen, zeigt sich ganz klar unsere Heuchelei. Wir wollen es wahrscheinlich nicht laut sagen, dass wir das Kind misshandelt haben. Aber in der Stille unseres Herzens wissen wir es, wenn wir es fühlen."

Nein, ich möchte mein Kind nicht verletzen! Auch nicht mit stiller Gewalt! Ich möchte es nicht mit Worten misshandeln! Mein Herz blutet, wenn ich daran denke was ich meinem Herzkind damit antue! In meinen schwachen Momenten, in Situationen in denen ich schwach bin und Fehler mache. Nicht das Herzkind macht den Fehler! Zum Glück sind diese Situationen bisher selten gewesen und ich weiß auch ganz genau, wann sie bei mir ausgelöst werden. Nachts, wenn ich hundemüde bin und der Zwerg nicht schlafen will, dann bin ich schwach! Dann muss ich aufpassen und man muss es sich eingestehen. Als es zuletzt so schlimm war (ich berichtete) habe ich meine Decke geschnappt und bin ins Wohnzimmer geflüchtet. Mein Mann musste sich um das Herzkind kümmern und ihn beruhigen. Man muss sich eingestehen, wenn es auch mal nicht mehr geht und wie es auch in dem tollen Artikel steht, besser aus der Situation herausgehen, sich ins Bad einschließen oder ins Wohnzimmer... und durchatmen! Sich bewusst werden, das Kind kann für meinen inneren Streß nichts!
Es sind nicht die Kinder, die dafür verantwortlich sind, wir dürfen sie nicht dafür beschuldigen. Kinder sind in jeder Phase ihres Lebens, eben so wie sie sind. Schon seit vielen Jahrhunderten und Jahrtausenden, brauchen sie Hilfe beim Schlafen, beim Selbstständig werden, beim eigenen Willen. Wir haben es nur verlernt, dass dies so ist. Wir Erwachsene wollen nicht mehr sehen, dass auch wir einmal Kinder waren. Für uns Erwachsene wäre es doch so einfach, wenn Kinder kleine Erwachsene wären. Wenn sie wären, wie wir und wir sie somit ohne Umdenken verstehen könnten.

"Es muss eine neue Art der Erziehung aufgebaut werden, von Geburt an. Die Erziehung muss umstrukturiert werden und auf die Grundlage des Naturgesetzes gestellt werden, und nicht auf die vorgefassten Vorstellungen und Vorurteile der Gesellschaft der Erwachsenen. - Maria Montessori"

Es war ein großes Anliegen von Maria Montessori, dass wir genau das verstehen!

Umdenken und Selbstreflektion! Solche Artikel sind gut, um uns zu erinnern an uns zu arbeiten und uns immer wieder zu hinterfragen. Wie möchten wir mit unseren Kindern umgehen, was sollen sie aus unserem Verhalten lernen? Ich bin immer wieder dankbar, dass es solche Artikel gibt! Sie halten wach und erinnern!

Mein Herzkind soll auch weiterhin unbeschwert spielen und lachen können. Es soll seine Kindheit genießen, sich gerne daran zurück erinnern und seinen Eltern vertrauen!


Dienstag, 14. Januar 2014

Der Handwerker

Heute Nachmittag kam ich von meinem Zahnarzt-Termin heim und wurde freudig von meinem Mann empfangen. Er hat Bilder für mich, welche ich für den Blog verwenden kann.
Er und das Herzkind haben seinen neuen Schneidebock für sein Brennholz zusammen gebaut. Das Herzkind scheint zur Freude seines Papas Werkzeug zu lieben. Besonders der Akkuschrauber hat es ihm angetan.... erblickt er diesen, ist kein Halten mehr und der Papa muss ihm immer wieder vormachen wie dieser funktioniert und sobald er sich dreht legt der kleine Keks seine Hand oben auf und ist einfach nur begeistert!
Es ist natürlich klar, dass wohl jedes Kind in diesem Alter begeistert von allem Neuen ist und somit auch von Werkzeug. Aber lassen wir den Papa mal in seinem Glauben *hust* und generell.... wer will nicht zwei handwerklich begabte Männer in seinem Haushalt haben? Der Papa soll ihm also schön alles beibringen was er weiß!

Hier nun also jedenfalls mein kleiner Handwerker bei der Arbeit!

Zunächst muss natürlich die Anleitung studiert werden!
Und dann versuchen wir mal den Papa nachzumachen... der hat das doch auch so gemacht, oder?

Montag, 13. Januar 2014

Unter dem Couchtisch war gestern


Bisher haben einige der Lernanregungen und Spielsachen des Herzkindes unter dem Couchtisch gestanden, damit er auch im Wohnzimmer in unserer Nähe etwas zum Beschäftigen hat. Alleine im Spielzimmer möchte er immer noch nicht sein.
Mittlerweile ist der Couchtisch aber kein geeigneter Platz mehr! Der Zwerg stößt sich immer wieder den Kopf an, wenn er etwas hervorholen möchte und es ist einfach zu tief. Es ist nicht mehr auf Augenhöhe und daher auch nicht im direkten Blickfeld.
Von unseren Kellerregalen hatten wir noch Böden übrig und auch ein paar Seitenteile, so dass wir heute schnell etwas gebastelt haben. Im Wohnzimmer habe ich eine Ecke komplett ausgeräumt und umgestellt, so dass für das Regal auch Platz ist. Ich bin mit dem ersten Ergebnis ganz zufrieden und das Herzkind hat seinen neuen Lernplatz auch direkt erkundet.


Endlich habe ich nun auch die ersten Tabletts! Ganz günstig bei OBI gefunden. Sind dort eigentlich als Teil einer Stapelbox-Serie angegeben.... aber das ist ein Tablett. Jawohl!

Mittlerweile interessiert sich der Zwerg auch tatsächlich für die Motorikschleife und versucht die Teilchen hin und her zu schieben.

Es wird stramm marschiert! ♥
Und dann, wie gewünscht, die ersten Erfahrungen mit unserem Lernturm. Der Keks steht wahnsinnig gerne darin und beobachtet genau! Gestern hat er beim Waffelbacken zugesehen und mir dann beim Kaffee zubereiten geholfen. Knöpfchen drücken, Pad einlegen, Klappe runter, Kaffee an Papa mit zwei Händen zusammen mit mir weiterreichen usw.
Das Kaffee-zubereiten hat er heute morgen beim Frühstück dann auch direkt wieder mit mir machen wollen... hatte sofort drauf gezeigt. Wahnsinn, wie sich die Zwerge das nun auch schon merken können. Er klettert selbstständig hinein und kommt auch schon alleine wieder raus. Wir sind total begeistert von dem Turm und das er so toll von dem Herzkind angenommen wird.


Sonntag, 12. Januar 2014

Das letzte Stück Weg

Haustiere zu haben, bedeutet immer für sie da zu sein. Für sie zu sorgen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen und sie zu pflegen, wenn sie krank sind. 
Man geht einen gemeinsamen Weg, zusammen. Man trägt sie, wenn sie krank sind und marschiert nebeneinander und hat Freude in schönen Zeiten.
Irgendwann kommt aber eine Zeit und eine Weggabelung, bei welcher man weiß, nun ist es soweit, nun können wir nicht mehr zusammen weitergehen. Hier werden wir uns trennen müssen. Aber wir werden ein kleines Stück noch gehen, ein Stück um unserem kleinen Freund den Weg zu weisen, den er alleine sonst nicht finden würde.
Ja, heute habe ich einem meiner Lieblinge wieder den Weg weisen müssen. Aluca war schon eine Omi und hatte viele Wehwehchen, ihr ging es nicht mehr sehr gut. Aber sie hing an ihrem Leben und wollte nie gehen, sie blieb! Doch nun von gestern auf heute wollte sie nicht mehr. Sie legte sich hin und stand nicht mehr auf, sie wollte gehen und doch nicht. Diese kleinen Kämpfer, sie hängen an ihrem Leben. Sie sind so stark und tapfer!
Heute morgen ging ich dann das letzte Stück Weg mit ihr gemeinsam. Die Dosis eines mittelgroßen Hundes benötigte sie, um endlich den Weg zu finden und gehen zu wollen. Traurig bin ich, 8 Jahre durfte sie alt werden. Eine schöne Zeit hatten wir zusammen. Aber kein Tier soll leiden, sie sollen ein friedvolles Ende auf Erden haben. 
Nun geht es ihr wieder gut. Hoffentlich hat sie schon ihre Schwester wiedergefunden, welche viel zu früh gegangen ist und alle ihre Weggefährten. Und irgendwann sehen wir uns auch wieder, ganz sicher!
Liebe Aluca, mach es gut! Danke für die schöne gemeinsame Zeit!




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