Mittwoch, 11. Januar 2017

Basteln, Experimentieren und Lernen mit Schnee - 5 Ideen!


Endlich kommt er, der Schnee! Ich weiß noch wie ich mich als Kind immer darauf gefreut habe. Ich liebte die geschlossene Schneedecke. Wenn der Schnee noch völlig unberührt war. Ich traute mich kaum, dieses Bild zu zerstören. Das lautlose Fallen des Schnees, wenn jedes Geräusch irgendwie gedämpft wirkte. Das Knirschen des Schnees unter den Schuhen. Schneemänner bauen und Schneekugeln, die immer mehr vereisten, je länger die Kälte andauerte. Ich baute Höhlen hinein und spielte mit Pinguinfiguren darin.

Als Erwachsener ist das Verhältnis zu Schnee oft gespalten. So schön Schnee auch ist, dieser muss von der Straße geräumt werden, man muss vielleicht im Schneegestöber und Glatteis zur Arbeit kommen und wir sind diejenigen, die unseren kleinen Kindern in ihre Winterkluft hineinhelfen müssen und wieder hinaus und das kann wirklich schweißtreibend sein, wenn man selbst schon dick angezogen ist.

An diesem Wochenende hat es geschneit und nach einem ausgiebigen Schneespaziergang mummelten wir uns Zuhause ein. Damit solch ein kalter Winterttag Zuhause nicht zu lange wird, kann man den Schnee vielleicht auch einfach mal zum Thema machen:

"Wieso streut der Papa Salz auf den Gehweg?" fragte der Sohn und schon starteten wir ein kleines Experiment. Ich füllte zwei Gläser bis an den Rand voll mit Schnee. Und zeigte diese dem Sohn. Eines stellten wir zur Seite und eines durfte der Sohn nun mit Salz bestreuen.Was stellten wir dabei fest? Der Schnee schmolz viel schneller als im anderen Glas, es entstand dabei viel schneller Flüssigkeit, im anderen rutschte der Schnee erst einmal nur zusammen. Das Glas mit dem Salz-Schnee-Gemisch fühlte sich kälter an. Und was blieb denn da am Ende wirklich noch an Wasser im Glas übrig, was zu Anfang bis zum Rand mit Schnee gefüllt war? Das sind wirklich viele interessante Entdeckungen und Fragen, die sich aus zwei Gläser voll mit Schnee, entwickeln und beantwortet werden wollen.

Nachdem nun alles geschmolzen war, war der Sohn etwas traurig. Das hatte ihm gerade richtig viel Spaß gemacht. Also überlegte ich mir noch etwas. Ich nahm mir eine kleine Schüssel und füllte auch dort wieder Schnee hinein und presste ihn richtig fest. Danach stülpte ich die Schüssel in eine Auflaufform und es entstand eine wundervolle Schneekuppel. Nun sagte ich dem Sohn er soll sich seine Wassermalfarben schnappen und loslegen. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und malte drauf los. Er stellte sofort fest, dass die Wasserfarben mehr verliefen als auf Papier und nachdem er die Kuppel bemalte hatte, schnitten wir diese auf und so konnten wir sehen, wie weit die Farbe eingedrungen ist. Ich erklärte, dass Schnee ganz locker ist und viele Lufteinschlüsse enthält, wodurch die Farbe, wie durch viele kleine Poren und Löcher in die Kuppel gelangen konnte. Der Sohn malte also weiter und schnitt die Stücke weiter ein. Später brachte ich ihm noch Pipetten, mit denen er die Wasserfarben auftropfte.

Die vielen Lufteinschlüsse im Schnee entstehen durch die einzelnen Schneeflocken, die hier zusammen kommen. Jede Schneeflocke ist einzigartig. Ist das nicht faszinierend? Und jede Schneeflocke entsteht durch kleinste Schneekristalle, die eben durch die immer anderen Wetterbedingungen, verschieden wachsen. Dies fand Mr.Bentley heraus und machte davon sogar Aufnahmen unter dem Mikroskop.
Dazu habe ich ein ganz wundervolles Zuordnungsspiel im Netz gefunden und nachgebastelt. Ich sammelte mikroskopische Aufnahmen aus dem Internet und bildete Paare. Diese konnte der Sohn durch das Verwenden der Lupe zusammenfügen. Für euch habe ich dieses kleine Spiel als Download zusammen gestellt. Und was ich wirklich ganz witzig finde: Manu von der Wunderwerkstatt hatte die gleiche Idee und bastelte dieses Spiel ebenfalls für ihre Wunderpost, welche die nächsten Tage per Mail verteilt wird. Es ist ähnlich und doch wieder ganz anders und individuell geworden. Wundervoll! Ihr solltet euch unbedingt dort anmelden. Jeden Monat verschickt Manu ganz tolle Spielideen an euch. Durch Manu habe ich übrigens den tollen Eckenknipser kennen gelernt. Jetzt sehen meine Karten wirklich sehr schick aus, oder?



Wir haben also gelernt das jede Schneeflocke einzigartig ist. Wieso also nicht nachbauen? Dafür gibt es auf Pinterest ganz viele wundervolle Ideen und sehr gut haben mir hier auch die Bügelperlen -Schneeflocken gefallen. Welche wir dann auch auf passenden Stiftplatten nachgebastelt haben. Ganz toll findet der Sohn dabei das Bügeln. Er hat ein kleines Bügelbrett und auch ein kleines echtes Reise-Bügeleisen . Wenn wir genug zusammen haben, kann ich sie mir ganz wundervoll als Fensterbilder, an einem Ast hängend als Winterdeko, vorstellen.

Der Sohn bastelt wirklich sehr gerne. Mittlerweile hat er einen Schreibtisch in seinem Zimmer, welches er "sein Büro" nennt. Dort zieht er sich gerne zurück und verwendet viele verschiedene Materialien zum Malen, Kleben und Basteln. Als Idee habe ich nun Materialien für eine "Verschneite Nacht" bereitgelegt. Da er gerade mit dem Flüssigkleber gerne arbeitet passt es sehr gut. Die Wattebälle ergeben die dicken schneegefüllten Wolken und die Schneeflocken werden mit einem passenden Motivlocher ausgestanzt und mit dem Kleber auf das schwarze Tonpapier aufgeklebt. das ergibt ein schönes Bild und basteln ist einfach wunderbar für die feinmotorische Entwicklung.

So vergeht neben Schnee-Spaziergängen, Schneemännern, leckeren warmen Waffeln und Kuschelstunden ein Winter-Wochenende wie im Flug.

Nachtrag: Wie abgesprochen, hat heute auch Wheelymum einen tollen Beitrag zum Experimentieren mit Schnee und Eis verbloggt. Da solltet ihr auch mal vorbeischauen.


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Sonntag, 8. Januar 2017

Hilf mir, es selbst zu tun.... und wenn mein Kind nicht will?

Schon in der Schwangerschaft mit dem Sohn wusste ich, ich will meinem Kind wenig Hindernisse in den Weg stellen. Und das meine ich im wirklich, wie auch im übertragenen, Sinne. Keine Gitter, wo sie nicht wirklich zwingend nötig sind, vermeidbare Situationen, die immer wieder zu Diskussionen führen würden, die das Kind garnicht verstehen kann. Keine Neins, die nicht wirklich sein müssen.

Ich wollte meinem Kind so viel Raum wie möglich geben, um sich selbst entfalten und entwickeln zu können. Als der Sohn dann schon auf der Welt war, entdeckte ich die Lehren von Maria Montessori und damit wohl auch ihr berühmtestes Zitat, welches so ziemlich jeder mit ihr in Verbindung bringt:

Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.

Ich vertiefte mich seit dem in viele Texte von Maria Montessori, stellte fest, dass ich einiges schon ganz intuitiv übernommen habe und baute dies weiter, mit den Möglichkeiten, die ich habe, aus. Die Neugierde meines Sohnes, der Tatendrang und die Schaffenskraft, ebenso die unkomplizierte Beziehung zwischen uns Beiden, zeigte mir, ich lag damit richtig.
Ich bewunderte in vielen Blogs und Gruppen, was Kinder schon alles können, wenn ihnen die Gelegenheit und der Raum dafür gegeben wird. Es war einfach augenöffnend! Und doch gab und gibt es bei uns Dinge, bei denen ich mich von Beginn an schon fragte, wieso klappt das nicht? Wieso will der Sohn das nicht alleine machen? Ist es nicht der tiefste innere Wunsch unserer Kinder, erwachsen zu werden, selbstständig zu sein, alleine handeln und denken zu können?

Auch Jesper Juul bestätigte das in seinen Texten und hielt dazu fest:

Die beste Faustregel ist die, dass man niemals etwas für das Kind tut, was dieses auch alleine tun kann.

Was ist aber, wenn das Kind es erst garnicht tun will? Der Sohn zeigte lange, lange Zeit garkeine Interesse daran sich selbst An- oder Ausziehen zu wollen. Das ging schon als Baby los. Wo andere Kinder ständig ihre Socken auszogen, wieder und wieder und davon ganz angetan waren, ließ er alle Socken genau da, wo sie hinsollten, nämlich am Fuß. Beim Ausziehen oder Anziehen mitzuhelfen, das tat er irgendwann, aber selbst? Das er es eigentlich alleine konnte bzw. kann, stellte ich immer zufällig fest. Wenn er ganz schnell in die Badewanne wollte oder die Dusche, plötzlich war die Hose aus, die Socken usw..... oder wenn ich gerade mit etwas beschäftigt war und nebenbei erwähnte, er könnte sich schon anziehen, damit wir dann auch schnell rauskönnen auf den Spielplatz, da zog er sich an. Es waren immer Momente in denen ich garnicht damit rechnete, die mir zeigten "Aha, da kann mein Kind doch mehr, als er eigentlich zugibt!" Denn grundsätzlich hörte ich immer "Ich kann das nicht!"

Gleiches kann ich auch auf viele weitere alltägliche Situationen übertragen. Wir sollen mit ihm zur Toilette gehen. Ihm die Hände waschen. Die Zähne putzen. Ihn die Treppe hochtragen. Und Laufen ist grundsätzlich doof, langweilig und am Besten ist es doch wenn er getragen werden würde. Der Sohn wäre mit 4 Jahren, eines dieser Kinder, dass sich immer noch gerne im Kinderwagen schieben lassen würde.

Ich war wirklich überfragt. Wieso will mein Kind, das alles nicht alleine machen? Ich hab ihm doch nie die Möglichkeiten verwehrt, es selbst zu tun. Oft liest man schließlich, würde man seinem Kind alles abnehmen, ihnen dabei vielleicht sogar vermitteln, sie können das schließlich noch nicht, dass diese Kinder es eben irgendwann einfach sein lassen. Tja, und nun? Irgendwann war ich auch genervt. Ich kam mir manchmal wie ein kleiner Haussklave vor, der dem Sohn in allen Belangen zu Diensten sein sollte. Das kann doch nicht sein?

Schließlich las ich einen Artikel auf einem meiner absoluten Lieblings-Elternratgeber-Seiten: "Das gewünschteste Wunschkind" schrieb über Aufmerksamkeit und über die "Die fünf Arten von Liebe bzw. Aufmerksamkeit" und da war die Lösung. Plötzlich viel mir alles wie Schuppen von den Augen und alle Puzzleteile ergaben endlich ein Bild. Mein Sohn füllte seinen Liebes- und Aufmerksamkeitstank dadurch, dass er bei so vielen Dingen, wie möglich um Hilfe bat. Und zwar eben NICHT, weil er es nicht konnte, sondern weil er weiß, in diesem Moment, in dieser Situation, sind wir ganz für ihn alleine da. Er bekommt dabei nicht nur die völlige Aufmerksamkeit, sondern auch direkt Nähe und vielleicht die eine oder andere zuätzliche Kuscheleinheit. Und mir taten plötzlich all die Situationen leid, in denen ich so genervt war, wenn mich mein Sohn schon wieder für eine Kleinigkeit um Hilfe bat:

Leider haben es Kinder in der Regel schwer, wenn sie vom Hilfe-Aufmerksamkeitstyp sind, weil in unserer Gesellschaft schnelle Unabhängigkeit ein sehr befördertes Erziehungsziel ist. Kinder sollen schnell allein einschlafen, schnell selber essen, sich schnell selber anziehen... Eltern und Erzieher fördern und fordern das stark. Daher hören Kinder immer wieder: "Mach das bitte selbst". Wenn Du also ein Kind hast, das gerne Hilfe bekommt, dann sieh Deine Hilfe einfach als Kraftstoff für den Liebestank. Ja - Dein Kind könnte, wenn es wollte, es will sich aber viel lieber Deiner Liebe versichern.
  
Und auch in ihrem Buch "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Der entspannte Weg durch Trotzphasen " (UNBEDINGT lesen!!! Da steht noch viel mehr zu diesem Thema!) schreiben Danielle und Katja darüber:
  
Denn der Mensch ist darauf ausgerichtet, sich weiterzuentwickeln und nach Selbstständigkeit zu streben - kein Kind möchte in der Baby- oder Kleinkindphase verharren. Alle stillen sich irgendwann ab, schlafen irgendwann im eigenen Bett und ziehen sich irgendwann auch selbstständig an. 
Wenn wir unseren Kindern morgens beim Anziehen helfen, dann lassen wir sie damit noch ein bisschen Körperkontakt und Liebe tanken und zeigen ihnen, wie freundliches Miteinander funktioniert. Nämlich nicht mit Druck und Drohungen, sondern indem man selbst mit anpackt, um das gemeinsame "projekt" zum Gelingen zu bringen. Wir leben Kooperation vor.

Damit schliesst sich wieder der Kreis zu den Lehren von Maria Montessori. Zu dem Streben jedes Kindes, erwachsen zu werden. Und auch meine Beobachtungen, die ich selbst gemacht habe, dass der Sohn vieles schon lange konnte bis ich es mal durch Zufall wahrnehmen durfte. Was ich aber auch feststellen konnte und das ist das, was Danielle und Katja in ihrem Artikel auch beschreiben, ist dass viele von uns meist Mischtypen bezüglich des Aufmerksamkeits- und Liebestanks sind. Auch dem Sohn gelingt es mehr "alleine zu tun", wenn sein Tank bis an die Decke gefüllt ist. Füllen kann ich diesen natürlich durch viel ungeteilte Aufmerksamkeit beim Spielen, Kuscheln, Vorlesen usw. Aber wie sicherlich jeder von uns weiß, nicht immer ist das im Alltag so machbar. An manchen Tagen geht dies einfach unter. Die Zeit dafür ist knapp. Und so kann es passieren, dass der Sohn am Tagesanfang noch so ziemlich alles alleine macht und gegen Ende des Tages, sicherlich auch geschuldet durch Müdigkeit und auch den vielleicht geleerten Aufmerksamkeitstank, plötzlich wieder bei jeder Kleinigkeit Hilfe benötigt. Auch sehr auffällig ist dies, wenn der Papa endlich nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, denn von diesem hat der Sohn an dem Tag bisher noch keine Aufmerksamkeit bekommen. Hier kann es nun immer etwas kritisch werden. Der Sohn will Aufmerksamkeit, der Papa will vielleicht erst mal runter kommen... ihr versteht?
Der Mann und ich erinnern uns in vielen solcher Situationen oft auch gegenseitig an den Liebestank. Wenn die Tochter den ganzen Tag an mir hing und mich voll forderte, muss ich schon sehr tief Luft holen, wenn mein Sohn dann noch plötzlich nichts mehr alleine kann... dann flüstert mir der Mann zu "Denk dran, er braucht dich. Das ist seine Art um Liebe zu bekommen." Puh! Ja, ich weiß und trotzdem ist es schwierig. Denn genau wie oben steht, dieser Hilfe-Aufmerksamkeits-Typ hat es in unserer schnelllebigen Gesellschaft wirklich nicht immer leicht, gerade wenn man doch weiß, der Gegenüber kann das doch eigentlich, oder?

Aber, wie wäre es... wenn ich spätabends schwer und müde auf der Couch liege und mir die Augen zufallen... wie oft habe ich da im Scherz schon zu meinem Mann gesagt "Trag mich hoch!" oder wie war es vorgestern: Nachdem die Tochter endlich schlief und ich mich auf die Couch plumsen ließ, bat ich den Mann darum mir doch bitte einen warmen Kakao zu machen.... hätte ich auch alleine machen könnnen, natürlich, aber ist es nicht so schön, umsorgt zu werden? Eine Art Liebesbeweis?

Ja, ich kann den Sohn sehr gut verstehen und so fällt es mir nun doch viel leichter, ihm die Hilfen zu geben, nach denen er verlangt und wenn es mir nicht möglich ist, wie ich dann mit seinem Frust umgehen kann. 

"Hilf mir, es selbst zu tun" ist ein wichtiger Leitsatz und ich werde auch weiterhin nicht uneingefordert Hilfe anbieten. Mit den jetzigen Erkenntnissen, werde ich aber auch nicht denken müssen, ich nehme meinem Kind zuviel ab. Ich muss nicht darüber nachdenken, ob ich mich falsch verhalte, wenn ich nachgebe, bei Dingen, die er alleine könnte. Ich muss einfach nur wissen, mein Kind braucht mich jetzt, um Liebe zu tanken , um sich geliebt zu fühlen. Sonst nichts und das ist so viel und so wichtig.

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Mittwoch, 4. Januar 2017

Die tierisch kunterbunte Geburtstagsparty



Und nun war es schon soweit. Die Tochter wurde 1 Jahr alt und eigentlich kommt es mir gerade so vor, als wäre sie doch erst geboren worden. So schnell ging dieses Jahr rum, mit all seinen Höhen und Tiefen und den vielen Grenzerfahrungen mit meiner Tochter.

Da ich mit dem Sohn nun schon in den Themengeburtstagen angekommen bin, überlegte ich mir auch, ob ich ein passendes Motto für die Tochter finden würde. Ihr war es schließlich noch egal. Ich dachte daher, hauptsache bunt. Und durchsuchte mal wieder Pinterest und wurde fündig.

Eine kunterbunte und tierische Geburtstagsparty sollte es werden. Und da wir dafür genügend Schleichtiere besitzen, bot es sich einfach an!

Aus Tonpapier bastelte ich Partyhütchen (Printable hab ich von hier), die ich mit Flüssigkleber zusammenklebte. Oben auf setzte ich kleine Bommel und dann klebte ich die Hütchen mit etwas Heißkleber an die Köpfe der Schleichtiere fest. Zuvor habe ich bei einem Tier getestet, ob sich der Heißkleber auch wieder rückstandslos entfernen lässt. Perfekt!

Für die Raumdeko habe ich viele Wabenbälle , Lampions und Pompons in bunten Farben verwendet und an die Deko gehängt. Das fängt Kinderaugen und die Tochter hat richtig gestaunt. Eigentlich habe ich noch ganz tolles Seidenpapier - Konfetti gefunden, welches sicherlich super auf den Tischen ausgesehen hätte, leider kam es durch die Feiertage bedingt, aber nicht mehr rechtzeitig an.



Für die Dekoration des Geburtstagskuchens habe ich Filzkugeln auf Holzspieße gesteckt und verschieden hoch angeordnet. Dann hab ich einige Figuren darauf drapiert und dem Bären noch eine Geburstags-Eins in die Pfote gedrückt. Fertig war der Geburtstagskuchen. Dieser war übrigens zuckerfrei, also ohne Hinzugabe von zusätzlichem Zucker. Der Kuchen bekam seine Süße durch sehr reife Bananen und zuckerfreiem Apfelmus.
Wir haben das Kuchenrezeptmenge erhöht und 1/3 mehr hinzugefügt. Leider wurde uns der Kuchen bei einer 26cm Springform immer noch zu dünn. Daher haben wir den Kuchen ein zweites Mal gebacken und beide Böden mit Apfelmus verbunden. Und dann mit dem Frischkäse-Frosting überzogen.


Die Tochter war hellauf begeistert von dem Kuchen und auch dem Frosting. Er wird wirklich süß und mir hat er ebenso geschmeckt. Man muss halt Banane im Kuchen mögen und das die Konsistenz etwas knatschiger ist. Sowas mag ich persönlich ja sehr gerne.



Wir haben aufgrund des Silvester-Geburtstages nur zu Kaffee und Kuchen geladen, so dass jeder danach noch ausreichend Zeit hatte, sich für seine Abendveranstaltungen fertig zu machen. Es war also sehr gemütlich und kurzweilig. Für die Kinder habe ich passenderweise noch Tischfeuerwerk und Bleigießen besorgt. Das fanden auch die Erwachsenen toll. Und so gingen die Stunden schnell vorbei. Die Gäste verabschiedeten sich und wir konnten uns selbst auf den Silvesterabend vorbereiten, welcher, seit dem letzten Jahr, durch einen kleinen Schnellstarter, für uns immer mit ganz besonderen Erinnerungen verbunden sein wird. ♥


















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Samstag, 31. Dezember 2016

Mein Rückblick auf das Bloggerjahr 2016

Huch! Und schon ist es rum! Das Jahr 2016! Und genau so fühlt es sich für mich an. Noch nie in meinem bisherigen Leben verging ein Jahr so unglaublich rasend, so unglaublich ausgefüllt und auch so unglaublich anstregend und grenzerfahrend. In diesem Jahr bin ich immer wieder über persönliche Grenzen, vor allem körperliche, hinausgewachsen. Hinauswachsen müssen. Ich hatte wenig, bis garkeine Zeit für mich selbst, für eigene Bedürfnisse und Hobbys. Und so sieht man auch an meinen Blogbeiträgen, dass mir wenig Zeit zum Schreiben blieb.
Und trotzdem wuchs meiner Leserschaft von etwas mehr als 2400 Leser auf über 4180 Leser bei Facebook an. Das macht mich so sprachlos und dankbar. Dankbar für alle die ihr hier seid und mir die Treue haltet und auch die wenigen Beiträge die ich in diesem Jahr geschrieben gerne lest. Vielen lieben Dank.
Im April versuchte ich mich dann mit etwas Neues und wagte den Sprung auf Instagram. Ich muss sagen, das schnelle posten von Schnappschüssen und kleinen Lebenszeichen macht mir unglaublich Spaß und geht einfach mal ruckzuck nebenbei. In diesen 8 Monaten haben sich nun über 1050 Abonnenten auf meinem Instagram-Account eingefunden. Darüber freue ich mich ebenfalls sehr.

Egal wo ihr mich also lest und mir folgt, ob ausschließlich hier auf dem Blog, auf Facebook oder Instagram ihr werdet stetig mehr und  das ist das größte Lob, welches ich bekommen kann. Danke.

Nun möchte ich mit euch zurückschauen und nachsehen, welche meiner Artikel euch im Jahr 2016 am meisten gefallen haben:

Januar und Februar

Im Januar befand ich mich im Wochenbett. Meine Tochter wurde noch in der Silvesternacht geboren und wir starteten ins neue Jahr zu Viert. Also ich am 31.12.2015 meinen Rückblick des Bloggerjahres schrieb, dachte ich nicht, dass ich Abends noch meine Tochter in meinen Armen halten werde.
Trotz Wochenbett schrieb ich im Januar meine wundervolle Geburt nieder, um auch kein Detail zu vergessen und mich immer daran zurückerinnern zu können, wie stark und machtvoll dieses Erlebnis für uns alle war.
Im Februar konnte ich dann schon einige Beiträge schreiben und ganz besonders hat euch der Beitrag über das Selbstmachen von Feuchttüchern interessiert und auch der Beitrag "Einzigartig von Beginn an" an, denn ich stellte sehr schnell fest, meine Tochter ist ganz sicher nicht wie mein Sohn und eure Kommentare darauf zeigten mir, dass ihr dies ebenfalls bei euren Kindern feststellen konntet.



März

Der März war mein "produktivster" Bloggermonat. Hier konnte ich wirklich sagenhafte 10 Artikel schreiben! 
Wie auch im Jahr 2015 findet ihr Beiträge zum Thema Stoffwickeln weiterhin sehr interessant. In diesem Jahr habe ich auch viele Mails und Nachrichten mit Fragen über das Stoffwickeln von euch bekommen und sogar 3 Mamis haben mich Zuhause besucht und sich meine Stoffwindeln angeschaut und wie wir Zuhause wickeln. Deren Babys sind nun alle der Welt und alle werden mit Stoff gewickelt. Darüber freue ich mich wirklich irrsinig! Im März gefielen euch daher passenderweise die Artikel "Newbornwindeln - Ja oder Nein?" und "Mein Stoffwindel-Wickeplatz".
Und auch das Thema Schlaf lässt euch und mich nicht los. Dabei sah es am Anfang wirklich richtig gut aus. Die Tochter schlief nach einiger Eingewöhnungszeit durch! 10-11 Stunden lang, ich konnte es kaum glauben. Und dann änderte sich plötzlich alles...

April und Mai

Im April besuchte ich mein erstes Blogger-Treffen und konnte so viele BloggerInnen persönlich kennenlernen, die ich bisher nur durch das Lesen kannte. Das war wirklich wundervoll und es ist schön sich über das gleiche Hobby unterhalten zu können.
Als Zweifach-Mama sind Verschnaufspausen wirklich ziemlich lnapp geworden und davon berichtete ich. "Mama sein von früh bis spät"... so gehts nicht nur mir und mein Artikel stieß offene Türen ein. Auch mein sehr trauriger Beitrag darüber, dass mein Sohn, mein Erstgeborener warten muss, fand Anklang bei euch und das viele von uns dieses schlechte Gewissen in sich tragen. 
Im Mai schrieb ich einen Artikel über das Tragen. "Ich trage dich in die Welt". Darüber, dass es eben so ist, dass mein Kind die Nähe nun braucht und ich diese Nähe geben werde. Der Artikel ging durch die Decke und ist nun mein TOP 1 Artikel des Blogs. Er wurde sehr oft geteilt, kommentiert und geliked und sogar die Huffington Post meldete sich bei mir und ich durfte diesen Artikel bei ihnen veröffentlichen. Das war beeindruckend.
Sehr wichtig war mir auch der Beitrag "Mein Dorf ist meine Mama!". Auch weiterhin ist mir meine Mama, eine wichtige Stütze, ein unglaublicher Halt, in dieser immer noch sehr anstrengenden Zeit. Ich wünsche wirklich jeder Mama, dass sie diese Stütze haben!

 Juni und Juli

Achtsamer Umgang. Den Kindern die Zeit geben, die sie für ihre Entwicklungsschritte brauchen. Diese Beiträge lese ich sehr gerne in anderen Blogs und ihr auch gerne in meinem Blog. So schrieb ich im Juni darüber, dass es "In 10 Jahren egal ist, wie lange das Kind gebraucht hat!" und genau so ist es eben auch! Wir müssen uns einfach immer wieder daran erinnern und entspannt bleiben!
"Durchhalten" Der Schlaf wird wiederkommen!" Meine Leitparole der letzten Monate... durchhalten, durchhalten, durchhalten! Auch euch geht es so und damit ist der Beitrag in meine TOP 10 der meistgelesensten Beiträge hochgerutscht.
Und wirklich in jedem Entwicklungsschritt kann man erkennen, wie unterschiedlich Kinder doch sein können. So war es auch bei der Beikosteinführung. "Jedes Kind is(s)t anders", genau das zeigte uns unsere Tochter, als sie jeglichen Brei verweigerte.
Im Juli machte der Kindergarten 3 Wochen Urlaub und mein Sohn machte Urlaub bei den Großeltern, er war 1 Woche bei den einen Großeltern und dann 1 Woche bei den anderen Großeltern. Der Sohn fand es toll, ich empfand es als würde ich den Sohn abschieben, da es für mich eine Erleichterung war. Viele Kommentare erhielt ich dazu, denen es auch schon so ging, die mir zusprachen, dass ich dabei kein schlechtes Gewissen haben soll und wie toll es doch ist, dass wir die Großeltern haben und der Sohn dort so gerne hingeht und recht habt ihr damit natürlich!
"Warum dein Kinderlachen so wichtig ist" zeigt auf, wie sehr das Lachen für uns Eltern Lohn sein kann bzw. uns auch anstregende Tage und Phasen überstehen lässt. Und davon gibt es manchmal nicht gerade wenig. Das seht ihr genauso und dieser Beitrag ist damit auf Platz 3 der von euch am meistgelesensten Blogbeiträge.

August bis Oktober

"Schlaflos mit Baby"... das umschreibt so ziemlich die nächsten Monate... das Schlafverhalten der Tochter wurde nicht besser, der Schlaf immer unruhiger und ich immer müder.
Ich wagte also den Versuch und ging zur Osteopathin, was endlich Besserung versprach. Bei meiner Tochter wurden Verspannungen und Blockaden festgestellt, was ich irgendwie schon im Gefühl hatte.

Mein Kinderarzt wollte mir dann das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" andrehen und das ich meine Tochter doch mal übers Wochenende zu den Großeltern abgeben soll. Ich war so wütend, dass ich darüber einen Blogartikel verfasste und ihr schilderte mir viele ähnliche Geschichten von euren übergriffigen Kinderärzten.  

Mit dem Sohn bin ich von Wegwerfwindeln auf Stoffwindeln umgestiegen und bei der Tochter versuchte ich nun auch Windelfrei. Das fandet ihr sehr interessant und viele von euch wollten das auch ausprobieren oder tun dies ebenfalls zeitweise. Jede Windel zählt eben! Mittlerweile halten wir nicht mehr ab, sondern die Tochter nutzt ein Töpfchen und weiterhin sehen wir das ganz entspannt. Wenn es klappt, klappt es und wenn nicht dann nicht. Vielleicht berichte ich euch bald wieder darüber.
Im Oktober fand auf RTL "das große Erziehungsexperiment" statt und ich schaute mir dies wirklich an, musste mich aber wie zu erwarten leider doch aufregen und schrieb darüber. "Über Gitter in unseren Köpfen", denn genau das ist leider noch so alltäglich. Viele Erziehungsansätze sind noch so festgefahren und werden nicht hintefragt, leider. Mein Beitrag wurde sehr oft geteilt und zum Glück zeigt mir meine persönliche Bloggerblase, dass wenigstens hier keine Gitter mehr sind.

Im Oktober ergab sich etwas ganz einmaliges und wundervolles. Zusammen mit Manuela von der Wunderwerkstatt riefen wir die #MontessoriEntdecker ins Leben und ich hoffe, dass sich diesem Hashtag und dieser Haltung noch viele anschließen werden.


November und Dezember

Im November schrieb ich über unsere Krippenfiguren ohne Gesichter und was daran so besonders ist. Besonders der daraus gebaute Adventsweg hat euch sehr gut gefallen.
Im Dezember schrieb ich dann über "das Babyglück... oder doch nicht?" und über das "Wichtigste auf Erden"

Und ja, diese letzten Beiträge konnen wohl mein Jahr 2016 beschreiben. Ich war defintiv nicht immer glücklich, viel zu sehr war ich damit beschäftigt die vielen Tages des Jahres irgendwie hinter mich zu bringen bzw. gut für uns alle zu bewältigen. Dabei steckte ich wohl von allen am meisten zurück. Aber so ist es eben in den ersten Jahren mit Kindern. Einen kurzen Ausblick, wie es in einigen Jahren werden kann, konnte ich 2015 mit dem Sohn schon erfahren und daher heisst es weiter durchhalten mit dem Wissen darum, dass die eigenen Kinder doch das Wichtigste für einen sind, egal wie anstrengend es eben auch ist. Ich liebe meine kleine Familie so unendlich und bin sehr dankbar für das was wir haben.

Und nun ist es so gut wie vorbei, das Jahr 2016. Was wird wohl in 2017 auf uns warten? Welche Träume und Wünsche werden sich erfüllen?
Für meinen Blog wünsche ich mir, dass ich wieder mehr Zeit finden werde, mehr Ideen und DIYs für euch bereithalten kann. Ich denke ihr habt es in diesem Jahr sicherlich vermisst?
Für mich wünsche ich mir im nächsten Jahr nur eines: Schlaf!!! Ich geb die Hoffnung nicht auf. Und mit etwas Humor fällt einem das auch alles leichter. Und ich weiß, ich bin nicht alleine. Vielen lieben Dank an euch, dass ihr da seid und eure Erfahrungen mit mir teilt. Wir sind nicht alleine. Wir sind viele und wir stützen uns gegenseitig.

Ich wünsche euch allein einen wundervollen Ausklang von diesem Jahr. Ich wünsche euch einen wundervollen Start ins neue Jahr. Ich wünsche, dass eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen werden und das wir uns auch in 2017 wieder lesen werden. Happy New Year!






Freitag, 30. Dezember 2016

Der Traktor-Geburtstag


Im letzten Jahr entschied ich mich noch selbst für ein Geburtstags-Thema. In diesem Jahr wusste der Sohn ganz genau was er sich zu seinem Geburtstag wünschte. Es soll ein Traktor-Bagger-Geburtstag werden. Also ein Traktor mit Baggerschaufel oder besser gesagt mit Frontlader. Hab ich jedenfalls gelernt!

Nun ging es also daran einen thematisch passenden Kuchen zu finden. Mit Schokolade, sollte er werden, sagte der Sohn. Ich suchte Pinterest also rauf und runter und ließ mich von einer der dort abgebildeten Torten inspirieren. So ungefähr sollte sie nun werden und da ich zuvor noch nie eine Torte gebacken habe, suchte ich weiter im Internet nach Rezepten.
Bei Sallys Blog wurde ich fündig. Dort verwendeten wir die Rezepte für die Ganache, den Wiener Boden und die Buttercreme.
Die Ganache stellten wir halb aus Vollmilch- und halb aus Zartbitterschokolade her. Und verwendeten die 1,5fache Menge. Auch für die Buttercreme verwendeten wir die 1,5fache Menge. Für die Herstellung der Schokoladenbuttercreme nahmen wir aber keine Zartbitterschokolade, wie dort angegeben, sondern rührten einfach Backkakao hinzu. Den Wiener Boden stellten wir zweimal her, um ausreichend Böden für die Schichtung der Torte zu haben. Auch rührten wir eine weitere kleine Menge Buttercreme an, welche wir mit grüner Lebensmittelfarbe einfärbten, um dann das "Gras" auf die Torte mit einer Tülle zu tupfen.


Die zuckersüßen Mini-Karöttchen sind aus Fondant in Grün und Orange hergestellt und ich bin sehr froh, dass dies meine Schwester in liebevoller Kleinstarbeit übernommen hat, denn die Herstellung der Torte hat uns als absolute Laien zwei ganze Abende gefordert.
Oben auf wurde neben dem Gras auch zwei Furchen gezogen, welche aus Krümeln des Wiener Bodens bestehen. Darin und überall wurden dann die Karotten verteilt. Natürlich durfte als Caketopper der Traktor mit Frontlader nicht fehlen und die große 4! Der Sohn war so unglaublich stolz, nun endlich 4 zu sein! Das muss natürlich jeder sehen können!


Der Kaffeetisch wurde natürlich passend zum Thema schick dekoriert, mit allem was das Spielzimmer des Sohnes hergibt. So musste dann der Traktoranhänger als Zuckerschale herhalten und der Rundballenanhänger als Muffinteller. Auch hingen wieder viele farblich passende Lampions , Wabenbälle und Pompons von der Decke.

Als der Sohn endlich seine Geburtstagstorte erblickte war er hin und weg. Er hatte den ganzen Tag schon nach seiner Torte gefragt und wollte sie endlich sehen. Seine Tante freute sich sehr darüber, wie schön es doch sei, dass ihm die Torte an seinem Geburtstag so wichtig ist und nicht einfach nur die Geschenke. Die Torte hat übrigens wirklich jedem sehr gut geschmeckt. Ist aber auch sehr mächtig! Mit mehr als 1 Stück pro Gast müsst ihr wirklich nicht rechnen.

Dieses Lächeln und Staunen, als er seine Geburtstagstorte erblickte, das werde ich wohl nie vergessen und er sagte mir auch immer wieder, wie schön sein Geburtstag doch war. So soll es doch sein! ♥

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